Kurz und Bündig: kostengünstig und preiswerte Smartphones

Peter Mußler 8. November 2015 0 Kommentar(e)

Dieses Mal haben wir uns mit dem Honor 7 ein ­Gerät in die Kurztests geholt, das durchaus schon als Smartphone-­Prominenz einzu­stufen ist. Daneben gibt es aber wie ­immer echte Underdogs, doch mit Sony und CAT auch weitere ­bekannte Marken.

Phicomm Energy L

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Dieses Handy ist unauffällig: Das Design polarisiert nicht, das Gerät liegt gut in der Hand, die Materialien: Glas vorne und unscheinbarer Kunststoff hinten. Das macht das Gerät aber sehr leicht. Erfreulich ist in dieser Preiskategorie die Ausstattung mit LTE-Modul, auf NFC muss man allerdings verzichten. Die Kameraergebnisse sind mau, es verwundert aber die grafische Darstellung in der Galerie: Die Namen der Bilddateien sind eingeblendet, aber viel grobpixeliger als die HD-Auflösung es zu verantworten hat – der Startbildschirm erscheint nämlich ausreichend scharf. Flott ist das Gerät nicht (das spürt man bei App-Starts und beim Surfen), sein Speicher sehr klein. Plus: Dual-SIM und tauschbarer Akku.

Preis: EUR 129,00

Betriebssystem: Android 5.1
Bildschirm / Auflösung: 5,0“ / 1280 x 720
Kameras: 8,0 MP / 2,0 MP
CPU: 4 x 1,1 GHz, 1 GB RAM
Speicher: 8 GB (erweiterbar bis 64 GB)
Akku: 2.300 mAh
Maße / Gewicht: 144 x 70,5 x 8,4 mm / 130 g
Extras: MicroSD, Akku tauschbar, WLAN, Bluetooth, LTE

 

Bildschirm: 4/5
Leistung: 2/5
Akku: 4/5
Verarbeitung: 5/5
Ausstattung: 4/5
Design: 3/5
Haptik: 4/5
Kamera: 3/5

Gesamt: 3,6 von 5

Gut 2,4

 

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Kleiner Preis, kleines Gewicht und angenehmes Tragegefühl

 

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Schwache Leistung und kleiner Speicher

 

 

Sony Xperia M4 Aqua

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Dieser Fünfzöller ist ein hübsches Gerät und – wie der Name vermuten lässt – wasserdicht wie die Sony-Dickschiffe. Hier ist aber Plastik das Material der Wahl. Beim Halten spürt man eine Kante auf der Rückseite: der Rahmen ist nämlich schmaler als das eigentliche Telefon. Die Kamera hat viele, aber nicht zu viele Pixel, was sich in relativ wenig Rauschen bemerkbar macht. Die Sony-typische Auslösetaste gibt es auch, das Auslösen selbst dürfte aber gerne zackiger vonstatten gehen. Die Leistung liegt im Mittelfeld, LTE und NFC sind an Bord, auf Wunsch auch zwei SIM-Slots. Der Multi­tasking-Button bietet auch hier die Möglichkeit „Small Apps“ wie Rechner und Timer schneller zugänglich zu machen.

Preis: EUR 230,00

Betriebssystem: Android 5.0
Bildschirm / Auflösung: 5,0“ / 1280 x 720
Kameras: 13,0 MP / 5,0 MP
CPU: 4 x 1,5 + 4x 1,0 GHz, 2 GB RAM
Speicher: 8 GB (erweiterbar bis 128 GB)
Akku: 2.400 mAh
Maße / Gewicht: 145,5x 72,6 x 7,3 mm / 136 g
Extras: MicroSD, NFC, WLAN, Bluetooth, LTE

Bildschirm: 4/5
Leistung: 3/5
Akku: 5/5
Verarbeitung: 4/5
Ausstattung: 4/5
Design: 5/5
Haptik: 3/5
Kamera: 3/5

Gesamt: 4,0 von 5

Gut 2,0

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Schick, wasserdicht, gutes Preis-Leistungsverhältnis

 

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Kleiner interner Speicher, langsame Kamera

 

 

Medion X600I

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Medions erstes echtes Phablet besticht durch ruhiges ­Design mit zweikantiger Metallschiene (matt und poliert) um das Display, überraschend schmalem Randbereich um den Schirm und einem angenehm gummierten ­Gehäuseeinteiler. Die Kamera bildet sehr detailreich ab, rauscht aber sehr stark. Dafür gibt es eine Art „Making of“-Funktion, die einige Sekunden bis zum eigentlichen Schuss aufzeichnet und im iPhone 6s als Neuerung in den Medien die Runde macht. Das 6-Zoll-Display ist durch die Full HD-Auflösung ausreichend mit Pixeln bestückt und extrem blickwinkelstabil. ­Daten via schnellem 4G-Transfer sind leider nicht möglich, auch auf NFC muss man verzichten. Dafür gibt‘s Dual-SIM.

