Guide: Alle Google Now-Befehle auf einen Blick

7. Juli 2015 0 Kommentar(e)

Mit Google Now soll das Smartphone in naher Zukunft als vollwertiger Gesprächspartner herhalten. Wir zeigen, welche Befehle Sie bereits jetzt nutzen können.

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Geht es nach Google, steuern wir unsere mobilen Begleiter in nicht allzu ferner Zukunft hauptsächlich ĂĽber Sprachbefehle. „Ok Google, wie wird das Wetter heute?“, „Ok Google, ruf Michael an“ – das sind nur ein paar Beispiele fĂĽr die sprachliche Interaktion mit dem Smartphone. Mittlerweile sind einige deutschsprachige Befehle möglich, das volle Potenzial entfaltet die App allerdings nach wie vor nur in der englischen Sprachausgabe. Auch hierzulande entwickelt sich Google Now aber stetig – der Werdegang der App in einer kurzen Retrospektive: Erstmals der breiten Ă–ffentlichkeit vorgestellt wurde der virtuelle Assistent mit der Präsentation von Android 4.1 Jelly Bean. Google Now ist als eine Erweiterung der Google Search-App zu sehen, die schon in frĂĽheren Android-Versionen an Bord war. Nach der Veröffentlichung ging es stetig bergauf, das Google-Team integrierte nach und nach weitere Funktionen. Einige Beispiele: Google Now weckt Sie mittlerweile bei Fahrten mit Bus oder Bahn rechtzeitig an Ihrer Ausstiegsstelle, erinnert an Termine, informiert ĂĽber Geschehnisse in aller Welt und ermittelt ĂĽber den „Knowledge Graph“, einen speziellen Algorithmus zum Tracking Ihrer Suchanfragen.

Mittels des Hotwords „Ok Google“ lässt sich die Sprachsuche jederzeit starten, zudem funktioniert die Suche mittlerweile in mehreren Sprachen gleichzeitig. Eine rasante Entwicklung also, die aber noch nicht am Ende angelangt ist – wir dĂĽrfen uns also auf weitere Unterhaltungsmöglichkeiten mit unseren mobilen Begleitern freuen.

Spracheingabe mit Google

 

Google Now starten

Um Google Now zu starten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Hier die zwei gängigsten: Wenn Ihr Smartphone mit virtuellen Tasten ausgestattet ist, wischen Sie einfach vom Homebutton nach oben. Bei Geräten mit physischen Tasten, wie beispielsweise bei Samsung-Geräten, tippen Sie lange auf den Homebutton und anschließend auf das Google-Symbol. Ein Tipp auf das Mikrofon-Symbol in der Google-Suchleiste öffnet dann die Sprachsuche. Nähere Infos dazu erhalten Sie weiter unten.

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1. Kommunikation

Die wohl logischsten Kommandos sind: „Ruf Thomas an“, „E-Mail an Michael“ oder „Textnachricht an Florian“ – den Namen ersetzen Sie natĂĽrlich durch den des Empfängers. Bei Mails und SMS können Sie dem virtuellen Assistenten sogar den Text diktieren.

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2. Wissenswertes & Infos

Google Now kontaktiert aber nicht nur Ihre Freunde, das Helferlein ist auch mit zahlreichen Informationen zur Stelle und hilft Ihnen sogar dabei, mathematische Aufgaben zu lösen.
Aber der Reihe nach: Wenn Sie Fragen haben, fĂĽr die Sie normalerweise die Google-Suchmaschine bemĂĽhen wĂĽrden, scheuen Sie sich nicht, damit einfach mal Google Now zu belästigen. Im Prinzip macht die App ja nichts anderes: Ihre Frage wird aufgezeichnet, erkannt, durch die Untiefen des World Wide Webs gejagt und im Optimalfall als komprimierte Antwort auf das Display gebracht. „Wie lang ist der Amazonas?“, „Wann wurde Leonardo da Vinci geboren?“ – alles kein Problem fĂĽr Google Now. Daneben bringt Ihr persönlicher Smartphone-Butler auch noch Infos zu Wetter, Verkehr oder Sportergebnissen fĂĽr Sie in Erfahrung. Und: Wenn Sie eine kurze Rechnung und keinen Taschenrechner vor sich liegen haben, erzählen Sie doch Google Now von Ihrem Problem – das Tool kann auch rechnen – in eingeschränktem MaĂźe.

