Wie eine durch Salzwasser betriebene Lampe unser Smartphone aufladen kann

5. August 2015 0 Kommentar(e)

Was tun, wenn wir weit und breit keinen elektrischen Strom haben und auch kein Benzin für ein Strom-Aggregat? Wie zum Beispiel in weiten Teilen der Philippinen? Dann nehmen wir Wasser, Salz und zwei Metallstreifen, um  Strom zu erzeugen.

Und damit k├Ânnen wir nach dem Willen der beiden philippinischen Geschwistern Raphael und Aisa Mijeno auch unsere Handys aufladen. Allerdings haben die beiden ein noch viel gr├Â├čeres Ziel vor Augen ÔÇô sie m├Âchten mit dieser Methode ganze H├Ąuser mit Energie versorgen.

Lampen lassen sich bis zu 8 Stunden mit Strom betreiben (Foto: www.salt.ph)

Lampen lassen sich bis zu 8 Stunden mit Strom betreiben (Foto: www.salt.ph)

Keine Luftschl├Âsser

Und dass dies nicht blo├č Hirngespinste sind, wird belegt durch die Tatsache, dass die beiden Geschwister mit diesem Konzept den IdeaSpace Start-up Wettbewerb auf den Philippinen gewonnen haben.

Das Konzept ist recht einfach: Sie legen in eine Salzwasserl├Âsung zwei verschiedene Metalltypen in Streifen- bzw. Stabform. Dadurch werden Elektronen freigesetzt, die dann ├╝ber einen Draht von einem Metall zum anderen wandern und dabei Strom erzeugen, der wiederum die LEDs befeuert

Kein gro├čer Aufwand

Die Lampe der beiden liefert immerhin bis zu acht Stunden Strom, die Zutaten daf├╝r sind bescheiden: ein Beh├Ąlter mit Wasser und zwei Teel├Âffel Salz ÔÇô und eben zwei Metallst├Ąbe. ├ťbrigens: Diese m├╝ssen nur zweimal pro Jahr gewechselt werden.

Die Lampen sind generell sehr vielseitig einsetzbar. Menschen, die in D├Ârfern im Landesinneren wohnen, k├Ânnen hausgemachte Kochsalzl├Âsung verwenden, um die Lampen zu betreiben. Diejenigen, die in K├╝stenn├Ąhe wohnen, verwenden einfach Meerwasser.

Eigene Web-Seite

Inzwischen haben die beiden sogar ihr eigenes Unternehmen und werden unterst├╝tzt von Start-up-Gr├╝nderzentren aus Ostasien und Organisationen wie USAID. Die beiden haben auch schon eine eigene Web-Seite, auf der wir unter anderem nachlesen k├Ânnen, dass die Lampen auch ├╝ber einen USB-Port verf├╝gen, ├╝ber den Smartphones und andere USB-Ger├Ąte aufgeladen werden k├Ânnen. Und Smartphones sind auf den Philippinen oft ├╝berlebenswichtig, immerhin werden die Inseln unverh├Ąltnism├Ą├čig oft von Umweltkatastrophen heimgesucht. Da ist rasche Kommunikation unerl├Ąsslich.

Die Lampen verf├╝gen sogar ├╝ber einen USB-Port zum Aufladen von Smartphones (Foto: www.salt.ph)

Die Lampen verf├╝gen sogar ├╝ber einen USB-Port zum Aufladen von Smartphones (Foto: www.salt.ph)

Ein Prototyp f├╝r die Lampe sollte Ende des Jahres zur Verf├╝gung stehen.

Quelle: Upworthy

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch├Ąftsf├╝hrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa├č, dass er daf├╝r sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat├╝rlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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