Pioneer AVIC-F77DAB – Android Auto-Radio

Peter Mußler 8. Dezember 2015 0 Kommentar(e)

Mehr NĂ€he zwischen Mensch und Auto

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Das Auto, dein Freund. So der einstige Claim eines mittlerweile wieder von der BildflÀche verschwundenen Autoherstellers. Ganz so wie bei Michael Knight und seinem vierrÀdrigen Begleiter K.I.T.T. ist es auch trotz des Google-­Dienstes (noch) nicht geworden, die die Trias aus Mensch, Auto und Smartphone noch nÀher ­zusammenbringen soll: Android Auto.

Car-Hifi-Spezialist Pioneer hat mit dem AVIC-F77DAB nun ein – nennen wir es ruhig so – Mediacenter zur NachrĂŒstung aufgelegt, das neben Navigation, Freisprechtelefonie und dem Abspielen von Musik ĂŒber verschiedenste Medien auch die Nutzung von Android ermöglicht.

Welches Potenzial verbirgt sich aber hinter dieser KompatibilitĂ€t, was kann Android Auto zum jetzigen Zeitpunkt? Anders als eine App wie MirrorLink, die die Anzeige auf dem Smartphone-Display stur spiegelt, ist Android Auto so konzipiert, dass die BenutzeroberflĂ€che den Anforderungen wĂ€hrend der Fahrt Rechnung trĂ€gt. Übersetzt heißt das: große ­Tastenfelder und eben doch gewisse BeschrĂ€nkungen – ein Youtube-Video z.B. sollte eben nicht in die Mittel­konsole ĂŒbertragen werden können.

 

Wichtig: Sprachsteuerung

Der Idee hinter einem androidfĂ€higen Radio als Schnittstelle zwischen Fahrer und Handy ist die, dass kein zweites High Tech-GerĂ€t mit möglicherweise eigener „Sprache“ im Fahrzeug vorhanden sein muss, wenn sowieso das Smartphone immer und ĂŒberall dabei ist. Es muss nur mit der OberflĂ€che und den WiedergabegerĂ€ten im Auto kommunizieren können. Die eigentliche Rechenleistung bleibt an unseren liebsten Begleiter ausgelagert.

So funktioniert auch das Pioneer-Radio. Per Sprachsteuerung (so bleiben die HĂ€nde am Lenkrad) kann man Nummern wĂ€hlen ­lassen, SMS verfassen, Navigationsbefehle geben ­(augenblicklich nur mit Google Maps) und auch Musik streamen (derzeit funktioniert das nur ĂŒber Spotify) bzw. aus dem lokalen Speicher zum Laufen bringen. Dazu braucht es aber eine Verbindung via USB-Kabel. Ein Datentransfer ĂŒber Bluetooth ist nur im hĂ€ndischen Normalbetrieb (ohne Android) möglich. Sehr zu loben ist ĂŒbrigens das prĂ€zise ansprechende Touch-Display von Pioneer. Die GrĂ¶ĂŸe von sieben Zoll erhöht außerdem die Sicherheit.

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Preis: EUR 919,-
Bildschirm: 7“ mit Touch-Steuerung
UnterstĂŒtzte Betriebssysteme: Android, iOS
KonnektivitÀt: Bluetooth, USB, AUX In, UKW/MW
Weitere Ausstattung: CD, DVD, Navigation
Leistung: 4 x 50 Watt
Einbaumaß: 2-DIN
Weitere Details…

 

Einbauanleitung Pioneer Android Auto-Radio

Der Einbau des androidfĂ€higen Autoradios geht im Wesentlichen wie der einer gewöhnlichen Radio­einheit vonstatten. Einen kleinen Unterschied machen die Zusatzmodule aus, die das GerĂ€t fĂŒr den ­Betrieb braucht. Wir haben deshalb die wichtigen Punkte unseres „Einbaus zu Testzwecken“ festgehalten.

1)

ZunĂ€chst einmal muss das Radio entfernt und der zur VerfĂŒgung stehende Schacht eventuell vergrĂ¶ĂŸert werden. Dazu mĂŒssen möglicherweise Blenden oder FĂ€cher weichen.

ZunĂ€chst einmal muss das Radio entfernt und der zur VerfĂŒgung stehende Schacht eventuell vergrĂ¶ĂŸert werden. Dazu mĂŒssen möglicherweise Blenden oder FĂ€cher weichen.

 

2)

Die Verkabelung des androidfĂ€higen Radios mĂŒndet in eine genormte Verbindungsmöglichkeit: Die Fahrzeugstecker passen. In der Regel stellt deshalb der Anschluss kein Problem dar.

Die Verkabelung des androidfĂ€higen Radios mĂŒndet in eine genormte Verbindungsmöglichkeit: Die Fahrzeugstecker passen. In der Regel stellt deshalb der Anschluss kein Problem dar.

 

3)

Das Radio verfĂŒgt neben Strom und Antenne (oben) ĂŒber drei weitere EingĂ€nge fĂŒr 1. die GPS-Antenne (grĂŒn), 2. das Mikrofon (Klinke) und 3. die Smartphone-Kopplung (USB).

Das Radio verfĂŒgt neben Strom und Antenne (oben) ĂŒber drei weitere EingĂ€nge fĂŒr 1. die GPS-Antenne (grĂŒn), 2. das Mikrofon (Klinke) und 3. die Smartphone-Kopplung (USB).

 

4)

Wer schon dabei ist, die drei Kabel (Bild 3) hinter Abdeckungen zu verstecken, kann bei Bedarf auch Boxenkabel fĂŒr weitere Lautsprecher verlegen und sie mit dem Radio verbinden.

Wer schon dabei ist, die drei Kabel (Bild 3) hinter Abdeckungen zu verstecken, kann bei Bedarf auch Boxenkabel fĂŒr weitere Lautsprecher verlegen und sie mit dem Radio verbinden.

 

5)

Sind alle Sensoren, die Hauptverbindung und mögliche Lautsprecher per Stecker angeschlossen, kann das Radio in seiner Halterung ein- und der Rahmen aufgesetzt werden.

Sind alle Sensoren, die Hauptverbindung und mögliche Lautsprecher per Stecker angeschlossen, kann das Radio in seiner Halterung ein- und der Rahmen aufgesetzt werden.

 

6)

Dann ist das Radio bereit fĂŒr die Koppelung mit dem Smartphone. Dazu wird es eingeschaltet und per USB-Kabel mit dem Handy verbunden. Denn Rest regelt der Einrichtungsassistent.

Dann ist das Radio bereit fĂŒr die Koppelung mit dem Smartphone. Dazu wird es eingeschaltet und per USB-Kabel mit dem Handy verbunden. Denn Rest regelt der Einrichtungsassistent.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.