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3. Unterhaltung

Auch zu Ihrer Unterhaltung trägt Google Now auf Wunsch bei. Sagen Sie „Spiele“ und einen Musiktitel, wird der gewĂĽnschte Song in Google Play Music abgespielt – vorausgesetzt natĂĽrlich, der Song befindet sich auf Ihrem Smartphone oder Sie haben eine Musik-Flatrate. Wenn Sie ins Kino möchten, sagen Sie entweder „Kinoprogramm“ oder gleich den Titel des Filmes, den Sie sehen möchten – Google kĂĽmmert sich um den Rest, Sie bekommen umgehend die wichtigsten Daten zur Abspielzeit des Films in den umliegenden Lichtspielhäusern angezeigt. Wenn Sie manuell nach Informationen suchen möchten, auch kein Problem: Der Ausruf „Öffne“, gefolgt von einer Webseite, animiert das Helferlein zum Aufrufen der gewĂĽnschten Homepage.

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4. Navigation

Sagen Sie „Navigiere/Fahre zu“ und eine Adresse, und schon bringt Sie Google Now ans Ziel. Mit „Karte von…“ lassen Sie sich eine Ortskarte öffnen, wenn Sie bestimmte Lokalitäten suchen, fragen Sie „Wo ist der nächste Supermarkt/ die nächste Tankstelle?“ etc.

Kacheln und Infos

Google Now ist aber mehr als nur eine Sprachsteuerungs-App: Mittels sogenannter „Karten“ zeigt Ihnen die Anwendung automatisch Ihre Termine an, informiert  über Öffi-Abfahrtzeiten oder über die Ergebnisse Ihres Lieblingsteams. Nachfolgend ein Überblick.

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1. Termine hinzufĂĽgen

Google Now zeigt Ihnen alle Termine an, die Sie im Google-Kalender hinterlegt haben, je nach Einstellungen auch mehrmals vor dem Ereignis. Mit einem Tipp auf das Hand-Symbol  in der linken unteren Bildschirmecke der Google Now-Ansicht lassen sich zudem Erinnerungen speichern.

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2. Nachrichten und Infos

Mit der Vorstellung von Google Now hat der Suchmaschinenriese aus dem Silicon Valley auch den „Knowledge Graph“ der Weltöffentlichkeit präsentiert. Hinter dieser Bezeichnung steckt eine eigens konzipierte Engine, die anhand Ihrer Suchanfragen eine Art persönliches Profil fĂĽr jeden Android-Nutzer erstellt. Google Now greift auf eben dieses Profil zu und blendet anhand dessen individuelle Nachrichten und Informationen ein. Sie suchen oft nach Ereignissen aus der Welt des Sports? – Kein Problem, Google Now wird Sie kĂĽnftig automatisch auf dem Laufenden halten.

Falls Ihnen das nicht reicht, können Sie natürlich auch manuelle Einstellungen vornehmen: Mit einem Tipp auf das Zauberstab-Symbol am rechten unteren Bildschirmrand legen Sie Ihre favorisierte Sportmannschaft fest, geben an, wo Sie arbeiten und welche Aktien Sie besitzen. Der virtuelle Assistent wird Sie anhand Ihrer Präferenzen mit Informationen und Nachrichten versorgen.

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3. Navigation

Google Now fungiert auch als virtueller Reisebegleiter: Die Software trackt Ihren täglichen Weg zur Arbeit, zur Uni oder nach Hause und merkt sich die absolvierte Strecke. Die Folge: Schon nach wenigen Fahrten bekommen Sie personalisierte Karten präsentiert, die Infos zur täglichen Route parat stellen. Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, gibt Google Now Auskunft über die Abfahrtszeiten von Bus und Bahn, die Umsteigmöglichkeiten und alternative Strecken.

Das kleine Sprachgenie kann aber noch mehr: Wenn Sie beispielsweise nach einer Route oder einer Adresse auf Google suchen, merkt sich Google Now auch das – und zeigt Ihnen umgehend verschiedene Reiserouten auf dem Smartphone an.

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4. Die Suchfunktion

Oben in der Google Now-Ăśbersicht finden Sie die Suchleiste: Hier starten Sie mit einem Tipp auf das Mikrofon-Symbol die Sprachsuche oder geben das Schlagwort manuell ein. Google durchsucht Ihre Musik, die Dateien und das Internet gleichermaĂźen.

