Bluetooth Kopfhörer im Vergleich: Das sind die Besten

Martin Reitbauer 26. Juli 2015 0 Kommentar(e)

Wer unterwegs Musik genießen möchte, ohne sich in Kabeln zu verheddern, muss zu Bluetooth-­Stereo-Headsets greifen. Wir haben sieben Modelle unterschiedlicher Bauart fĂŒr Sie getestet.

 

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Musik, Videos, Podcasts, HörbĂŒcher – was immer das Smartphone an Audio-Medien ausspuckt, mit Kopfhörern klingt es besser als ĂŒber den blechern quĂ€kenden Handy-Lautsprecher. Aber unterwegs sind Kabel hinderlich und in den eigenen vier WĂ€nden will man nicht das Handy mit sich herumtragen.

Bluetooth-Stereo-Headsets schaffen Abhilfe. Das gekoppelte Smartphone oder Tablet kann in der Handtasche oder am KĂŒchentisch liegen bleiben, bis zu 10 Meter kann sich der Nutzer mit dem Kopfhörer davon entfernen. FĂŒr die erste Koppelung (das „Paaren“) mit dem Smartphone mĂŒssen Sie unter UmstĂ€nden die Betriebsanleitung des Headsets zu Rate ziehen. Von da an verbindet sich das GerĂ€t aber gleich nach dem Einschalten automatisch mit dem Smartphone oder Tablet. Übrigens: Mit allen Headsets in unserem Test lĂ€sst sich auch telefonieren. Das gekoppelte Handy kann liegen bleiben, ein Mikrofon im Headset zeichnet das Gesprochene auf und unser GegenĂŒber können wir auf beiden Ohren hören. Die SprachqualitĂ€t ist jedoch durchweg schlechter als direkt ĂŒbers Handy.

Ein Nachteil von Bluetooth-Headsets gegenĂŒber kabelgebundenen Kopfhörern ist die Tatsache, dass diese regelmĂ€ĂŸig aufgeladen werden mĂŒssen. Die Nutzungszeit schwankt je nach GerĂ€t zwischen 4 und 20 Stunden. Immerhin werden aber fast alle Headsets ĂŒber Micro-USB geladen, zumindest Android- und Windows-Phone-Nutzer können unterwegs also das Handy-Ladekabel nutzen.

Verschiedene Bauarten

Im Groben lassen sich drei Bauarten unterscheiden: In-Ear-Headsets mit flexiblem Kabel, In-Ear-GerĂ€te mit NackenbĂŒgel und solche mit klassischer Kopfhörer-Form, bei denen die Hörmuscheln am Ohr aufliegen oder es von außen umschließen. Ein Sonderling ist das Plantronics BackBeat Go 2­: Es besteht aus einem kleinen Clip, der am Kragen oder an der Hemdtasche befestigt wird und an den jeder beliebige Kopfhörer mit 3,5 mm-Klinkenstecker angeschlossen werden kann.

 

In-Ear

UnauffĂ€llig, leicht verstaubar, geringes Gewicht: In Ear-Headsets eignen sich vor allem fĂŒr die klassischen Musikgenießer in U-Bahn, Zug oder Bus, verschwinden die Teile doch nach Gebrauch einfach wieder in der Hosentasche.

 

Plantronics

Plantronics – BackBeat GO 2

Ein in optischer Hinsicht klassisch gehaltenes Modell, das dank der insgesamt drei mitgelieferten Ohrstöpsel und des geringen Gewichts perfekt in jedem Ohr sitzt. Bedient wird das GO 2-Headset ĂŒber eine kleine Steuereinheit am Kabel, die allerdings nicht mittig platziert ist, was die Bedienung mitunter umstĂ€ndlich macht. Der Sound hingegen bietet wenig Anlass zur Kritik, in Anbetracht der GrĂ¶ĂŸe holt der Hersteller alles aus den Ohrhörern heraus. Die BĂ€sse sind angenehm, die Höhen klingen allerdings etwas blechern, zudem ist das Kabel recht berĂŒhrungsempfindlich. Praktisch hingegen: Werden die Tasten der Steuereinheit bedient, wird der Nutzer mit einer akustischen RĂŒckmeldung versorgt.

