Kerv: der erste Ring fĂĽr kontaktlose Bezahlung

Hartmut Schumacher 26. September 2015 0 Kommentar(e)

Tragbare Geräte für kontaktlose Zahlungen sind „zurzeit entweder zum Heulen teuer oder völlig unattraktiv“. Der Hersteller des Kerv-Rings will das ändern.

 


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Dank des Kerv-Rings kannst du in Zukunft kontaktlos bezahlen, auch ohne dazu eine Kreditkarte oder ein Smartphone verwenden zu mĂĽssen. (Foto: Kerv)

Dank des Kerv-Rings kannst du in Zukunft kontaktlos bezahlen, auch ohne dazu eine Kreditkarte oder ein Smartphone verwenden zu mĂĽssen. (Foto: Kerv)

Ein Ring namens „Kerv“ soll es in Zukunft ermöglichen, mit einer simplen Handbewegung kontaktlose Zahlungen vorzunehmen. Vorausgesetzt, dem Hersteller gelingt es, über die Kickstarter-Plattform genügend Kapital einzusammeln.

Frühe Unterstützer erhalten den Ring für 25 britische Pfund (etwa 34 Euro). Später soll er 49,99 Pfund (etwa 68 Euro) kosten.

Der Ring (in dem sich ein NFC-Chip befindet) ist für Zahlungen bis zu 25 Euro gedacht. Damit kann er in vielen Fällen Portemonnaies, Kreditkarten und Smartphones ersetzen – und ist daher laut Hersteller „ideal für alle, die einen aktiven Lebensstil lieben“. Der wasserdichte Kerv-Ring muss nie mit Strom aufgeladen werden, und es ist auch nicht nötig, ihn mit einem Smartphone zu koppeln.

Auch für Türschlösser und U-Bahnen geeignet

Auch für die Zugangskontrollen von öffentlichen Verkehrsmitteln in London (und in „anderen Großstädten“) lässt sich der Ring einsetzen. Darüber hinaus ist es möglich, mit dem Ring durch Antippen eines NFC-fähigen Mobiltelefons Notfall-, Kontakt- oder medizinische Informationen zu übermitteln. Für kompatible NFC-Türschlösser und Sicherheitssysteme ist der Kerv-Ring ebenfalls geeignet.

Damit das alles funktioniert, muss der Ring einem Kerv-Online-Konto zugewiesen sein. Von diesem Konto kann jeweils nur so viel abgebucht werden, wie der Benutzer zuvor überwiesen hat. Der Bequemlichkeit halber sind auch regelmäßige Überweisungen auf das Kerv-Konto möglich.

Nicht nur tragbar, sondern auch vorzeigbar

Laut Hersteller verbindet der Kerv-Ring „nahtlos Formgebung mit Funktionalität“ und schaffe ein schönes und absichtlich einfach gestaltetes Stück tragbarer Technik, das jedoch nicht wie ein Stück tragbarer Technik aussehe.

Der in Schwarz und in Weiß und in zehn Größen erhältliche Ring besteht aus Zirkoniakeramik, einem leichten, hypoallergenen und kratzfesten Material, das auch bei Werkzeugen, in der Raumfahrt und bei Zahnersatz Verwendung findet.

Der wasserdichte und kratzfeste Ring besteht aus Zirkoniakeramik. Erhältlich ist er in Schwarz und in Weiß – und in zehn Größen. (Foto: Kerv)

Der wasserdichte und kratzfeste Ring besteht aus Zirkoniakeramik. Erhältlich ist er in Schwarz und in Weiß – und in zehn Größen. (Foto: Kerv)

Die praktischste kontaktlose Zahlungsmethode, die es geben kann?

Der Gründer von Kerv, Philip Campbell, hält mit seiner Begeisterung naturgemäß nicht hinterm Berg: „Zurzeit sind tragbare Geräte für Zahlungen entweder zum Heulen teuer oder völlig unattraktiv. Das größte Problem aber, das ich mit ihnen habe, ist, dass sie alle am Handgelenk zu tragen sind, das dann in einer Weise, die sich extrem unnatürlich und merkwürdig anfühlt, flach gegen das kontaktlose Lesegerät gehalten werden muss. Angesichts meiner kreativen Expertise – und acht Jahren Erfahrung im Bereich Zahlungen – meinte ich, dass wir das besser machen könnten. Und genau das haben wir getan, indem wir Kerv als die ergonomischste, natürlichste und praktischste kontaktlose Zahlungsmethode, die es geben kann, konzipiert haben.“

Kerv-Gründer Philip Campbell: „Zurzeit sind tragbare Geräte für Zahlungen entweder zum Heulen teuer oder völlig unattraktiv.“ (Foto: Kerv)

Kerv-Gründer Philip Campbell: „Zurzeit sind tragbare Geräte für Zahlungen entweder zum Heulen teuer oder völlig unattraktiv.“ (Foto: Kerv)

Quellen: Kerv, Kerv bei Kickstarter

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.