Testlabor: Touchscreen von Galaxy S3 ist genauer als der des iPhone 5S

Tam Hanna 28. Oktober 2013 0 Kommentar(e)

Seit einigen Wochen veröffentlichen diverse Unternehmen Benchmarks, die sich auf die Touchscreenqualität der diversen Handcomputer beziehen. Das iPhone gewann einen Reaktions-Geschwindigkeitstest, nun folgt eine Analyse der Genauigkeit.

Der finnische Automatisierungsexperte OptoFidelity hat im Rahmen eines Marketing-Gags einige aktuelle Smartphones mit einem „Klick-Roboter“ analysiert. Dabei handelt es sich um eine Art 3D-Drucker, der den Bildschirm der zu testenden Telefone an vorbestimmten Stellen mit einem Griffel antappt.

Als Resultat entstand die in der Abbildung gezeigte Punktwolke. Ein grüner Punkt bedeutet, dass das Telefon den Tapper in einem Radius von weniger als einem Millimeter korrekt zuordnen konnte. Rote Punkte verweisen auf größere Ungenauigkeiten:

Die Touchscreen-Genauigkeit des iPhones lässt zu Wünschen übrig (Bildquelle: GSMArena)

Die Touchscreen-Genauigkeit des iPhones lässt zu Wünschen übrig (Bildquelle: GSMArena)

Laut GSMArena ist die Lage insofern kritisch, da die Tasten am Rand des Bildschirms dadurch schwerer zu treffen sind. Auch dazu gibt es eine Abbildung mit weiteren Informationen:

Am Rand des Bildschirms liegende Tasten sind besonders stark betroffen (Bildquelle: GSMArena)

Am Rand des Bildschirms liegende Tasten sind besonders stark betroffen (Bildquelle: GSMArena)

Nach Meinung des Autors ist es fraglich, inwiefern diese Tests in der Praxis relevant sind. Die Genauigkeit des Bildschirms wird in der Praxis durch die Dicke des Fingers des Users beschränkt – beide hier getesteten Geräte werden normalerweise ohne Stift bedient, was das Anzielen von kleinen Widgets unmöglich macht.

Natürlich besteht besteht die Möglichkeit einer mathematischen Korrektur. Die ersten PalmOS-Handhelds verlangten von ihren Nutzern im Rahmen der Setup-Prozedur das Antappen von am Bildschirm eingeblendeten Zielen. Das System berechnete daraus einen „Driftwert“, der die Korrelation zwischen Tapp und Auswirkung ermöglichte.

Die damals immer wieder berichteten Probleme waren nur darauf zurückzuführen, dass die Kalibration mit nur drei Punkten arbeitet. Drittanbieter offerierten schon bald Programme, die bis zu 64 Testpunkte analysierten – die dadurch erreichbare Genauigkeit war phänomenal.

Zu guter Letzt ist fraglich, inwiefern die Daten wirklich brauchbar sind. Hätten Apple-User signifikante Probleme mit der Tastatur ihres Telefons, so wären die Medien voll von Berichten über die Problematik. Bisher ist dies nicht vorgekommen – es wäre vorstellbar, dass die Tastatur selbst eine Art Korrelation mitbringt.

Findet ihr aktuelle Touchscreens genau genug? Oder wünscht ihr euch manchmal die alten Digitizer von Palm und PocketPC zurück? Eure Meinung interessiert uns – hinterlasst uns doch ein Kommentar…

Quelle: Giga

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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