Video: So gefährlich sind Handys im Straßenverkehr

Hartmut Schumacher 28. August 2016 0 Kommentar(e)

Zwei Drittel der Autofahrer und Fußgänger benutzen ihr Smartphone im Straßenverkehr. Ein 360-Grad-Video zeigt die fatalen Folgen.

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(Foto: AXA Konzern AG)

(Foto: AXA Konzern AG)

Wir alle wissen es, aber man kann es gar nicht oft genug erwähnen: Handys im Straßenverkehr sind gefährlich. Dennoch nutzen laut einer aktuellen Studie der Stiftung für Prävention der AXA Winterthur etwa zwei Drittel der Autofahrer und Fußgänger in Deutschland und der Schweiz ihr Smartphone, während sie sich im Straßenverkehr befinden.

Bettina Zahnd, Leiterin der Abteilung Unfallforschung & Prävention der AXA Winterthur, beschreibt anschaulich die Gefahr, die dadurch entsteht: „Richtet man bei einer Autofahrt mit Tempo 50 den Blick nur zwei Sekunden auf sein Smartphone-Display, befindet man sich 28 Meter im Blindflug.“

Unfallauslöser: Telefonate und WhatsApp-Nachrichten

Am häufigsten verwenden die Autofahrer nach der Studie ihr Handy zum Telefonieren oder zum Navigieren. Aber auch zum Lesen und Verfassen von SMS- und WhatsApp-Nachrichten.

Laut offiziellen Statistiken lassen sich in der Schweiz etwa 21 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden auf Ablenkung und Unaufmerksamkeit zurückführen. Bettina Zahnd: „Wir gehen davon aus, dass die Nutzung von Smartphones dabei eine Rolle spielt. Zudem rechnen wir mit einer großen Dunkelziffer, da Unfallursachen nicht immer genau eruiert werden können. So kann auch das Missachten der Vorfahrt eine Folge von Ablenkung sein.“

Abschreckendes 360-Grad-Video

Quasi als Abschreckung hat die Stiftung, die zum Versicherungskonzern Axa gehört, ein 360-Grad-Video veröffentlicht, das im Rahmen eines Crash-Tests zeigt, wie es sich auswirkt, wenn auf der Autobahn ein plötzlicher Stau entsteht und ein abgelenkter Autofahrer mit 60 Stundenkilometern in die Kolonne der stehenden Fahrzeuge hineinrast.

Quelle: AXA Konzern AG

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.