Musik ohne Kabel: Bluetooth Stereo Headsets im Test

30. September 2015 0 Kommentar(e)

Wer unterwegs Musik in höchster Qualität genießen möchte, ohne sich in Kabeln zu verheddern, muss zu hochwertigen Bluetooth-Headsets von Drittanbietern greifen. Wir haben sechs Modelle für Sie getestet.

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Zwar packen die meisten Hersteller mittlerweile durchaus ordentliche In Ear-Kopfhörer in den Lieferumfang, Audio-Puristen werden damit aber wohl nur in den seltensten Fällen glücklich. Der Kauf eines Headsets bleibt daher oftmals nicht aus – stellt sich nur die Frage nach dem idealen Produkt: In welches Gerät soll investiert werden? Wir haben uns auf der Suche nach einer Antwort gemacht, sechs verschiedene Bluetooth-Stereo-Headsets ausführlich unter die Lupe genommen und die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

 

In-Ear

Unauffällig, leicht verstaubar, geringes Gewicht: In Ear-Headsets eignen sich vor allem für die klassischen Musikgenießer in U-Bahn, Zug oder Bus, verschwinden die Teile doch nach Gebrauch einfach wieder in der Hosentasche.

Plantronics BackBeat GO 2

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Ein in optischer Hinsicht klassisch gehaltenes Modell, das dank der insgesamt drei mitgelieferten Ohrstöpsel und des geringen Gewichts perfekt in jedem Ohr sitzt. Bedient wird das GO 2 Headset über eine kleine Steuereinheit am Kabel, die allerdings nicht mittig platziert ist, was die Bedienung mitunter umständlich macht. Der Sound hingegen bietet wenig Anlass zur Kritik, in Anbetracht der Größe holt der Hersteller alles aus den Ohrhörern heraus. Die Bässe sind angenehm, die Höhen klingen allerdings etwas blechern, zudem ist das Kabel recht berührungsempfindlich. Praktisch hingegen: Werden die Tasten der Steuereinheit bedient, wird der Nutzer mit einer akustischen Rückmeldung versorgt.

 

Preis: ca. EUR 67,-
Empfindlichkeit: 104 dB
Akkulaufzeit: ca. 4 Stunden
Besonderheit: 2 Farbvarianten, Tasche enthalten
Weitere Details…

 

Tragekomfort: 8/10
Klangqualität: 7/10
Telefonie-Qualität: 8/10
Funk-Reichweite: 9/10
Gesamt: 32/40

 

Jabra Play

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Hersteller Jabra bietet mit dem Modell „Play“ eine etwas umständliche Lösung: Die Bluetooth-Verbindungseinheit sitzt in einem eigenen Bauteil, das am Körper befestigt werden muss und zugleich als zentrale Steuereinheit dient. An diese Steuereinheit werden dann die In Ear-Ohrknöpfe angeschlossen, Das System funktioniert dementsprechend auch mit Kopfhörern anderer Hersteller. Der Vorteil: Je nach Kabellänge kann der Nutzer die Steuereinheit relativ frei am Körper anbringen. Der Nachteil: Das lästige Kabel bleibt, anders als bei den Konkurrenzprodukten dieser Kategorie. Die Tonqualität ist nicht berauschend: Bässe sind kaum spürbar, das Klangbild ist uninspiriert und blechern.

 

Preis: EUR 32,49
Empfindlichkeit:
Akkulaufzeit: ca. 5 Stunden
Besonderheit: Steuereinheit mit allen Kopfhörern verwendbar
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Tragekomfort: 8/10
Klangqualität: 4/10
Telefonie-Qualität: 6/10
Funk-Reichweite: 8/10
Gesamt: 26/40

 

Plantronics BackBeat Fit

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Die futuristisch anmutenden „BackBeat Fit“ von Plantronics dürften optisch zwar nicht jedermanns Geschmack entsprechen, überzeugen dafür aber mit – angesichts der Größe – sattem Sound und durchdachten Extras: An der Außenseite der Hörmuscheln sind Tasten für Pause und Play untergebracht, auch Anrufe können über einen eigenen Button entgegengenommen werden. Erwähnenswert ist auch das Material: Der Hersteller setzt auf eine Art Gummi, der sich im Test nicht nur als äußerst robust erwies, das Material ist zudem recht leicht – was dem Tragekomfort ungemein entgegen kommt. Und, nicht zuletzt, kann das Headset dadurch auch problemlos beim Sport getragen werden.

