Samsung wird die Ursachen für das Note 7-Desaster erst Ende des Jahres bekanntgeben

28. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für Samsung wird die Ursachen für das Note 7-Desaster erst Ende des Jahres bekanntgeben Kommentar(e)

Ergebnis und Umsatz brechen ein, aber Samsung hat offenbar alle Zeit der Welt. Die genauen Ursachen für die Akku-Brände des Galaxy Note 7 werden wir wohl erst Ende 2016 erfahren, wenn nicht sogar erst im nächsten Jahr.

Laut einem Bericht von Reuters könnten die genauen Gründe bis Ende des Jahres vorliegen. Dies sagte jedenfalls eine Führungskraft namens Kim Hong-gyeong von Samsung SDI, dem Produzenten von Akkus. Er bestätigt auch, dass es sich um eine Schwachstelle in den Akkus gehandelt hat, dass aber die genaue Ursache nach wie vor analysiert wird. Samsung SDI nannte jedoch keinen genauen Termin für die Bekanntgabe der Ursachen.  Es hieß nur vage „later this year…“

Nachdem Samsung SDI nicht nur für das Note 7 Akkus produziert hatte, musste man die anderen Hersteller mit den Samsung-Akkus beschwichtigen. Die wäre mit Sicherheit vollkommen fehlerfrei, heißt es von einer weiteren SDI-Führungskraft.

Samsung sollte handeln

Allzu lange sollte sich Samsung mit der vollständigen Aufklärung nicht mehr Zeit lassen. Immerhin ist das Vertrauen vieler Käufer geschwunden und um es zurückzugewinnen, bedarf es einer raschen Aufklärung. Kein Kunde kann sich schließlich sicher sein, dass nicht auch in einer Tranche des kommenden S8 ein Akku verbaut ist, der leicht in Flammen aufgeht.

Bild 1: Das Note 7 Desaster sollte möglichst schnell analysiert werden, Samsung gibt sich aber nach wie vor bedeckt.

Das Note 7 Desaster sollte möglichst schnell analysiert werden, Samsung gibt sich aber nach wie vor bedeckt.

Und schließlich muss Samsung ja auch bemüht sein, wieder Ruhe einkehren zu lassen, auch was den Aktienkurs betrifft. Immerhin schwand der Gewinn im 3. Quartal deutlich. Und zwar um rund 30 Prozent. Da Samsung aber mehr kann als nur Handy herstellen, ist es immer noch ein Gewinn in Milliardenhöhe und dies alleine in einem Quartal. Genau sind es rund 4,2 Milliarden Euro, die im 3. Quartal übrigbleiben. Da hat man schon noch einen Polster. Aber das Vertrauen der Kunden kann selbst so einen Polster rasch kleiner machen.

Quelle: Reuters

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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