Schlauer als Siri: der neue digitale Assistent Viv

Hartmut Schumacher 15. Mai 2016 0 Kommentar(e)

Der sprachgesteuerte Assistent „Viv“ will dank künstlicher Intelligenz eine Bedienungsoberfläche für unsere gesamte digitale Umwelt bereitstellen.

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Dag Kittlaus, der Geschäftsführer von Viv Labs, war bereits an der Entwicklung des sprachgesteuerten Assistenten „Siri“ beteiligt. (Foto: Viv Labs)

Dag Kittlaus, der Geschäftsführer von Viv Labs, war bereits an der Entwicklung des sprachgesteuerten Assistenten „Siri“ beteiligt. (Foto: Viv Labs)

Auf der „TechCrunch Disrupt“-Konferenz in New York hat diese Woche das Unternehmen Viv Labs seinen neuen sprachgesteuerten Assistenten „Viv“ zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

Erwähnenswert daran sind drei Dinge: Die Köpfe hinter Viv – Dag Kittlaus, Adam Cheyer und Chris Brigham – waren bereits an der Entwicklung der bekannten Assistentin „Siri“ beteiligt, die seit 2011 auf dem iPhone ihren Dienst verrichtet.

Mehr als nur Wetterinfos

Zweitens ist Viv nicht einfach nur ein sprachgesteuerter Assistent, sondern eine Künstliche-Intelligenz-Plattform, die nach den Vorstellungen des Herstellers „eine intelligente Bedienungsoberfläche für alles bereitstellen“ soll – für Geräte, smarte Gegenstände und Dienstleistungen. Dag Kittlaus demonstrierte dies auf der Konferenz, indem er per Sprachsteuerung unter anderem komplexe Fragen über das Wetter stellte, Blumen liefern ließ, ein Hotelzimmer reservierte, ein Taxi bestellte und Geld an einen Freund überwies.

Dynamische Software-Erzeugung

Die Magie, die hinter Viv steckt, ist laut Kittlaus die „dynamische Software-Erzeugung“: Das System ist imstande, selbstständig Programme zu schreiben, die die per Sprachsteuerung empfangenen Aufgaben am besten erledigen können.

Auch andere Unternehmen haben in den letzten Jahren viel Geld in die Entwicklung von virtuellen Assistenten investiert – darunter Google, Apple, Microsoft, Facebook und Amazon. Zwei von ihnen (Google und Facebook) haben gerüchteweise bereits Angebote gemacht, um Viv aufzukaufen.

Quelle: Viv

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.