Moto X läuft mit Nano-SIM-Karten

Redaktion 1. August 2013 0 Kommentar(e)

Nach Monaten der Spekulationen wird Motorola am heutigen Tag endlich das Moto X der Öffentlichkeit vorstellen. Neusten Leaks zufolge soll das lang ersehnte Gerät eines der ersten Android-Smartphones sein, das Nano-SIM-Karten verwendet. 

Eine Zeit lang ging die Entwicklung von SIM-Karten und Mobiltelefonen Hand in Hand: beide wurden immer kleiner. Doch während unsere mobilen Begleiter seit dem Durchbruch von Smartphones sich wieder eindeutig in Richtung „bigger is better“ entwickeln und aktuelle Flaggschiffe mit Displays von fünf Zoll und mehr daherkommen, haben die SIM-Karten ihren Weg der Verkleinerung fortgesetzt.

Derzeit ist die Industrie dabei, die weit verbreiteten Micro-SIM-Karten durch kleinere Nano-SIM-Karten abzulösen. Eines der ersten Smartphones, was auf die 40 Prozent kleineren Nano-SIM-Karten gesetzt hat, war das iPhone 5 und es scheint, als würde es bald vom Moto X Gesellschaft bekommen. So berichten es zumindest die Kollegen von GSM Insider, denen ein Foto zugespielt worden ist, auf welchem ein Moto X samt passenden Nano-SIM-Kartenhalter zu sehen ist.

Grund der Spekulationen: Ein Moto X mitsamt einem Nano-SIM-Kartenhalter

Grund der Spekulationen: Ein Moto X mitsamt einem Nano-SIM-Kartenhalter

Dass ausgerechnet das Moto X jetzt eines der ersten Android-Smartphones sein wird, das auf den neuen Standard setzt, entbehrt dabei nicht einer gewissen Ironie. Denn es war ja kein Zufall, dass das iPhone 5 Vorreiter der Nano-SIM-Karten war. Der Vorschlag für die vierte Generation von SIM-Karten (4FF) stammte seinerzeit von Apple. Vor gut einem Jahr hat sich das Unternehmen aus Cupertino beim ETSI, dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen, gegen einen konkurrierenden Vorschlag von Nokia, Blackberry und eben auch Motorola durchgesetzt.

Der neue Standard hat sowohl seine Vor- als auch Nachteile. Einerseits ist er zwar Abwärtskompatibel zu bisherigen SIM-Karten und damit insgesamt günstiger zu implementieren. Allerdings behindert genau diese Abwärtskompatibilität auch die Entwicklung von ganz neuen und modernen Lösungen, wie es das Konsortium rund um Nokia, Blackberry und Motorola angestrebt hat. Als Kuriosum kann man hier die Rolle Apples ansehen, denn normalerweise hat das von Tim Cook  geführte Unternehmen sonst keine Probleme damit, alte Zöpfe abzuschneiden.

Interessant wird zudem sein, wie schnell der neue Standard Verbreitung finden wird. Zwar bieten einige Netzbetreiber den Wechsel zur kleineren Nano-SIM-Karten kostenlos an, andere kassieren hierfür aber saftige Gebühren. Inwieweit die potentiellen Kunden bereit sind, nochmal in die Tasche zu greifen, wird sich zeigen. Viele haben nämlich jetzt erst den Wechsel auf die Micro-SIM hinter sich.

Würdet ihr für ein Smartphone eurer Wahl auf Nano-SIM-Karten umsteigen, auch wenn ihr dafür wieder zahlen müsstet? Eure Meinungen in die Kommentare! 

Quelle: GSM Insider (via The Verge)

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