Galaxy Note 3 Neo

Martin Reitbauer 29. Juni 2014 1 Kommentar(e)
Galaxy Note 3 Neo Androidmag.de 4 4 Sterne

Großformatiges Smartphone

mit Eingabestift

„Neo“ heißt Samsungs neue Reihe von abgespeckten Top-Geräten. Nun hat auch der Display-Riese Galaxy Note eine Re-Inkarnation in diesem Format erfahren. Wir schauen dem Neuling unter die Haube.

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Samsung diversifiziert sein Geräte-Portfolio immer weiter. Mittlerweile laufen selbst gestandene Branchenkenner Gefahr, zwischen den verschiedenen Produktkategorien und Abstufungen, den zahlreichen Varianten und Schattierungen die Übersicht zu verlieren:  Zu „Pro“, „Active“ und  „Prime“ gesellte sich jüngst das Suffix „Neo“.  Dahinter verstecken sich abgespeckte Versionen der Top-Geräte des koreanischen Herstellers, die mit attraktiven Preisen locken.

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Für Freunde des großen Bildschirms, die solide Leistung schätzen, aber kein Top-Gerät brauchen.

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Nur beschränkt geeignet für Hosen- und Hemdtasche. Die Lederoptik ist außerdem Geschmackssache.

Schlankes Großformat

Was die äußere Erscheinung des Note 3 Neo angeht, so gilt, was für die anderen Geräte der Note-Reihe seit jeher gilt: Es handelt sich um ein Gerät mit Ecken und Kanten, das nicht dafür gedacht ist, mal eben schnell in der Hemdtasche zu verschwinden. Immerhin, die Großformate aus dem Hause Samsung sind im Laufe der Jahre deutlich schlanker geworden: War das erste Note noch 83 mm breit gewesen, so sank das Maß bei den Nachfolgern auf 80 bzw. 79 mm – und das, obwohl die Bildschirmdiagonale im gleichen Zug von 5,2 auf 5,7 anstieg. Das Note 3 Neo ist mit guten 77 mm um weitere zwei Millimeter schlanker, was sich auch in 5 Gramm Ersparnis beim Gewicht niederschlägt. Es begnügt sich mit einem 5,5 Zoll großen Display und auf gehärtetes Gorilla-Glas wurde – im Gegensatz zur Vollvariante des Note – verzichtet. Der Rücken ist in Kunststoff ausgeführt und in der neuerdings Note-typischen Leder-Optik gehalten, Fake-Sichtnaht inklusive. Wie immer man zur ästhetischen Frage steht, die Oberfläche ist durch die Gummierung angenehm griffig und die Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig. Hinter dem abnehmbaren Rücken verbirgt sich ein 3.100mAh

Display und Hardware

Zurück auf die Vorderseite: Das verbaute Panel ist ein AMOLED mit den gewohnten Vorzügen und Nachteilen: Hohe Leuchtkraft, Farbstärke und Blickwinkelstabilität stehen geringerer Exaktheit bei den Farbwerten gegenüber. Die Auflösung wurde für die Neo-Variante aus Kostengründen reduziert und beträgt 1.280×720 statt Full HD. Das ergibt bei 5,5 Zoll aber immer noch eine Pixeldichte von 267 ppi – keineswegs ein schlechter Wert. Wir folgen dem Sparstift weiter zur Rechner-Hardware: Statt des Snapdragon 800 kommt ein Samsung-eigener Exynos Chip mit vier 1,3GHz plus zwei 1,7GHz-Kernen zum Einsatz – insgesamt also sechs Kerne. Die Rechenleistung bleibt damit zwar hinter dem großen Bruder Note 3 zurück (was zum Teil auch dem Wert von 2GB statt 3GB RAM geschuldet ist), im täglichen Gebrauch ist die Leistung jedoch mehr als genug, Ruckeln oder lange Reaktionszeiten vermerkten wir im Test nicht.