Preis: EUR 349,00

Betriebssystem: Android 5.1
Bildschirm / Auflösung: 6,0“ / 1920 x 1080
Kameras: 13,0 MP / 8,0 MP
CPU: 8x 1,7 GHz, 2 GB RAM
Speicher: 32 GB (erweiterbar)
Akku: 3.000 mAh
Maße / Gewicht: 158 x 81,3  x 7,9 mm / 167g
Extras: MicroSD, Akku tauschbar, WLAN, Bluetooth, LTE

Bildschirm: 4/5
Leistung: 3/5
Akku: 4/5
Verarbeitung: 5/5
Ausstattung: 3/5
Design: 4/5
Haptik: 4/5
Kamera: 4/5

Gesamt: 3,9 von 5

Gut 2,1

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Rechenpower im oberen Mittelfeld, großer Speicher

 

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Kein LTE, kein NFC, starkes Bildrauschen

 

 

BQ Aquaris M5

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Mit dem Aquaris M5 bringt der spanische Hersteller BQ ein neues Mittelklasse-Gerät mit Dual-SIM-Ausstattung in den Handel. Aus den technischen Details stechen der große Akku (3.120 mAh) und der Achtkern-Prozessor hervor, der 2 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung hat. Auch LTE und NFC sind mit an Bord. Die Leistungsdaten sind nicht überragend, die Bedienung läuft im Allgemeinen aber flüssig und ohne Ruckeln. Das 5-Zoll-Display hat eine Auflösung von Full HD und liefert scharfe Darstellung, auch die maximale Helligkeit ist in Ordnung. Äußerlich ist das Aquaris M5, wie von BQ-Geräten gewohnt, sehr schlicht gehalten.

Preis: EUR 269,00

Betriebssystem: Android 5.0
Bildschirm / Auflösung: 5,0“ / 1920 x 1080
Kameras: 13,0 MP / 5,0 MP
CPU: 4x 1,5 + 4x 1 GHz, 2 GB RAM
Speicher: 16 GB (erweiterbar bis 32GB)
Akku: 3.120 mAh
Maße / Gewicht: 143 x 69,4  x 8,4 mm / 144g
Extras: MicroSD, NFC, WLAN, Bluetooth, LTE

Bildschirm: 3/5
Leistung: 2/5
Akku: 5/5
Verarbeitung: 5/5
Ausstattung: 3/5
Design: 4/5
Haptik: 4/5
Kamera: 3/5

Gesamt: 3,6 von 5

Gut 2,4

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Unempfindliches Gehäuse und besonders hohe Standzeit

 

daumen_runter

 

Hoher Preis und schwache Hardware

 

 

CAT S40

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Bei einem Outdoor-­Handy braucht es andere ­Kriterien: Nicht Auflösung, Kamera oder Speed stehen im Vordergrund, sondern Widerstandsfähigkeit, Funktionalität und Akkulaufzeit. Überall dort ist das S40 spitze: Stürze aus 1,80 Meter Höhe überlebt es, genauso wie Kälte oder Hitze. Selbst Wasser und Staub können dem Phone nichts anhaben. Das Display ist sehr hell (wichtig für die Benutzung draußen) und lässt sich auch mit nassen Fingern hervorragend bedienen – das können andere wasserdichte Geräte nicht so gut. Außerdem gibt es echte Navigationstasten plus einen gelben Schalter zur Sonderbelegung. Obendrein warten NFC und schnelles LTE. Aber das Beste kommt noch: bis zu 39 Tage Standby-Zeit!

Preis: EUR 409,00

Betriebssystem: Android 5.1
Bildschirm / Auflösung: 4,7“ / 960 x 540
Kameras: 8,0 MP / 2,0 MP
CPU: 4x 1,1 GHz, 1 GB RAM
Speicher: 16 GB (erweiterbar bis 64GB)
Akku: 3.000 mAh
Maße / Gewicht: 144,9 x 74,1  x 12,5 mm / 185g
Extras: MicroSD, NFC, WLAN, Bluetooth, LTE

Bildschirm: 3/5
Leistung: 2/5
Akku: 5/5
Verarbeitung: 5/5
Ausstattung: 3/5
Design: 4/5
Haptik: 4/5
Kamera: 2/5

Gesamt: 3,9 von 5

Gut 2,1

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Baustellen-Design, Robustheit, LTE und lange Laufzeit

 

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Hoher Preis und schwache Hardware

 

 

Honor 7

Huawei-Honor-7_15

 

Das Honor 7 ist die höchst Entwicklungsstufe der Huawei-­Tochterfirma Honor: Alu-Gehäuse, eine pixelstarke Kamera, Prozessor-Leistung im sehr gehobenen Mittelfeld, ein gut funktionierender Fingerabdruck-Scanner und sogar das ein oder andere Feature, das nicht einmal in der Oberklasse zu finden ist: so z.B. der sogenannte Smart Key, eine zusätzliche Taste auf der linken Seite, die frei belegbar ist und somit hilft, oft genutzte Apps direkt zu starten. Das 5,2 Zoll große Full HD-Display löst ausreichend hoch auf und ist angenehm hell. Im Gesamtpaket aus Technik und Design (das sogar Infrarot und Dual-SIM mit einschließt) kann das ­Honor 7 mehr als überzeugen. Vor allem auch beim Preis.

Preis: EUR 349,00

Betriebssystem: Android 5.0
Bildschirm / Auflösung: 5,2“ / 1920 x 1080
Kameras: 20,0 MP / 8,0 MP
CPU: 4x 2,2 + 4x 1,5 GHz, 3 GB RAM
Speicher: 16 GB (erweiterbar bis 128GB)
Akku: 3.100 mAh
Maße / Gewicht: 143,2 x 71,9  x 8,5 mm / 157g
Extras: MicroSD, NFC, WLAN, Bluetooth, LTE

Bildschirm: 5/5
Leistung: 4/5
Akku: 5/5
Verarbeitung: 5/5
Ausstattung: 5/5
Design: 4/5
Haptik: 4/5
Kamera: 4/5

Gesamt: 4,5 von 5

Gut 1,5

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Tolles Gesamtpaket aus ­Technik, Auftritt und Preis

 

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Eine echte Schwäche gibt es nicht wirklich

 

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.