YotaPhone: Marktstart für November geplant

Tam Hanna 14. September 2013 0 Kommentar(e)

ePaper-Displays sind im Bereich der eReader seit Jahren State of the Art. Sie sind in der Lage, Inhalte auch ohne kontinuierliche Stromversorgung anzuzeigen – beim eReader wird der Akku nur beim Umblättern belastet.

Chinesische Hersteller haben in der Vergangenheit immer wieder probiert, Geräte mit einem derartigen Bildschirm auf den Markt zu bringen. Leider scheiterten diese Experimente bisher an der systemimmanenten enormen Latenz der Anzeige – der Bildschirmaufbau ist für kontinuerlich angepasste Inhalte einfach zu langsam (siehe z.b. hier). Aus diesem Grund waren Kunden mit den Geräten alles andere als zufrieden, die Shanzai-Hütten sprachen „Sha Gua“ (chines. für Trottel) und stampften die Telefone baldigstmöglich wieder ein.

YOTA umgeht dieses Problem, indem das Telefon mit zwei Displays ausgestattet wird:

Das Yotaphone kommt mit einem LCD-Touch-Display vorne und mit einem E-Ink-Display hinten. (Foto Yota)

Das YotaPhone enthält zwei verschiedene Displays – das auf der Hinterseite befindliche ePaper-Display dient zum Anzeigen von Notifications (Foto Yota)

Seit der Vorstellung am Mobile World Congress hat YOTA die eine oder andere Änderung an der Haptik des Geräts vorgenommen. Unter dem ePaper-Bildschirm findet sich ab sofort ein Bereich, der Wischgesten entgegennimmt. Diese sind im eReader-Betrieb zum Umblättern der gerade angezeigten Seite vorgesehen – ist der Hauptbildschirm an, so ersetzen sie die Zurück- und Home-Tasten.

Aus technischer Sicht ist das Gerät alles andere als beeindruckend. Der zweikernige Snapdragpn S4 Pro rechnet mit 1.4 GhZ – ein Wert, der heute selbst von Telefonen der unteren Mittelklasse überboten wird. Auch die Displayauflösung (nur qHD) ist alles andere als hip. Immerhin ist der Arbeitsspeicher 2GB groß, der Speicherausbau ist immer 32GB (lies: die ehemals geplante 16GB-Variante geht den Weg alles Irdischen).

Fans der von Palm eingeführten TouchStone-Technik werden mit dem Telefon ebenfalls nicht froh. Die am MWC als Konzept vorgezeigte Version mit drahtlosem Laden kommt nicht auf den Markt – das YotaPhone wird stattdessen „auf die gute alte Art“ per Kabel mit Energie versorgt.

Ein Vorteil der vergleichsweise mageren Hardwareausstattung ist, dass das Telefon vergleichsweise stromsparend sein dürfte: die geringe Auflösung verursacht wenig Rechenlast, der eher simple Prozessor verbraucht kaum Energie.

Die Deutschland-Auslieferung des russischen Smartphones ist für November geplant. Als Preis wird derzeit 500 Euro avisiert – Veränderungen sowohl nach oben als auch nach unten behält sich der Hersteller vor.

Würdet ihr euch ein YotaPhone zulegen? Oder seit ihr mit eurem Galaxy SIV oder LG G2 mehr als zufrieden? Wir freuen uns über jeden Kommentar…

Quelle: Go2Android

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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