Shark Dash (Spiel der Woche)

27. Juni 2012 0 Kommentar(e)
Shark Dash (Spiel der Woche) Androidmag.de 4 4 Sterne

Angry Birds im Badezimmer – mit Haien und Enten. (€ 0,79).

Ballistikbasierte Spiele sind per se nichts Neues. Denn schon unter Windows 3.1 durfte man im Klassiker „Bang! Bang!“ kräftig durch die Landschaft ballern. Der enorme Erfolg von Rovio’s „Angry Birds“ brachte das im Lauf der Zeit etwas in Vergessenheit geratene Spielkonzept wieder ins Gespräch. Das traditionsreiche Entwicklungsstudio Gameloft will sich mit „Shark Dash“ ein Stück vom Kuchen abschneiden – die Frage ist, ob das anbetracht der übermächtigen Konkurrenz von „Angry Birds“ und Co gelingt.

Die heimische Badewanne wird in Shark Dash zur unblutigen Kampfarena – und das trotz eines Haies als Hauptdarsteller.

Worum geht’s da überhaupt?

Die Idee von Shark Dash ist entzückend: Ein oder mehrere französischsprachige Haie sind in einem Plantschbecken gefangen. An sich fühlen sie sich dort sogar sehr wohl – gäbe es nicht eine Horde von lästigen und unmanierlichen Quietschenten, die den armen Raubfischen durch Spotten und Furzen (!!!) tierisch auf die Socken gehen.

Die Aufgabe des Spielers besteht darin, den Enten Respekt beizubringen. Das geht – Hai ist eben Hai – am besten, indem man die Viecher kräftig in den Bürzel beißt.

Was auf den ersten Blick simpel wirkt, ist – insbesondere in den höheren Levels – gar nicht so einfach. Die gelben Quälgeister verstecken sich nämlich hinter diversen Gegenständen, die erst aus dem Weg geräumt sein wollen.

Schon ab Level 2 bekommt man es zum Beispiel mit Schwämmen zu tun, die bei Kontakt die an sich streng ballistische Flugbahn des Hais verändern. In späteren Missionen trifft man auf beschleunigende Vortexe, im Wasser zerfallende Quader aus Badesalz und sogar auf Minen. Berührt man eine solche, ist das Spiel sofort vorbei.

Aus diesem Grund ist es oftmals ratsam, das Auslösen der Minen an von einem Hai „angestupste“ Bälle oder sonstige Objekte zu delegieren – der Tutorialkasten zeigt einige interessante Beispiele.

Von Zeit zu Zeit greifen die Haie auch im Doppelteam an.

Eile mit Weile

Bevor man sich ans fröhliche Knobeln macht, sollte man ein wenig über die Spielumgebung nachdenken. Alle vier Welten spielen nämlich in nicht überdachten Badewannen. Ein nicht ausreichend durchdachter Sprung – und der Hai fliegt aus der Arena und ist exitus.

Mindestens ebenso wichtig ist es, nicht zufällig auf einem über dem Wasser liegenden Teil des Terrains liegen zu bleiben. Anders als Enten haben Haie nämlich Kiemen – ohne Wasser sieht selbst der bösartigste Hai schnell alt aus.

Und als ob das alles noch nicht genug wäre, tickt der Rundenzähler im Hintergrund unerbittlich mit. Ist die maximal erlaubte Rundenzahl verbraucht, zieht „da Man“ den Stöpsel aus dem Schwimmbecken – mit für den Hai tödlichen Konsequenzen.

Wie bei den meisten Gameloft-Spielen gibt es auch bei Shark Dash die Möglichkeit, sich über In-App-Käufe einen Vorteil zu verschaffen.

Technisches

Wir testeten „Shark Dash“ auf einem Samsung Galaxy SII. Während der Erstellung dieser Rezension kam es zu keinen Abstürzen, Hängern oder sonstigen Merkwürdigkeiten. Aus technischer Sicht ist hier alles in bester Ordnung. Die im Comicstil gehaltene Grafik überzeugt hier voll und ganz – „lustige“ Spielkonzepte profitieren erfahrungsgemäß nicht wirklich von hochrealistischer Grafik. Auch über die Hintergrundmusik kann man sich nicht beklagen.

Aber: Dieses Spiel wäre kein GameLoft-Produkt, wenn es nicht an irgendeiner Stelle mit In-App-Purchases nerven würde! Aufgrund des Kaufpreises von rund einem US-Dollar übt sich der Hersteller allerdings in Zurückhaltung – weiteres Geld muss man nur dann ausgeben, wenn man einzelne Levels überspringen will. Das automatische Aktivieren (ohne Freispielen) aller Levels kostet 7.99 Euro. Wenn man den einen Euro für den Download dazurechnet, ist man schnell im von traditionellen Handcomputersystemen bekannten Preisbereich.

Fazit

„Shark Dash“ ist 100% unblutig, trieft aber geradezu vor bissigem schwarzem Humor. Die trickreich arrangierten Levels präsentieren die eine oder andere Kopfnuss, an deren Lösung man mitunter mehr als nur fünf Minuten grübelt. Furzende Enten, ein Gummihai und jede Menge physikalisch korrekter Knobelspaß – was will man mehr?

Video-Review

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  • Schöne, im Comicstil gehaltene Grafik
  • Einfaches und eingängiges Spielprinzip
  • Vielfältige Missionsauswahl
  • Manche Levels sind fast unlösbar
  • Level-Skip ist extrem teuer
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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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