Neue Software lässt uns das Smartphone mit den Augen steuern

4. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Ein Team von internationalen Wissenschaftlern entwickelte Software, die unser Smartphone in ein Eye-Tracking-Gerät verwandelt.

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der University of Georgia und des Max-Planck-Instituts in Deutschland für Informatik haben eine App entwickelt, die erkennen kann, wo wir hinschauen. Und das auf einen Zentimeter genau. Damit ist es möglich, in Zukunft Software auf einem Mobilgeräte via Augenbewegungen zu bedienen. Die Forschung dient abgesehen davon noch dem Zweck, Anzeichen für beginnende neurologische oder psychische Erkrankungen des Anwenders frühzeitig zu erkennen. Insbesondere Schizophrenie und Gehirnerschütterungen sollten auf diese Weise in frühen Phasen diagnostiziert werden können, sind sich die Forscher einig.

Das MIT und weitere Wissenschaftler arbeiten an einem Eye-Tracking Modell, das uns das Smartphone bald mit den Augen bedienen lässt (Foto: MIT)

Das MIT und weitere Wissenschaftler arbeiten an einem Eye-Tracking Modell, das uns das Smartphone bald mit den Augen bedienen lässt (Foto: MIT)

App fürs iPhone

Im Moment gibt es die App nur für iOS. Sie heißt GazeCapture und dient vor allem der Ansammlung von Datenmaterial, das dann von den Wissenschaftlern ausgewertet werden kann. Bisher haben die Forscher die Werte von 1.500 Anwendern heranziehen können. Sollten es demnächst mal 10.000 Anwender sein, wird man die Genauigkeit des Eye-Trackings auf einen halben Zentimeter reduzieren können. Das heißt, die Software ist in der Lage zu erkennen, ob wir auf einen Punkt A auf dem Display blicken oder auf einen Punkt B, der nur einen halben Zentimeter von A entfernt ist.

Die Kamera erfasst im Übrigen das Gesicht des Smartphone-Besitzers und die Software berücksichtigt Faktoren wie die Position und die Drehrichtung des Kopfes und der Augen. So findet sie heraus auf welcher Stelle auf dem Bildschirm der Blick gerichtet ist.

Die Ergebnisse der Studie wurden auf der IEEE Conference on Computer Vision und Mustererkennung in Seattle erst vor kurzem vorgestellt.

Quelle: MIT News via nvidia Developer

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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