Handliche 3D-Kamera: 360fly – krasse Aufnahmen!

Peter Mußler 4. Juli 2016 0 Kommentar(e)

FĂŒr 3D-Aufnahmen braucht es kein sĂŒndhaftteures Equipment mehr. Diese kleine Kugel hat es in sich und ist leistbar.

Viele von uns haben schon einmal ein Google-Auto gesehen, also eines dieser Fahrzeuge, die fĂŒr Street View durch die Straßen fahren und Panorama-Auf­nahmen machen. DafĂŒr benutzen sie eine ­rotierende Hochleistungskamera, die den Rundumblick ermöglicht. FĂŒr den Hausgebrauch ist das natĂŒrlich weniger praktisch. Der amerikanische Hersteller 360fly hat ­deshalb eine kleine Kugel entwickelt, die mit ebenfalls nur einer Kamera, aber eben ohne aufwĂ€ndigen Rotor die Umgebung einfĂ€ngt, sodass nachher 360°-Bildmaterial entsteht.

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Im handlichen Rund, das wie eine An­tennenkuppel aussieht, verbirgt sich eine Kamera mit einer Fischaugenlinse. Dadurch kann in einem extrem weiten Winkel aufgenommen werden. In der Wiedergabe wird aber nur auf einen Ausschnitt dieser Aufnahme zurĂŒckgegriffen. Der ist dafĂŒr aber ­variabel, man kann seinen Blick auf die Welt also verĂ€ndern wie es einem ­gerade passt.

Rechts, links, oben, unten

Schaut man sich ein 360°-Video an, ist man also nicht perspektivgebunden. Die Blickrichtung Ă€ndert man entweder durch LageverĂ€nderung des Smartphones oder ­Tablets, durch Wischen ĂŒber das Display oder aber durch das Drehen des Kopfes, wenn man eine VR- bzw. eine Cardboard-Brille (siehe rechts oben) verwendet.

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Aber jetzt zur Aufnahme. Gekoppelt wird die 360fly mit dem Smartphone via Bluetooth und ­einer zugehörigen App. Die verlangt eine Regist­rierung per Email. Sind beide Schritt absolviert, ­ver­lagert sich die Kommunikation zwischen Gadget und Handy auf ein eigenes WLAN-Funknetz. Mit Auf­nahmestart werden die Bild- und Tondaten (ein kleines Mikro ist auch integriert) ĂŒber­tragen, jedoch nur auf ausdrĂŒcklichen Wunsch ge­speichert. Unser erstes Testvideo war plötzlich weg.

Wasserdicht und leicht

In den meisten FĂ€llen empfiehlt es sich, die ­Kamera mit Blick nach oben aufzustellen (der Adapterfuß macht viele Befestigungsarten möglich). So kann man nach vorne, hinten, seitlich und auch nach oben schauen. Wer ĂŒber einen Canyon tĂ€nzelt, prĂ€feriert natĂŒrlich den Blick in den Abgrund! Auch cool: sogar Unterwasseraufnahmen sind mit dem Leichtgewicht bis 5 m Tiefe möglich.

360fly_2

360FLY Actioncam ( 32GB Flash-Speicher,720 pixels )

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.