Unabhängig von der Steckdose: Bald schon lädt eine heiße Kaffeetasse unser Smartphone

27. November 2015 0 Kommentar(e)

Ikea baut M√∂bel, in denen Qi-Ladestationen integriert sind, die kabelloses Laden etwa am K√ľchentisch erm√∂glichen. Zwei Studenten aus Ikeas Forschungslabor gehen noch einen Schritt weiter.

Ikea zeigt es vor: Wir legen unser Smartphone am K√ľchentisch ab und √ľber die integrierte Qi-Ladestation laden wir es wie von Zauberhand auf ‚Äď einfach durch Drauflegen.

Ikea forscht

Aber damit gibt sich Ikea noch lange nicht zufrieden. Im zum Konzern geh√∂renden Forschungslabor ‚ÄěSpace 10‚Äú wird weiter geforscht und inzwischen hatten die beiden Designstudenten Sergey Komardenkov aus Russland und Vihanga Gore aus Indien ein grandiose Konzeptstudie entwickelt: Sie m√∂chten Abw√§rme etwa von hei√üen Kaffeetassen oder von Notebooks verwenden, um damit zum Beispiel Smartphones zu laden, ganz ohne herk√∂mmlichen Strom. Diese Art der Energiegewinnung nennt man Thermoelektrizit√§t. Ein typisches Notebook verbraucht rund 40 Watt Strom und erzeugt fast eine √§quivalente Menge an W√§rme. Diese W√§rme m√ľsste man nutzen k√∂nnen zum Betrieb von Haushaltsger√§ten oder eben zum Laden von Handys. So die Idee.

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Wärme + Kälte = Elektrizität

In der Studie soll nun die Umsetzbarkeit gepr√ľft werden. Die beiden Studenten kombinierten daf√ľr die bereits eingesetzten Qi-Ladeger√§te mit einer hocheffizienten W√§rme-Strom-Kopplung. Tatsache ist: Viele unserer Ger√§te im Haushalt k√∂nnen sehr hei√ü werden, etwa Kochgeschirr, PCs, Spiele-Konsolen, uvm. Die Thermoelektrizit√§t f√§ngt ungenutzte W√§rme ein und wandelt sie in Strom um. Dabei handelt es sich um grundlegende Physik und eben die Tatsache, dass Temperaturunterschiede zwischen zwei Oberfl√§chen Strom erzeugen.

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Die beiden Studenten m√∂chten zwei unterschiedliche W√§rmequellen nutzen. Zun√§chst einmal Tischplatten, die die W√§rme von hei√üen Gegenst√§nden aufnimmt, die darauf abgestellt werden, etwa von einem hei√üen Topf Suppe oder einer hei√üen Pfanne. Aufgenommen wird die W√§rmeenergie √ľber sogenannte Heat Harvest-Pads, die in der Tischplatte eingelassen sind. Solche Pads k√∂nnte man aber auch unterhalb von anderen Ger√§ten platzieren, die W√§rme abgeben, etwa unter einem Receiver oder einem Notebook bzw. den entsprechenden Netzteilen.

Hier noch ein Video:

Quelle: Space 10

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch√§ftsf√ľhrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa√ü, dass er daf√ľr sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat√ľrlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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