Xiaomi-Smartphones sind mit Spionage-Software ausgestattet

Peter Mu├čler 9. M├Ąrz 2015 2 Kommentar(e)

Die chinesischen Hersteller a la OnePlus, Xiaomi und Co. haben es mittlerweile geschafft, sich auch hierzulande einen Namen zu machen. Vorwiegend steht vor allem Xiaomi als aufstrebendes Unternehmen in den Schlagzeilen. Doch jetzt gibt es auch Negativ-Presse f├╝r das noch junge Start Up. Allem Anschein nach sollen die Ger├Ąte des Herstellers mit einer Spionage-Software ausgestattet sein.

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Die Sicherheitsexperten von Bluebox haben sich mit der Firmware und den Anwendungen der Xiaomi-Smartphones besch├Ąftigt und sind dabei auf ein sehr ungew├Âhnliches Ph├Ąnomen gesto├čen. Das Mi4 ist mit einer Reihe von Apps und Prozessen ausgestattet, die als Google Apps zwar in Erscheinung treten, allerdings dazu gedacht sind den Nutzer auszuspionieren. Zugegeben, die Google Apps machen ja zu einem gro├čen Teil auch nichts anderes.

Wie der Test der Anwendungen dann herausgestellt hat, sind diese auf┬áalle Sicherheitsl├╝cken, die das Unternehmen gecheckt hat, anf├Ąllig gewesen. Zus├Ątzlich dazu, wurden alle mit einer f├╝r Xiaomi un├╝bliche Signatur versehen, wodurch der Eingriff eines Drittanbieters als sehr realistisch erscheint.

Verk├Ąufer hat Ger├Ąt modifiziert

Bluebox hat nat├╝rlich bei Xiaomi am Donnerstag nachgefragt und vorerst einmal keine R├╝ckmeldung erhalten. Entsprechend wurde nat├╝rlich der Bericht mit dem fatalen Resultat online gestellt. Gleich den darauffolgenden Tag hat sixh Xiaomis Vice President Hugo Barra zu Wort gemeldet und klargestellt, dass es sich bei dem Ger├Ąt um ein modifiziertes Mi4 handelt. Die Sicherheitsexperten haben das Ger├Ąt von einem chinesischen H├Ąndler gekauft, der sich vermutlich an der Software zu schaffen gemacht hat. Xiaomis Ger├Ąte werden in der Regel ausschlie├člich ├╝ber den eigenen Web-Shop bzw. einige Netzbetreiber verkauft.

Auf diese Nachricht hin hat sich Bluebox weiterhin skeptisch gezeigt und klargestellt, dass auch Ger├Ąte direkt von mi.com mit der Spionage-Software ausgestattet sein k├Ânnen. Aus diesem Grund hat der Hersteller jetzt eine Untersuchung angeordnet, welche zeigen soll ob die Ger├Ąte bereits ab Werk infiziert wurden.

Quelle: Bluebox

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Peter Mu├čler   Redakteur

Als ├ästhet besch├Ąftigt er sich gerne mit formsch├Ânen Ger├Ąten und ├ťberschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugeh├Ąuse. Als Redakteur f├╝r die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine ├ťberschrift alleine macht noch keinen Artikel.