Kindle Fire HDx 7 beeindruckt amerikanische Presse in ersten Tests

Tam Hanna 9. November 2013 3 Kommentar(e)

Der erste Kindle Fire brachte Amazon die Reputation eines Preisbrechers im Tabletbereich. Der Kindle Fire HDx 7 ist die dritte Generation des Geräts – kann es an den Ruf seines Vorgängers anknüpfen?

Auf den ersten Blick fällt auf, dass Amazon hier einige Sachen „anders angeht“. Die kantige und gummierte Rückwand sticht aus der Masse der im iPad-Stil abgerundeten Geräte heraus: der HDx dürfte mit seiner industriellen Optik nicht Jedermann ansprechen, ist aber gut verarbeitet und angenehm zu halten.

Die Kindle Fire HDx-Tablets sollen im November nach Europa kommen - amerikanische Medien bringen uns derweil erste Testberichte (Foto: Amazon)

Die Kindle Fire HDx-Tablets sollen im November nach Europa kommen – amerikanische Medien bringen uns derweil erste Testberichte (Foto: Amazon)

Anfangs brachte der kleine Kindle Fire ein relativ niedrig auflösendes Display mit. Der HDx wetzt diese Scharte mit einem FullHD-Schirm aus, der PPI-Werte größer 300 erreicht. Helligkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Kontrast beeindrucken die amerikanischen Tester – es dürfte also kein Problem sein, mit dem Gerät unter strahlender Sonne zu arbeiten.

Amazon nutzte bisher meist Prozessoren aus dem Hause Texas Instruments. Das altehrwürdige Haus hat sich vor einiger Zeit aus dem Mobilmarkt zurückgezogen, weshalb der Buchhändler einen neuen Partner suchen musste. Es fand diesen in Form von QualComm: der Kindle Fire HDx nutzt einen vierkernigen SnapDragon 800 und hat zwei Gigabyte RAM.

Beim internen Speicher bietet Amazon wie gewohnt 16, 32 und 64 GB an. Leider braucht das Betriebssystem alleine rund 6GB – wer die 16GB-Version nimmt, muss mit 10GB nicht erweiterbarem Nutzspeicher auskommen. Einen MicroSD-Slot suchst du auf allen drei Geräten vergebens.

Anfänger dürften sich über eine Mayday genannte Funktion freuen. Dieses nach einem aus der Aeronautik stammenden Hilferuf benannte Feature erlaubt euch, per Knopfdruck Kontakt zu einem Techniker bei Amazon aufzunehmen – dieser sieht den Inhalt eures Bildschirms, und kann so Softwareprobleme direkt beheben.

Preislich liegt das Gerät im Rahmen. Die WLAN-Version mit 16GB kostet rund 250 US-Dollar, die LTE-Version mit 64GB internem Speicher wechselt um 424 US-Dollar den Besitzer. Wenn du Amazon das Anzeigen von Werbung am Lockscreen erlaubst, erhältst du einen weiteren Rabatt von 15 US-Dollars.

Wie bei allen Geräten von Amazon kommt auch hier das hauseigene Fire OS zum Einsatz. Es bringt eine eigene Benutzerschnittstelle mit und bezieht seine Programme aus dem Amazon Store – der Zugriff auf die diversen Google-Dienste ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Habt ihr euch schon einmal ein Kindle-Tablet geleistet? Ist euch der Zugang zum Play Store nicht wichtig? Oder greift ihr lieber zu einem Tablet von einem „offiziellen Google-Partner“?

Quelle: AndroidAuthority

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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