Microsoft arbeitet an einer Möglichkeit Smartphones per Taschenlampe aufzuladen

Redaktion 21. Januar 2015 1 Kommentar(e)

In den heiligen Hallen von Microsoft wird nicht nur programmiert, sondern auch etwas √ľber den Tellerrand geguckt und an un√ľblicheren Projekten geschraubt. Ein sehr interessantes Konzept haben die Forscher aus Redmond jetzt erarbeitet, n√§mlich das Laden des Smartphones per Taschenlampe.

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kinect_lampe_light_laden

Der eine oder andere wird jetzt sagen, das funktioniert ja ohnehin mit einer Solarzelle. Das ist auch zum Teil richtig. Wenn man allerdings die herk√∂mmliche Einstrahlung einer Zimmerlampe zum Laden des Ger√§ts verwenden will, kann man lange warten. Die Lichtstrahlen treffen n√§mlich viel zu willk√ľrlich auf den Panelen ein um √ľberhaupt einen Ladevorgang hervorzurufen. Die Schwierigkeit liegt also darin die Lichtstrahlen geb√ľndelt auf eine Oberfl√§che zu bringen.

Kinect + Taschenlampe + Solarzelle

Die Microsoft Forscher haben daher eine Lampe mit einer Kinect-Kamera ausgestattet und an der Decke befestigt. Jene Kamera sucht nach einem frei herumliegenden Smartphone, welches geladen werden kann. Sobald die Elektronik das Ger√§t dank Mustererkennung gefunden hat, wird ein Lichtstrahl auf das Smartphone ausgerichtet und das Smartphone folglich aufgeladen. Der Leuchtkopf der Ultrafire CREE XM-L T6-Taschenlampe, dient zur B√ľndelung der Lichtstrahlen und erm√∂glicht somit den Ladevorgang. Das System ist auch bereits so weit fortgeschritten, dass es erkennt, wenn das Solarpanel neben dem Smartphone liegt.

Heller Lichtstrahl

So weit so gut. Das Problem ist nur, dass dieses System ja kaum praktikabel ist, denn wer will schon einen Lichtstrahl in seiner Wohnung? Das st√∂rt und k√∂nnte eventuell ein Grund sein, warum dieser Versuchsaufbau niemals das Labor verlassen wird. Was das Laden per Licht wieder praktikabel machen w√ľrde, w√§re die Verwendung eines Spektrums, welches f√ľr das menschliche Auge nicht sichtbar ist, zum Beispiel Infrarot. Nat√ľrlich m√ľsste auch die Solarzelle entsprechend angepasst werden, sodass sie in diesem Frequenzbereich arbeiten kann.

Ist es die M√ľhe √ľberhaupt wert?

Wie die Forscher in ihrer Arbeit anmerken kann ein ausreichend heller Lichtstrahl das Smartphone genauso schnell aufladen, wie eine Kabelverbindung. Damit kommt jetzt also eine weitere Möglichkeit nach Induktion und Steckdose dazu, welche zwar derzeit noch in den Kinderschuhen steckt, allerdings eine Menge Potential hat und deutlich bequemer ist als alle herkömmlichen Methoden.

Quelle: Microsoft (via: SlashGear)

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