Im Test: Werkstatt-Phone Cat S30

Peter Mußler 14. Februar 2016 0 Kommentar(e)

Robuste Smartphones sind oft sehr teuer. Spezialhersteller Cat Phones  hat mit dem S30 ein Modell vorgestellt, das allen Widrigkeiten trotzt und dennoch leistbar ist. Wir haben es für euch unter die Lupe genommen – und in die Zange.

Das neue Smartphone Cat S30 ist wasser- und staubdicht und übersteht Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,80 Meter. (Foto: Cat Phones)

Das neue „Smartphone für harte Jungs“ mit Namen Cat S30 ist wasser- und staubdicht und übersteht Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,80 Meter. (Foto: Cat Phones)

Der Hersteller Cat Phones verspricht, sein neues Smartphone sei „selbst unter härtesten Bedingungen in seinem Element und erfüllt alle Anforderungen von Bau- und Handwerksgewerbe, von Versorgungs- und Transportunternehmen und der Land- und Forstwirtschaft“.

Hält was aus: das Cat S30 ist stoßfest, wasser- und staubdicht

Wie viel das Cat S30 festhält, verrät alleine schon die Schutzklasse: Das Gehäuse ist nach IP68 zertifiziert, was bedeutet, dass es sowohl wasserdicht ist – nein, nicht nur spritzwasserfest: sogar ein Bad in einem Meter Tiefe übersteht es bis zu einer Stunde unbeschadet -, als auch staubdicht. Und Staub ist bekanntlich der tückischere Gegner der Elektronik, weil er im Gegensatz zu Wasser praktisch allgegenwärtig ist und überall da, wo richtig gearbeitet wird, sogar in rauen Mengen zu finden ist.

Cat S30

Der Panzer-Look ist natürlich Geschmacksache – seinen Dienst tut die Hülle in jedem Fall.

Daneben entspricht das Smartphone dem hohen Militärstandard MIL-STD-180. Um das zu schaffen, muss man eine Reihe von Prüfungen überstehen, die von extremer Kälte und Hitze bis hin zu Salznebel und Schocktests reichen. Das Cat S30 funktioniert deshalb noch sowohl bei -25° C als auch bei +55°C. Wohl wichtiger für die meisten von uns: Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,80 Meter werden unbeschadet überstanden. Das haben wir zwar nur auf dem Büroboden ausprobiert, sollte aber auch Beton funktionieren. Das Glas bleibt heil und ist dank dem Gorilla-Material der dritten Generation auch relativ kratzfest.

Griffig und mit Handschuhen zu bedienen

Mit einer Bildschirmdiagonale von nur 4,5 Zoll ist das Cat S30 kein Riese – zwar größer aufgrund der Panzerung als ein „normales“ Smartphone, das nicht so viel aushält, aber eben auch nicht zu klobig, wie ein Gerät mit der aktuellen Standardgröße von 5 Zoll wäre, das zusätzlich in einem Protektormantel steckt. Cat hat hier einen guten Kompromiss gewählt. Mit einer Fläche von Länge x Breite 14,2 x 73 Zentimetern ist das Arbeits-Phone genauso groß wie ein ganz reguläres 5-Zoll-Handy, es ist mit 1,3 cm lediglich ein bisschen dicker und mit 181 Gramm ein bisschen schwerer.

Praktisch: Das robuste Smartphone Cat S30 lässt sich auch mit Handschuhen oder mit nassen Fingern bedienen. (Foto: Cat Phones)

Praktisch: Das robuste Smartphone Cat S30 lässt sich auch mit Handschuhen oder mit nassen Fingern bedienen. (Foto: Cat Phones)

Das Gehäuse besteht aus rutschfestem Material und ist zudem öl- und fettresistent. Sogar mit Handschuhen oder nassen Fingern lässt sich das Touchdisplay problemlos bedienen.

Cat S30: die Technik

Der Bildschirm löst mit 854 x 480 Punkten nicht besonders hoch auf, ist aber besonders hell, was für den Einsatz im Freien sehr wichtig ist, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar zu sein. Außerdem hilft die geringe Auflösung beim Stromsparen. Mit dem fest verbauten 3.000 mAh-Akku bringt es das S30 auf stattliche 12 Stunden Sprechzeit und sogar 19 Tage im Standby-Zustand. Damit lassen sich auch ganze Montage- oder Trekking-Urlaubs-Wochen überstehen.

In die selbe Kerbe schlägt das Hirn: Als digitaler Antrieb dient der Vierkernprozessor Snapdragon 210 von Qualcomm mit einer Taktfrequenz von 1,1 GHz – auch ein genügsamer Kollege, der natürlich auch keine Höchstleistungen erbringt, die man sich aber von solch einem Telefon für die harte Gangart auch nicht unbedingt erwartet. Der Arbeitsspeicher ist ein Gigabyte groß, der Flash-Speicher misst 8 GB und lässt sich praktischerweise per MicroSD-Karte mit einer Kapazität von bis zu 64 GB erweitern.

Die Autofokuskamera auf der Rückseite hat eine Auflösung von 5 Megapixeln, die Kamera auf der Vorderseite eine Auflösung von 2 Megapixeln. Dezidierte Fotowunder sind das nicht, für die Dokumentation der Baustelle reicht es aber allemal.

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Schön ist, dass Cat Phones beim S30 eine relativ moderne Android-Version verwendet haben, nämlich Generation 5.1. Außerdem kann man über 4G mit bis zu 150 Mbit/s surfen bzw. Daten herunterladen.

Die Brücke schlagen: Das Cat S30 verbindet smart und hart

Das Cat S30 ist kein Pixel- oder Rechenweltmeister, dafür aber robust wie kaum ein zweites Gerät, denn weder harte Stöße, Wasser, Staub und extreme Temperaturen könne ihm etwas anhaben und der Akku hält phänomenal lange. Dennoch muss man auf schnelle mobiles Internet via LTE nicht verzichten. Beim S30 stimmt nun endlich auch der Preis und die Handlichkeit.

AM_Testlogo_ CatS30_Gut

Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 222,00
 
Android
5.1
4,5"
854x480
Gewicht
181 g
2,0 MP
5,0 MP
Kamera
8 GB
64 GB
Speicher
1 GB
RAM
4x
1,1 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK GPS OK WLAN (b,g,n) OK Bluetooth 4,1
Abmessungen: : 141,9x72,7x13,3 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 3 Sterne
Speed: 2 Sterne
Akku: 5 Sterne
Verarbeitung: 5 Sterne
Ausstattung: 3 Sterne
Design: 4 Sterne
Haptik: 4 Sterne
Kamera: 4 Sterne
Leistung:
998
 
Grafik:
293
 
Browser:
1500
 
Akku:
666
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 910
Gesamtwertung: 29/40
 

Gerätevergleich Rang 1

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.