 

Preis: EUR 95,-
Empfindlichkeit: 105 dB
Akkulaufzeit: ca. 7 Stunden
Besonderheit: perfekt für Sportler, leicht, Zubehörtasche enthalten
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Tragekomfort: 9/10
Klangqualität: 7/10
Telefonie-Qualität: 7/10
Funk-Reichweite: 9/10
Gesamt: 32/40

 

Bügel

Die auffälligere Variante: Klassische Bügelheadsets erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, stehen die Modelle doch für satten Sound, coole Extras und zeitlosen Style. Vor allem bei Schülern und Studenten beliebt.

JBL E40

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Der Ausdruck „schlichte Eleganz“ trifft die optische Ausstrahlung der JBL E40 wohl am besten: Das Headset ist hervorragend verarbeitet, der Hersteller setzt auf matten Kunststoff mit eleganten silberfarbigen Akzenten. Verbunden wird das Modell wahlweise über Bluetooth oder AUX, wobei die in der rechten Hörmuschel untergebrachten Tasten nur funktionieren, wenn der Akku voll ist – während die Audiowiedergabe auch klappt, wenn der Saft sich dem Ende zuneigt. Die Soundqualität bietet wenig Anlass zur Kritik: Die Bässe sind sauber, mitunter wirken allerdings vor allem die Tiefen ein wenig kraftlos. Insgesamt ist das Klangbild über das gesamte Spektrum aber recht ausgeglichen.

 

Preis: EUR 98,-
Empfindlichkeit: 115 dB
Akkulaufzeit: ca. 16 Stunden
Besonderheit: zwei Headsets per Bluetooth verbindbar, seitliches Bedienfeld
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Tragekomfort: 8/10
Klangqualität: 8/10
Telefonie-Qualität: 8/10
Funk-Reichweite: 8/10
Gesamt: 32/40

 

Philips SHB7000/00

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Gewohnt gute Philips-Qualität: Das SHB7000 überzeugt mit recht basslastigem Sound, der mitunter allerdings etwas dumpf daherkommt. Dank der großen, gepolsterten Ohrmuscheln dringt – vor allem bei höheren Lautstärken – kaum mehr Lärm von außen an den Nutzer heran, wenngleich nicht alle Störgeräusche gänzlich abgeschottet werden können. Insgesamt ist das Klangbild recht ausgewogen, einzig bei den Höhen kommt es bei der Wiedergabe über Bluetooth von Zeit zu Zeit zu etwas unsauberen Wiedergaben. Das SHB7000 klingt dann ein wenig blechern – das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Die Verarbeitung ist einwandfrei, praktisch sind zudem die seitlich integrierten Tasten.

 

Preis: ca. EUR 50,00
Empfindlichkeit: 103 dB
Akkulaufzeit: ca. 9 Stunden
Besonderheit: große Hörmuschel, Verbindung über Kabel oder AUX, seitliche Tasten
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Tragekomfort: 9/10
Klangqualität: 8/10
Telefonie-Qualität: 8/10
Funk-Reichweite: 7/10
Gesamt: 32/40

 

Jabra Revo Wireless

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Das teuerste Headset im Test kommt mit einigen Extras: Neben einer NFC-Funktion zur raschen Verbindung gefällt auch die eigens bereitgestellte, von Dolby mitgestaltete App: Damit lässt sich der Klang feiner anpassen, notwendig dafür ist ein Code, den Käufer mit dem Kauf des Jabra Revo Wireless erhalten. Aber auch ohne dieses Feintuning ist das Klangbild einwandfrei: Vor allem bei elektronischer Musik spielt das Headset seine Stärken aus, Bässe klingen satt, die Tiefen sauber. Einzig bei hoher Lautstärke und extremen Höhen ist das Klangbild etwas verzerrt. Erwähnenswert ist auch die Bedienung: Ein in der rechten Ohrmuschel untergebrachtes Bedienfeld reagiert auf Berührungen, das ist praktisch und cool zugleich.

 

Preis: ca. EUR 145,-
Empfindlichkeit:
Akkulaufzeit: ca. 12 Stunden
Besonderheit: NFC, berührungsempfindliches Bedienfeld, App zur Toneinstellung
Weitere Details…

 

Tragekomfort: 9/10
Klangqualität: 9/10
Telefonie-Qualität: 9/10
Funk-Reichweite: 8/10
Gesamt: 35/40

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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