Intelligente Klamotten: Wie Google mit „Project Jacquard“ deinen Kleiderschrank erobern will

Redaktion 30. Mai 2015 0 Kommentar(e)

Google und Levi’s – was sich zunächst nach einem ungewöhnlichen Doppel anhört, könnte der Beginn einer großen Partnerschaft zwischen dem Suchmaschinenbetreiber und Textilherstellern werden. Mit „Project Jacquard“ hat Google jetzt leitfähige Fäden vorgestellt, mit der wir unsere Gadgets in Zukunft über unsere Kleidung steuern sollen. 

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Dass die Google I/O 2015 abseits der eher langweiligen Keynote einiges an zukunftsweisenden Technologien zu bieten hatte, zeigt „Project Jacquard“. Die von Googles ATAP-Gruppe (Advanced Technologies and Projects) entwickelten Fäden sind leitfähig, sprich: sie können elektrische Signale übertragen. Diese smarten Fäden sollen es nach Willen Googles ermöglichen, eine nie dagewesene Symbiose zwischen unseren elektronischen Geräten und unserer Kleidung herzustellen. In Zukunft könnten wir dann beispielsweise unser Smartphone mittels einer leichten Wischbewegung über unseren Pullover oder Jacke steuern. Die notwendigen Steuereinheiten sind zudem so klein, dass sie problemlos in Knöpfen untergebracht werden können. Der nicht zu übersehende Vorteil: Smarte Kleidung hätte dann nicht mehr den Look eines schlechten Science Fiction-Films, sondern würde sich von anderen Klamotten nicht unterscheiden.

Vorstellung von „Project Jacquard“

Kooperation mit Levi’s

Darüber hinaus, hier beweist Google erneut ein cleveres Händchen, lassen sich die leitfähigen Fäden von „Project Jacquard“ in jeder industriellen Nähmaschine verarbeiten. Textilhersteller haben also keine zusätzlichen Kosten bei der Produktion, was der Verbreitung von smarter Kleidung sicherlich enorm helfen dürfte. Mit der Kultmarke Levi’s hat man in Mountain View außerdem bereits einen namhaften Textilhersteller an Land gezogen, um das neue Smart Clothes-Projekt voranzutreiben.

Noch ist nicht bekannt, wann die ersten Kleidungsstücke auf Basis von „Project Jacquard“ in den Handel kommen. Wir halten euch diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden.

Quelle: Google (via GIGA)

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