Zubehörteil ermöglicht Smartphones das Absetzen von Geruchsnoten

Tam Hanna 26. Oktober 2013 0 Kommentar(e)

Der Autor kennt eine durchaus sympathische Anwältin, deren Anwesenheit in der Kanzlei unverkennbar ist: ist das Mädi im Haus, so riecht der Laden nach Vodka. In Zukunft sollen japanische Smartphones eine ähnliche Funktion bekommen.

Ein an den Kopfhörerausgang andockendes Peripheriegerät soll eurem Handy das Absetzen von individuellen Duftnoten ermöglichen. Je nach übertragenem Signal emittiert die Kapsel sodann eine Duftnote. So wäre es möglich, dass ihr euch über eingehende E-Mails mit Kaffeegeruch informieren lasst. Die momentane Version unterstützt immer nur eine Duftnote gleichzeitig – es ist mit der vorliegenden Variante der Hardware also nicht machbar, Anrufe der nervenden Familie mit unangenehmen Gerüchen zu verbinden.

Da Gerüche nicht immer 100% zuverlässig wahrgenommen werden, enthält das Gadget eine RGB-LED. Diese blinkt beim Eintreten von interessanten Ereignissen auf – zur Auswahl der Farben steht eine kleine App zur Verfügung. Im Moment funktioniert diese nur unter iOS, der Hersteller möchte beim Launch aber auch Android unterstützen.

Die technische Implementierung der Spielerei ist vergleichsweise simpel. Das durch einen per MicroUSB aufladbaren Akku mit Strom versorgte Gerät wertet die über den Kopfhörerausgang eingehenden Informationen aus. Findet es einen Auslösebefehl, so aktiviert es die „Geruchskarte“. Diese hat sodann die Aufgabe, den Duftstoff per Ultraschall in der Umgebung zu verbreiten.

Die Geruchsinformationen finden sich auf einer kleinen Trägerplatine...

Die Geruchsinformationen finden sich auf einer kleinen Trägerplatine…

Das seit mehreren Jahren in Entwicklung befindliche Gadget soll in wenigen Tagen bei Amazon Japan erhältlich sein. Die Basisvariante kostet 35 US-Dollar, eine Geruchskarte mit 100 Ladungen wechselt um 5 Dollar den Besitzer. Lieferungen in die USA sind laut Engadget möglich, über andere Regionen der Welt schweigt sich der Anbieter aus.

Noch ist nicht bekannt, ob und wann das Produkt nach Europa kommt. Der japanische Handymarkt hat seit jeher die Eigenschaft, besonders seltsame Produkte ans Tageslicht zu bringen – nur die wenigsten davon schaffen den Sprung über den großen Teich. Hier ist der praktische Nutzen alles andere als klar: im Kopfhörerausgang steckende Hardware macht das Telefon unhandlich und stellt ein nicht unerhebliches Risiko für die Planare dar.

Sollte das Gadget je nach Europa kommen, hoffen wir auf eine Vodka-Duftkapsel, eventuell wären auch andere Rauchstoffe (Stichwort Spice) amüsant. Bis dahin freuen wir uns auf euer – hicks – Kommentar…

Quelle: Engadget

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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