Unfassbar: Mobiler Prozessor mit 51 Ghz und 64 Prozessorkernen

1. Oktober 2012 3 Kommentar(e)

Bei mobilen Prozessoren beeindrucken uns Werte wie 1 GHz und Dual-Core längst nicht mehr. Inzwischen haben wir uns an 1,5 GHz und Quad-Core gewöhnt. Das ist jedenfalls der aktuelle Stand der Technik.

Doch ein bei uns kaum bekanntes Unternehmen namens Adapteva gibt sich damit noch lange nicht zufrieden. Es hat ganz andere Pläne: Einen 64-Kern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 51 GHz. Kein Scherz!

Multicore Technologie-Vergleich (Bild: Adapteva)

Wann kommt der 64-Kern-Prozessor?

Jeder, der ein wenig Ahnung von Chip-Technologie hat, weiß, dass solch ein Chip nicht morgen auf den Markt kommen wird. Da gibt es noch viele Hürden zu meistern: Erstens wer kann sich so einen Chip leisten? Im Moment kostet er mehr als ein Auto. Zweitens, wie lange würde so ein Chip mit der heutigen Akku-Technologie mit Strom versorgt werden können? Sind es Minuten oder gar nur Sekunden?

Die Epiphany genannte Multicore-Architektur von Adapteva (Bild: Adapteva)

Aber Adapteva lässt sich von solchen Unwägbarkeiten offensichtlich nicht unterkriegen und hat das Parallella-Projekt ins Leben gerufen. Die Finanzierung soll über Kickstarter erfolgen. Das erste Ziel sind 750.000 Dollar. Mit diesem Betrag könnte man in die Produktion von ca. 100 Dollar teuren 16-Kern-CPUs starten. Und sollte das Projekt ein großer Erfolg werden und gar 3 Millionen US-Dollar eingesammelt werden, dann würde man sich über die Herstellung von 64-Kern-Prozessoren wagen, von denen jeder letztendlich für 199 US-Dollar zu haben sein müsste.

Das alles ist noch Zukunftsvision, aber das Unternehmen hat auch schon eine Roadmap aufgestellt. Das Projekt ist jedenfalls sehr ehrgeizig.

Das ehrgeizige Ziel von Adapteva (Bild: Adapteva)

Quelle: Adapteva

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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