Durch den anhaltenden Trend zu größeren Bildschirmen sind die 5,5“ des Note 3 Neo kaum noch ungewöhnlich.

Durch den anhaltenden Trend zu größeren Bildschirmen sind die 5,5“ des Note 3 Neo kaum noch ungewöhnlich.

Abspeck-Kamera

Die 13 MP Kamera des Note 3 hat Samsung beim Neo auf 8 MP reduziert. Die Fotos fallen dennoch ganz ausgezeichnet aus – bei Farben und Bildrauschen kann das Modul sogar mit der Top-Kamera des Galaxy S5 mithalten.

Eingabestift

Viele Note-Fans hängen der großformatigen Geräteklasse vor allem wegen des Eingabestifts („S-Pen“) an. Wird der Stift aus dem Gerät gezogen, bietet das S-Pen-Menü Zugriff auf die gebräuchlichsten Stift-Funktionen – Mit „Aktionsmemo“ etwa lassen sich handschriftliche Notizen machen und mit Aktionen verknüpfen – so können Sie etwa eine notierte Nummer anrufen oder eine notierten Ort auf der Karte anzeigen. Mit dem kleinen Icon, das dabei über der Oberfläche schwebt, ist das Wechseln zurück in die Notizen-App sehr intuitiv gelöst.

Der Kunststoffrücken in Leder-Optik mit Sichtnaht ist Geschmackssache. Mit an Bord natürlich der S-Pen.

Der Kunststoffrücken in Leder-Optik mit Sichtnaht ist Geschmackssache. Mit an Bord natürlich der S-Pen.

Software-Basis

Das Note 3 Neo wird mit Android 4.3 ausgeliefert – Gerüchten zufolge soll ein OTA-Update auf Version 4.4.2 jedoch unmittelbar bevorstehen.
Die Android-Oberfläche ist mit Samsungs TouchWiz in gewohnter Weise stark angepasst und – leider auch das ein Stück Gewohnheit – mit allerlei App-Dreingaben von Samsung überfrachtet, vom Chat-Client über die Hotelbuchungs-App bis hin zum Werbeprospekt-Viewer. Apropos Software: Samsung verweigert sich weiterhin dem Trend hin zu flexiblen Soft-Buttons und spart mit kapazitiven Buttons Bildschirmplatz. Bei der Note-Reihe wird auch auf den mittlerweile üblich gewordenen Multitasking-Button verzichtet und der alte Menü-Button beibehalten.

Fazit

Das Note 3 Neo ist ein tüchtiger kleiner Bruder des Galaxy Note 3. Die dem niedrigeren Verkaufspreis geschuldeten Kürzungen teilen sich gleichmäßig auf das gesamte Produkt auf  – ein Quäntchen weniger Rechenleistung hier, etwas weniger Auflösung da, ein bisschen weniger Speicher dort. Die große Mehrheit der potenziellen Käufer wird damit aber gut leben können.

  • Aktuelle Hardware für wenig Geld
  • Leuchtkräftiges, kontrastreiches Display
  • Leichte Abstriche bei der Performance
  • PLeder-Optik ist nicht jedermanns Sache
Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 699,00
 
Android
4.3
5,5"
1280x720
Gewicht
163 g
8 MP
2 MP
Kamera
16 GB
64 GB
Speicher
2 GB
RAM
6x
1,3 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK HSPA+ OK NFC OK WLAN (abgnac) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 148,4x77,4x8,6 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 4 Sterne
Speed: 3 Sterne
Akku: 5 Sterne
Verarbeitung: 4 Sterne
Ausstattung: 5 Sterne
Design: 4 Sterne
Haptik: 4 Sterne
Kamera: 4 Sterne
Leistung:
31423
 
Grafik:
822
 
Browser:
2464
 
Akku:
564
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 910
Gesamtwertung: 33/40
 

Gerätevergleich Rang 25

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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