Handy Flatrate – was soll man beim Wechsel berücksichtigen

3. Mai 2013 2 Kommentar(e)

Spätestens mit dem Smartphone wird die Handy-Flatrate quasi zur Pflicht, denn neben den Kosten für das Telefonieren und Verschicken von SMS fallen hier fast unweigerlich auch solche für Datenpakete (mobiles Surfen) an. 

Manch ein Smartphone hält sogar ununterbrochen eine Datenverbindung zum Provider online – wer hier auf eine Flatrate verzichtet, erlebt mit der nächsten Rechnung nicht selten eine böse Überraschung. Der Markt ist jedoch hart umkämpft und die Konditionen der unterschiedlichen Anbieter und Vertragsmodelle ändern sich fast monatlich. Wer einen neuen Vertrag abschließt oder zu einem anderen Anbieter oder Tarif wechseln möchte, ist gut beraten, vorab Vergleiche anzustellen. Doch worin unterscheiden sich die verschiedensten Flatrates eigentlich?

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Auf diese Merkmale sollte man beim Tarifwechsel achten

Flatrates unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt in erster Linie danach, was sie konkret an inklusiv Leistungen umfassen. Unterschieden wird in:

Festnetz-Flatrates (umfasst Gespräche ins deutsche Festnetz)
Anbieter-Flatrates (umfasst Gespräche an Handys vom gleichen Provider)
Handy-Flatrates (umfasst alle Handynetze)
SMS-Flatrates (umfasst den Versand von SMS innerhalb Deutschlands)
Daten-Flatrate (umfasst Empfang und Versand von Datenpaketen)
Kombi-Flatrates (zwei oder mehr Flatrates in einer)

Die Wahl der Flatrate orientiert sich natürlich am eigenen Telefonverhalten. Wer sein Handy überwiegend für den SMS-Versand nutzt, ist mit einer SMS-Flatrate sicher besser beraten als mit einer Festnetz-Flat. Wer unterwegs viel surft, Messenger verwendet oder sein Handy als Navi-Ersatz, der sollte indes zu einer Datenflat greifen. Für die meisten sind Kombi-Flatrates jedoch die erste Wahl, der Preis ist dabei aber nicht immer maßgeblich, insbesondere bei den Daten-Flatrates.

Worauf muss ich bei der Wahl meiner Flatrate achten?

Speziell bei den Daten-Flatrates gibt es gravierende Unterschiede, denn hier sind „echte“ Flatrates selten. Meist umfassen Datenflats nur ein bestimmtes Download-Volumen. Wird dieses überschritten, drosselt der Anbieter entweder die Verbindungsgeschwindigkeit oder es kommen Extrakosten auf einen zu. Zu den günstigsten Anbietern für alle, die nur wenig Datenvolumen benötigen, zählen hier derzeit Deutschlandsim und Lidl-Mobile, auch wenn man kategorisch keinen Anbieter dauerhaft als den richtigen nennen kann, da die Tarifmodelle einem ständigen Wandel unterliegen und sich dem Markt anpassen. Beide Anbieter sind im O2-Netz beheimatet. O2 bietet auch die breiteste Auswahl an Tarifen, stärkster Konkurrent ist Vodafone, gefolgt von E-Plus. Auch bei den SMS-Flatrates sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht nur ein bestimmtes Kontingent an SMS pro Monat umfasst, sondern vollumfänglich ausfällt.

Mehr Flexibilität ohne Anbieterbindung

Wer im Tarifdschungel stets die günstigste Flatrate haben möchte, sollte keinen Laufzeitvertrag eingehen. Zwar sind Laufzeitverträge, die meist über 12 oder 24 Monate abgeschlossen werden, in ihrer monatlichen Grundgebühr um ein Vielfaches günstiger, beim Tarifwechsel ist man allerdings auf die Angebote des eigenen Providers beschränkt. Die Alternative zum Vertrag ohne feste Laufzeit kann auch eine Prepaid-Lösung sein. Hier ist ein Tarifwechsel innerhalb des eigenen Anbieters meist online oder per SMS-Code möglich und man hat volle Kostenkontrolle, allerdings sind die Konditionen häufig auch nicht so gut wie beim Vertrag. Vorteil: Man kann jederzeit kündigen/wechseln und beim Kauf einer Prepaid-Sim ist die Flatrate für den ersten Monat meist sogar inklusive. Wer seine Rufnummer mitnehmen möchte, kommt allerdings um einen Vertrag nicht herum. Ähnlich verhält es sich beim Roaming: Wer viel im Ausland unterwegs ist sollte auch hier eine Flatrate in Anspruch nehmen, die bei den meisten Verträgen aber auch problemlos und über kurze Zeit hinzugebucht werden können. Beachtet werden sollte in jedem Fall, dass jede Flatrate (auch Datenflat) nur im deutschen Netz gilt.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Grundsätzlich kann man sagen, dass die beste Flatrate immer die ist, die nichts unnötig umfasst. Wer kategorisch nicht vom Handy ins Festnetz telefoniert, benötigt folglich auch keine Festnetz-Flatrate und die Preise für Einzelverbindungen sind demnach auch eher irrelevant. Gleiches gilt für alle, die kaum SMS schreiben sondern bspw. auf WhatsApp ausweichen. Hier reicht meist eine Datenflat. Einige Anbieter (bspw. O2) bieten zusätzlich zur Handynummer auch eine (virtuelle) Festnetznummer und/oder eine Homezone an. Wer kein eigenes Festnetz hat ist damit gut bedient, Verbindungspreise auf diese Nummer werden wie eine Festnetzverbindung abgerechnet (es greift also auch die Festnetzflatrate des Anrufers). Allerdings ist hier ein Vertragsabschluss nötig. Auf alle Fälle lohnt sich vor dem Kauf ein Vergleich, da je nach Leistungsumfang die Grundpreise zwischen 39,99 Euro für sog. Allnet Flats bis hin zu wenigen Euros für bspw. kleine Paket-Flatrates variieren. Einige wenige Flats können noch teurer werden, im Schnitt geht man derzeit aber von 19,99 Euro aus.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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