OxygenOS: Das ist das neue Betriebssystem von OnePlus

Redaktion 13. Februar 2015 0 Kommentar(e)

Ende einer Ehe: Der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus verrät erstmals Informationen zu seiner ROM-Eigenentwicklung, die auf dem OnePlus One CyanogenMod 11S ablösen soll. Der auf den Namen „OxygenOS“ getaufte Android-Fork wird mit einem naturbelassenen Android ohne Bloatware ausgeliefert und soll bereits nächsten Monat verfügbar sein. 

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oxygenos-team-foto

OxygenOS basiert auf Android 5.0 und soll auf dem OnePlus One, dem selbsternannten Flaggschiff-Killer des chinesischen Unternehmens, das bis dato eingesetzte CyanogenMod 11s ersetzen. Dies war nötig geworden, nachdem es zwischen OnePlus und Cyanogen Inc. aufgrund von Streitigkeiten über den Vertrieb in Indien zum Bruch gekommen war. Der Zeitrahmen ist durchaus anspruchsvoll, allerdings werkeln derzeit 50 Entwickler aus aller Welt an der ROM-Eigenentwicklung, sodass der Terminplan (hoffentlich) auch einzuhalten ist. Wenn OxygenOS dann im März verfügbar ist, können sich Nutzer des OnePlus One die alternative Firmware selbst auf ihr Smartphone flashen. Ein OTA-Update, also die drahtlose Auslieferung (Over-the-Air) über Mobilfunkprovider, wird es hingegen nicht geben.

Das angekündigte Update auf CyanogenMod 12s, das noch im Februar erscheinen soll, wird laut OnePlus aber noch ausgeliefert und in der Tat auch als OTA-Update verfügbar sein. Auch OxygenOS wird, ebenso wie schon CM11S, nicht komplett Open Source sein. Dieser Schritt ist notwendig, um die Verwendung von proprietären Treibern und Anwendungen zur ermöglichen. Der Quellcode des Kernels wird aber der veröffentlicht, sodass die rege Entwicklergemeinschaft auch eigene ROMs für das 5,5-Zoll-Smartphone basteln kann.

oxygenos-Bootanimation-1

Naturbelassenes Android

Auf eine eigene Benutzeroberfläche verzichtet OnePlus bei der Entwicklung von OxygonOS. Das Alternativ-ROM wird ein naturbelassenes Android bieten, ohne optische Anpassungen oder Bloatware, wie Nutzer es von TouchWiz oder Sense kennen. Eine eigene Kamera-App wird OxygonOS im ersten Release nicht mitbringen, sondern die Google Kamera verwenden. Die Entwicklung sei aber bereits in vollem Gange, sodass das ROM im zweiten Release eine eigene Kamera-App erhalten soll, sagen die Entwickler. Ob diese dann Lollipops Camera2-API nutzt, ist aber unklar. Zum Schluss veröffentlichten die Entwickler noch einen ersten Entwurf für die Boot-Animation des OxygenOS (zweites Bild). Dieser ist noch nicht final, sondern kann und wird sich nach dem Input der Community noch ändern. Wer also einen besseren Vorschlag oder eine Idee zur Verbesserung hat, sollte sich bei den Entwicklern melden.

Seid ihr schon gespannt auf das OxygenOS? 

Quelle: reddit, Steve Kondik@Google+ (via GIGA)

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