Thermochrome Fäden machen aus dem Stoff unserer Kleidung ein Display

9. Mai 2016 0 Kommentar(e)

Bildschirme, wohin das Auge blickt. Vor dem PC, auf dem Smartphone, auf dem Tablet und sonstwo. Aber doch nicht auf unserer Kleidung! Oh, doch!

Forscher an der UC Berkeley (University of California) haben eine neue Technologie entwickelt, die für die Bildschirme der Zukunft bedeutend sein könnte. Deswegen nämlich, weil sie es ermöglicht, dass wir den Stoff unserer Kleidung als Display verwenden.  Dies schafften die Forscher durch thermochrome Fäden, die einfach in ein Stück Stoff mitgewebt werden und in der Lage sind, ihre Farbe zu ändern, abhängig davon welche elektrische Spannung angelegt wird. Diese Technologie der „Dynamic Textile Displays“ wird übrigens Ebb genannt. Woher sich diese drei Buchstaben ableiten, wissen wir allerdings nicht.

Die thermochromen Fäden können die Farbe ändern (Foto: Youtube)

Die thermochromen Fäden können die Farbe ändern (Foto: Youtube)

Teamfarben auf dem Pulli

Praktisch: Du bist Bayern-Fan?  Beim nächsten Spiel änderst du die Farbe deiner Kleidung einfach in Rot-Blau.

Du möchtest das Spiel der Bayern sehen? Dann guckst du einfach auf deinen Pullover. Dort wird es angezeigt. Okay, dieses Szenario ist reine Utopie, denn im Moment scheitert die Umsetzung der Technologie noch daran, dass die Reaktionszeit sehr lange ist. Die Farben verblassen zu langsam. Im Laufe der nächsten Jahre wird es jedoch möglich sein, dass Stoffe Farbe so schnell ändern wie unsere TV-Displays. Dann werden wir zwar auch nicht das Bayern-Spiel auf unserem Pullover gucken, aber wir informieren uns zum Beispiel, wer gerade anruft. Und blenden ein Foto des Kontakts am Ärmel unserer Jacke ein.

Hier noch ein Video, das den Farbwechsel in den Fäden anschaulich demonstriert. Und hier ist zu erkennen, dass der Wechsel der Farben noch quälend langsam abläuft. Wir dürfen uns also noch auf ein paar Jahre Forschung einstellen, bis diese Displays serienreif sind.

Quelle: Digitaltrends

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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