Oculus Rift: Verkaufsverbot in Deutschland erwirkt

Redaktion 3. Mai 2015 1 Kommentar(e)

Verkaufsverbot: Die deutsche Oculus OptikgerĂ€te GmbH hat am Landgericht Frankfurt ein Verkaufsverbot fĂŒr die Oculus Rift erwirkt. Damit darf die Oculus Rift bis auf weiteres eigentlich nicht in Deutschland verkauft werden – doch Oculus VR, das Unternehmen hinter der Virtual-Reality-Brille, hĂ€lt sich nicht an die richterliche Vorgabe. 

Auch interessant: Durchbruch dank Pornos? Mit Red Light Center 2 kommt bald ein Erotik-Spiel fĂŒr die VR-Brille Oculus Rift

oculus-rift-dk-2

Offenbar befĂŒchtet das deutsche Unternehmen einen Verwechslungsgefahr, da sich nicht nur die Namen gleichen, sondern sowohl die Oculus OptikgeĂ€rte GmbH als auch Oculus VR im weitesten Sinne auf dem selben GeschĂ€ftsfeld tĂ€tig sind: Brillen. Die einstweilige VerfĂŒgung wurde bereits im August 2014 erwirkt. Diese untersagt es Oculus VR, Produkte mit dem Namen Oculus auf den deutschen Markt zu bringen. „Es besteht Verwechslung im Sinne des §15 Abs. 2 MarkenG […] anhand der ZeichenĂ€hnlichkeit, der Kennzeichnungskraft des (Ă€lteren) Zeichens und der BranchennĂ€he“, so die Richter im Beschluss.

Entwicklerkits trotz Verkaufsverbots noch immer erhÀltlich

Bis dato hat die Oculus VR drei Produkte veröffentlicht: Die zusammen mit Samsung entwickelte Gear VR sowie die zwei Entwicklerkits zur Oculus Rift, DK1 und DK2. Lediglich die beiden letztgenannten tragen „Oculus“ in ihren Namen, weshalb sich das Verkaufsverbot wohl auch nur die Entwicklerkits bezieht.

Trotz des Verkaufsverbots, das bei Zuwiderhandlung eine Geldstrafe von bis 250.000 Euro oder ersatzweise Ordnungshaft von sechs Monaten vorsieht, sind die beiden Entwicklerkits aber weiterhin in Deutschland erhĂ€ltlich. Laut eigenen Angaben habe Oculus OptikgerĂ€te GmbH versucht, sich mit dem seit 2014 zu Facebook gehörenden Unternehmen gĂŒtlich zu einigen, dazu sei es aber aufgrund der „inakzeptablen Vorstellungen“ seitens Oculus VR nicht gekommen.

Wie realistisch ist eine Verwechslung?

Palmer Luckey, GrĂŒnder von Oculus VR, wusste bereits vor dem Start seiner VR-Brille von möglichen Namensproblemen mit der Oculus OptikgerĂ€te GmbH, hielt diese aber aufgrund der unterschiedlichen GeschĂ€ftsmodelle der beiden Unternehmen fĂŒr vernachlĂ€ssigbar. TatsĂ€chlich darf man sich an dieser Stelle die Frage stellen, wie realistisch eine Verwechslung zwischen Oculus OptikgerĂ€te GmbH und der Oculus VR am Ende wirklich ist? Das Unternehmen aus dem hessischen Wetzlar beliefert vor allem den Medizinsektor, wĂ€hrend Oculus VR mit seiner Virtual-Reality-Brille den Consumer Markt im Auge hat.

Ende des Jahres, so wird erwartet, wird Oculus VR die erste Endkunden-Version der Oculus Rift auf den Markt bringen. Es bleibt also spannend, ob die beiden Unternehmen bis dahin ihre Namensstreitigkeiten beiseite gelegt haben.

Was sagt ihr zum Namensstreit der beiden Unternehmen? 

Quelle: heise (via WinFuture)

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen