Über den Einfluss von AdBlock Plus auf den Smartphonemarkt

Tam Hanna 8. Dezember 2012 1 Kommentar(e)

Wir haben euch AdBlock Plus – besser bekannt als der Schrecken aller Werbebanner – schon vor einigen Tagen vorgestellt. Für User ist es mit Sicherheit von Vorteil, ohne Werbung unterwegs zu sein…wie sich das auf die Entwickler auswirkt, ist nun Thema eines Artikels in den USA.Die Entwicklung von AdBlock begann schon im Jahre 2002. Das von Anfang an sehr populäre Framework entwickelte sich anfangs schleppend, der Durchbruch kam erst durch neue Entwickler im Jahre 2006.

AdBlock wirkt sich auf den Handcomputermarkt aus.

Da die Mehrheit der Werbungen unter Android nicht als Banner in Webseiten sondern in der Form von In-App-Ads erscheint, gingen die Entwickler hier einen anderen Weg. AdBlock tritt als Proxyserver auf – die technische Implementierung ist hier jedoch nicht Thema.

Die Vorteile für den User sind logisch: beim Verwenden des Programms wird er nicht mehr durch blinkende Werbebanner gestört. Auch sinkt der Datenverbrauch, was insbesondere beim Roaming bares Geld spart – hier gibt es allerdings einen Bug, von dem wir hier berichten. Zu guter Letzt war die Mehrheit der Spionageskandale die Schuld von Werbenetzwerken – wenn das eigene Telefon nicht mehr mit deren Servern kommuniziert, kommen keine Daten abhanden.

Ein interessantes Detail: laut einer Studie des Herstellers sind nur 25% der User an einem kompletten Ausfiltern aller Werbung interessiert. Die Mehrheit – also rund 75% – haben mit Bannern kein Problem, solange diese nicht lästig, spionierend oder malwareverteilend sind.

Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass es – ausreichende Verteilung des Werbeblockers vorausgesetzt – nicht nur zum vom Desktop bekannten „Arms Race“ zwischen Werbenetzen und Blockeranbietern kommt.

Stattdessen ist es denkbar, dass die Netzwerke ihre Anzeigen „reduzieren“ und/oder für die Enduser verträglicher machen. Der langfristige Effekt lästiger Banner ist gering – wenn sich alle daran halten, und kein Unternehmen aus der Reihe ausschert. Leider gab es bisher keine Instanz, die die „Fairness“ der einzelnen Werbekunden überwacht – die Gefahr eines zentralen Filters könnte an dieser Stelle hilfreich sein.

Alternativ ist es auch möglich, dass bezahlte Apps eine Renaissance erleben. In den Zeiten der klassischen PDAs gab es so gut wie keine kostenlosen Programme – diese Sitte wurde erst von Apple eingeführt.

Kurz gesagt: dem Mobilcomputermarkt stehen signifikante Änderungen bevor. Wir halten euch auf jeden Fall am Laufenden – wenn ihr uns eure Meinung mitteilen wollt, freuen wir euch über jedes Kommentar.

Quelle: DigitalTrends

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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