Preis: Euro 61,-
Empfindlichkeit: 104 dB/mW
Akkulaufzeit: ca. 4 Stunden
Besonderheit: 2 Farbvarianten, Tasche enthalten

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Jabra

 

Jabra – Play

Hersteller Jabra bietet mit dem Modell „Play“ eine etwas umstĂ€ndliche Lösung: Die Bluetooth-Verbindungseinheit sitzt in einem eigenen Bauteil, das am Körper befestigt werden muss und zugleich als zentrale Steuereinheit dient. An diese Steuereinheit werden dann die In Ear-Ohrknöpfe angeschlossen, Das System funktioniert dementsprechend auch mit Kopfhörern anderer Hersteller. Der Vorteil: Je nach KabellĂ€nge kann der Nutzer die Steuereinheit relativ frei am Körper anbringen. Der Nachteil: Das lĂ€stige Kabel bleibt, anders als bei den Konkurrenzprodukten dieser Kategorie. Die TonqualitĂ€t ist nicht berauschend: BĂ€sse sind kaum spĂŒrbar, das Klangbild ist uninspiriert und blechern.

Preis: Euro 32,49
Akkulaufzeit: ca. 5 Stunden
Besonderheit: Steuereinheit mit allen Kopfhörern verwendbar

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Plantronics – BackBeat Fit

Die futuristisch anmutenden „BackBeat Fit“ von Plantronics dĂŒrften optisch zwar nicht jedermanns Geschmack entsprechen, ĂŒberzeugen dafĂŒr aber mit – angesichts der geringen GrĂ¶ĂŸe – sattem Sound und durchdachten Extras: An der Außenseite der Hörmuscheln sind Tasten fĂŒr Pause und Play untergebracht, Anrufe können ĂŒber einen eigenen Button entgegengenommen werden. ErwĂ€hnenswert ist auch das Material: Der Hersteller setzt auf eine Art Gummi, der sich im Test nicht nur als Ă€ußerst robust erwies, das Material ist zudem recht leicht – was dem Tragekomfort stark entgegen kommt. Und nicht zuletzt kann das Headset dadurch auch problemlos beim Sport getragen werden.

Preis: Euro 95,-
Empfindlichkeit: 105 dB/mW
Akkulaufzeit: ca. 7 Stunden
Besonderheit: erfekt fĂŒr Sportler, leicht, Zubehörtasche enthalten

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BĂŒgel

Die auffĂ€lligere Variante: Klassische BĂŒgelheadsets erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, stehen die Modelle doch fĂŒr satten Sound, coole Extras und zeitlosen Style. Vor allem bei SchĂŒlern und Studenten beliebt.

 

Teufel

Teufel – Airy

Das drahtlose Headset „Airy“ des Berliner
Herstellers Teufel ist in Sachen Design minimalistisch gehalten und in verschiedenen Farben erhĂ€ltlich. Die Hörmuscheln liegen auf dem Ohr auf und liefern satte BĂ€sse. Dank der Bauform wird der Nutzer beim Tragen von UmgebungsgerĂ€uschen abgeschirmt. An der rechten Seite des Kopfhörers befinden sich Bedienelemente, mit denen Sie die Wiedergabe pausieren oder zum nĂ€chsten MusikstĂŒck schalten können. Auch die LautstĂ€rke lĂ€sst sich hier regeln. Die beim Musikhören erzielbare Laufzeit ist mit rund 20 Stunden pro Akkuladung sehr lange. Das verbaute Mikrofon liefert dem GegenĂŒber beim Telefonieren leider nur sehr leisen Ton.

