Die smarte Karaffe: iSommelier sorgt für perfektioniertes Karaffieren

7. August 2016 0 Kommentar(e)

Wir haben schon über Apps berichtet, die einem bei der Wahl des richtigen Weines zu aktueller Stimmungslage oder dem geplanten bzw. bereits aufgetischten Essen helfen – falls Sie beim Namen ­iSommelier an den Ersatz eines Menschen mit der ähnlichen Berufsbezeichnung denken. Eine simple App hätte ja aber in unserem Gadget-Bereich nichts verloren.

Die App liefert das richtige Programm zum gewählten und per Scan erkannten Wein, kann aber auch noch mehr.

Die App liefert das richtige Programm zum gewählten und per Scan erkannten Wein, kann aber auch noch mehr.

Die smarte Karaffe

Vielmehr geht es beim hier vorgestellten Produkt um einen smarten Dekanter, also eine Vorrichtung, mit der der Wein ordentlich belüftet wird. Aber streng genommen ist auch diese Bezeichnung falsch. Der echte Dekanter wird zuvorderst verwendet, um den Bodensatz eines länger eingelagerten Weines nicht aufzuwirbeln und ins Glas zu befördern. Die extrem bauchige Karaffe, die man gemeinhin aber Dekanter nennt, dient der verbesserten Reaktion mit Sauerstoff, indem sie die Oberfläche der Flüssigkeit vergrößert, die mit Luft in Berührung kommt. Nicht umsonst heißt dieser Vorgang im Fachjargon Karaffieren. Diesen Vorgang will der ­iSommelier perfektionieren.

Schneller und kühler

Normalerweise lassen Weingenießer ihren Tropfen längere Zeit auslüften und schwenken dabei die Karaffe. Das sollte man nur bei jüngeren Weinen tun, jedoch sowohl bei roten als auch bei weißen. Durch die Reaktion mit dem Sauerstoff in der Luft entfalten sich die Aromen besser und das pelzige Gefühl bei manchen Weinen wird reduziert. Bei längerer Oxidationszeit steigt aber auch die Temperatur des Weines, das ist kontraproduktiv.

Beim klassischen Karaffieren kommt der Wein nur an seiner Oberfläche mit der Umgebungsluft in Berührung. Wird jedoch der iSommelier benutzt, kommt es zu einer gleichmäßigen Anreicherung, obendrein noch vorwiegend mit Sauerstoff.

Beim klassischen Karaffieren kommt der Wein nur an seiner Oberfläche mit der Umgebungsluft in Berührung. Wird jedoch der iSommelier benutzt, kommt es zu einer gleichmäßigen Anreicherung, obendrein noch vorwiegend mit Sauerstoff.

Auch deshalb hat Spezialist iFavine ­dieses schicke Gerät entwickelt, das zunächst an eine Kaffeemaschine oder an eine Zentrifuge erinnert. Es filter die Raumluft von Staub und Feuchtigkeit und trennt dann noch den Sauerstoff von den restlichen Gasen Kohlen­dioxid und Stickstoff. Das isolierte Gas wird dann durch den Wein geblasen. Somit kommt der Wein gleichmäßig damit in Berührung, das Karaffieren ist schnell abgeschlossen.

Mit der passenden App wird das Verfahren gesteuert. Sie erkennt den benutzten Wein über die Kamera und gibt dann das passende Programm frei. Auch werden Informationen zu bestimmten Weinen und passenden Speisen geliefert. Die klassische Arbeit eines Sommeliers (die Antwort auf die Frage „Welchen Wein empfehlen Sie mir zu diesem Gericht?“) übernimmt die App jedoch nicht. Was das attraktive Gerät kosten wird, steht noch nicht fest. Wo es herkommt, hingegen schon: Natürlich aus Frankreich, dem Land der Rotweintrinker und des Weinbaus.

Preis: EUR 1.499,-

Konnektivität: WLAN

App-Plattformen: Android, iOS

erhältliche Farben: Weiß, Burgundrot, Champagner, Seidenschwarz

bit.ly/sm_sommelier

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Andreas Gutzelnig   Leitung der Redaktion

 

Freut sich, dass Android immer mehr den Einzug in die spannende Technik-Welt der Autos und Häuser findet.

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