Moto 360 (2015), ASUS ZenWatch 2 und Huawei Watch: Die neue Smartwatch-Generation greift an

Martin Reitbauer 4. September 2015 0 Kommentar(e)

2014 sollte eigentlich das Jahr der Smartwatches werden. Tatsächlich haben es die intelligenten Uhren auch ins Bewusstsein der breiten Masse geschafft, zu Verkaufsrennern wurden Moto 360, ASUS ZenWatch & Co. aber nicht. Ob es dieses Jahr nun besser läuft? Wir stellen die neuen Modelle von Motorola, ASUS und Huawei vor. 

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Beginnen wir zunächst mit der zweiten Generation der Moto 360: Die Moto 360 (2015), wie wir sie nennen, wird es diesmal in gleich drei Varianten geben. Zwei Herrenmodelle, die ein Gehäusedurchmesser von 46 und 42 mm besitzen. Außerdem noch ein Damenmodell mit 42 mm. Die Armbänder der beiden Herrenmodelle sind jeweils 22 beziehungsweise 20 mm breit, das Modell für die vernetzte Frau ist hingegen auf 16 mm schmale Uhrenarmbänder angewiesen. Erstmalig lassen sich außerdem nicht nur Uhrengehäuse und Armbänder dem individuellen Geschmack anpassen, sondern auch die Farbe der Lünetten. Die Design-Plattform Moto Maker dient hier als erste Anlaufstelle.

Auf technischer Ebene in den neuen 2015er Modellen der etwas altbackene TI OMAP 3-Prozessor durch einen modernen Snapdragon 400 Quad Core-Chip ersetzt worden, der mit 1,2 GHz taktet und von 512 MB RAM begleitet wird. Die Displays der beiden 42 mm-Varianten sind 1,37 Zoll groß und besitzen eine Auflösung von 360 x 325 Pixeln. Das 46 mm-Modell kommt hingegen auf einen 1,5-Zoll-Bildschirm und eine Auflösung in Höhe von 360 x 330 Pixel. Allen Varianten ist zudem wieder das sogenannte „Flat Tire“-Design gemein, das am unteren Bildschirmrand für einen kleinen schwarzen Balken verantwortlich sorgt. Die neuen Modelle verstehen sich zum ersten mal auch mit dem Apple iPhone.

Ab Ende September soll die Moto 360 (2015) zu Preisen ab 299 Euro in den Handel kommen.

ASUS ZenWatch 2: Smartwatch zum kleinen Preis

Wer es hingegen etwas günstiger mag (und wer mag das nicht?), der kann zur ASUS ZenWatch 2 greifen. Die wurde zwar eigentlich schon im Frühjahr auf der Computex vorgestellt, doch der taiwanische Hersteller schwieg sich noch über so manch wichtiges Detail aus. Auf der IFA 2015 hat ASUS aber nun die Katze – oder besser: die Uhr – aus dem Sack gelassen. Demnach wird es den zweiten Ableger der ZenWatch in zwei Varianten geben: eine 49 mm-Version mit 1,65 Zoll großen Display steht einem Modell mit 45 mm sowie 1,45 Zoll-Display gegenüber. Erstgenannte Variante dürfte wohl eher kräftigere Männer-Handgelenke schmücken, das kleinere Modell richtet sich dann schon an die Damenwelt.

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Technisch bieten die beiden ZenWatches aber die gleiche Ausstattung: ein Snapdragon 400 Quad Core-Chip, 512 MB RAM und 4 GB internem Speicher. Naturgemäß liegt die Auflösung mit 320 x 320 Pixeln beim größeren Modell etwas höher, auch der integrierte Akku ist mit 400 mAh üppiger. Zum Vergleich stehen 280 x 280 Pixel Auflösung und ein 300 mAh-Akku auf dem Datenblatt der 45 mm-Variante. Auch die ZenWatch 2 ist übrigens mit dem iPhone kompatibel.

In den Handel kommen die beiden ZenWatches im Oktober. Die Preise beginnen dann bei 169 Euro für das größere sowie 149 Euro für das kleinere Modell.

Huawei Watch: Der teure Schönling

Zu guter Letzt lohnt natürlich auch ein Blick auf die Huawei Watch, die zwar bereits auf dem MWC in Barcelona für Furore sorgte, von der bislang aber keine näheren Details bekannt waren. Das ändert das chinesische Unternehmen nun, denn laut Huawei kommt der smarte Handgelenk-Computer ab 23. September in den Handel.

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Auf Seite der Spezifikationen steht ein 1,4 Zoll großes und rundes AMOLED-Display, das mit 400 x 400 Pixeln auflöst. Im Inneren werkelt auch hier der bekannte Snapdragon 400 Vierkern-Prozessor mit 1,2 GHz, der von 512 MB begleitet wird. Die Kompatibilität zum iPhone ist ebenfalls gegeben. Der interne Speicher beläuft sich auf 4 GB.

Die schicke Optik der Huawei Watch lässt sich der Hersteller aber auch fürstlich bezahlen: Das günstigste Einsteigermodell mit schwarzem Lederarmband kostet bereits 399 Euro, während die Watch Elite mit goldenem Edelstahl-Gehäuse mit saftigen 799 Euro zu Buche schlägt – dazwischen gibt es jede Menge Abstufungen. Das sind Preise, die beinahe auf Apple Watch-Niveau liegen und es wird interessant zu sehen sein, ob sich die Huawei Watch damit am Markt wird durchsetzen können.

Quellen: GIGA (1), (2), (3)

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und ANDROID APPS sowie als Redakteur der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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