Preis: Euro 149,99
Empfindlichkeit: 104 dB/mW
Akkulaufzeit: ca. 20 Stunden
Besonderheit: NFC, mehrere Farbvarianten, optionale Verbindung ĂŒber Kabel, Tasche enthalten

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Philips

 

Philips – SHB7000

Gewohnt gute Philips-QualitĂ€t: Das SHB7000 ĂŒberzeugt mit recht basslastigem Sound, der mitunter allerdings etwas dumpf daherkommt. Dank der großen, gepolsterten Ohrmuscheln dringt – vor allem bei höheren LautstĂ€rken – kaum mehr LĂ€rm von außen an den Nutzer heran, wenngleich nicht alle StörgerĂ€usche gĂ€nzlich abgeschottet werden können. Insgesamt ist das Klangbild recht ausgewogen, lediglich bei den Höhen kommt es ĂŒber Bluetooth von Zeit zu Zeit zu etwas unsauberen Wiedergaben. Das SHB7000 klingt dann ein wenig blechern – das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Die Verarbeitung ist einwandfrei, praktisch sind zudem die seitlich integrierten Tasten.

Preis: Euro 50,-
Empfindlichkeit: 103 dB/mW
Akkulaufzeit: ca. 9 Stunden
Besonderheit: große Hörmuschel, optionale Verbindung ĂŒber Kabel

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Jabra – Revo Wireless

Das teuerste Headset im Test kommt mit einigen Extras: Neben einer NFC-Funktion zur raschen Verbindung gefĂ€llt auch die eigens bereitgestellte, von Dolby mitgestaltete App: Damit lĂ€sst sich der Klang feiner anpassen, notwendig dafĂŒr ist ein Code, den KĂ€ufer mit dem Kauf des Jabra Revo Wireless erhalten. Aber auch ohne dieses Feintuning ist das Klangbild einwandfrei: Vor allem bei elektronischer Musik spielt das Headset seine StĂ€rken aus, BĂ€sse klingen satt, die Tiefen sauber. Nur bei hoher LautstĂ€rke und extremen Höhen ist das Klangbild etwas verzerrt. ErwĂ€hnenswert ist auch die Bedienung: Ein in der rechten Ohrmuschel untergebrachtes Bedienfeld reagiert auf BerĂŒhrungen, das ist praktisch und cool zugleich.

Preis: Euro 145,-
Akkulaufzeit: ca. 12 Stunden
Besonderheit: NFC, optionale Verbindung ĂŒber Kabel, Touch-Bedienfeld, App zur Toneinstellung

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Parrot

Parrot – Zik 2.0

Der Kopfhörer der französischen Marke Parrot ist zwar mit Abstand das teuerste Modell im Test, hat aber auch die beste KlangqualitĂ€t zu bieten. Die Bauart ist ohr-umschließend, so ist das Zik auch ĂŒber lĂ€ngere Zeit angenehm zu tragen. Eine Besonderheit ist die Steuerung, die ĂŒber BerĂŒhrungsgesten an der rechten Hörmuschel erfolgt. Streicht man mit dem Finger nach oben, wird der Ton lauter, nach unten leiser. Ein Wisch nach vorne schaltet zum nĂ€chsten MusikstĂŒck usw. Außerdem setzt das Headset die Wiedergabe automatisch auf Pause, wenn es vom Kopf genommen wird. Die ĂŒber eine Begleit-App steuerbare „Noise Canceling“-Funktion ist im Stande, UmgebungslĂ€rm zu unterdrĂŒcken.

Preis: Euro349,-
Empfindlichkeit: 110 dB/mW
Akkulaufzeit: ca. 18 Stunden
Besonderheit: Gestensteuerung, LĂ€rmunterdrĂŒckung, optionale Verbindung ĂŒber Kabel

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und ANDROID APPS sowie als Redakteur der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsĂ€chlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschĂ€ftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit fĂŒr einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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