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5. Karten bearbeiten

Um optimale Ergebnisse gewährleisten zu können, ist Google auch auf die Hilfe des Nutzers angewiesen. Zu diesem Zweck lässt sich mit jeder Karte interagieren: Eine einfache Wischgeste nach rechts oder links lässt die Karte verschwinden, wer unbeabsichtigt einen Eintrag aus dem Feld zieht, kann das mit einem Tipp auf “Rückgängig” wieder ungeschehen machen. Zudem ist jeder Eintrag rechts mit einem Symbol mit drei vertikalen Punkten versehen: Tippen Sie darauf, erscheint ein Untermenü. Hier können Sie entweder Detail-Einstellungen vornehmen oder angeben, ob Sie das News-Thema interessiert.

6. Widget einrichten

Google Now lässt sich auch als Widget auf den Homescreen holen. Navigieren Sie einfach in die Widget-Sammlung Ihres Gerätes, tippen sie lange auf das Google Now-Widget und platzieren Sie dieses anschließend an einer freien Stelle des Homescreens.

Einstellungen, Tipps und Tricks

Dank einiger versteckter Tipps und Tricks können Sie Google Now noch umfangreicher nutzen. Wir haben zudem die wichtigsten Befehle zusammengefasst und stellen uns die Frage nach der Privatsphäre.

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1. Hilfe & Feedback

Sollten Sie trotz unserer Tipps Probleme mit Google Now haben, kein Problem: Im App-Menü finden Sie den Punkt „Hilfe & Feedback“. Hier erhalten Sie detaillierte Anleitungen zur Nutzung und können Probleme direkt an die zuständigen Herrschaften von Google senden.

2. Google Now Launcher

Ihnen reicht die Funktionalität der App nicht? Kein Problem: Google stellt im Play Store einen eigenen Now-Programmstarter zur Verfügung, mit dem Sie von jedem Screen aus auf das virtuelle Helferlein zugreifen können.

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3. OK Google Everywhere

Google Now kann Ihnen auf Wunsch auch dauerhaft zuhören, um allzeit fĂĽr Ihre Befehle bereit zu sein. Ă–ffnen Sie dazu die App und danach die Einstellungen – entweder mittels eines Taps auf den physischen MenĂĽ-Button Ihres Gerätes oder indem Sie nach unten scrollen und auf das Symbol mit den drei Punkten tippen. Danach tippen Sie auf das Feld „Sprache“ und setzen den Schieberegler bei Audioverlauf“ auf „Ein“. Im Eintrag „Ok Google-Erkennung“ setzen Sie das Häkchen bei „Auf jedem Bildschirm“, danach mĂĽssen Sie noch einigen Instruktionen folgen.

Ist die Einrichtung abgeschlossen, können Sie die Sprachsuche jederzeit mit dem Hotword „Ok Google“ starten.

Achtung: Für dieses Feature muss Englisch als Standardsprache festgelegt sein, außerdem klappt “Ok Google Everywhere” nur mit der aktuellsten Version von Google Now.

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4. Wie starte ich Google Now?

Eingangs haben wir bereits einige Möglichkeiten erwähnt, nachfolgend eine kurze Übersicht zu allen Geräten:

Bei Geräten mit Android 4.1 oder höher berühren Sie entweder die Google-Suchleiste auf dem Homescreen oder Sie wischen vom unteren Bildschirmrand, oftmals auch direkt vom virtuellen Homebutton weg, nach oben. Bei Nexus-Geräten reicht ebenfalls ein Wisch nach oben, außer beim Nexus 5: Hier ersetzt Google Now den äußerst linken Startbildschirm.

Privatsphäre ade?

Kein Licht ohne Schatten: Bei all den praktischen Funktionen, die Google Now bietet, muss man das Angebot dennoch kritisch hinterfragen. Nicht ohne Grund ist Google Now der Alptraum jedes Datenschützers, denn eines muss klar sein: Wer Google Now vollumfänglich nutzt, wirft Google persönliche Daten geradezu in den Rachen. Reisen, persönliche Interessen, Lieblingsrestaurants, Arbeitsplatz, Wohnadresse: Die kalifornische Datenkrake freut sich dank des virtuellen Assistenten über jede Menge neue Informationen. Die werden zwar hauptsächlich für Ihr Benutzerprofil verwendet, über angepasste Werbeangebote und mitunter schon fast unheimliche Hilfestellungen seitens Google Now dürfen Sie sich aber nicht wundern. Bevor Sie die Anwendung also starten, sollten Sie sich bewusst sein, das Google ab diesem Zeitpunkt noch stärker in Ihr Leben tritt: Sie sollten sich also die Frage stellen, ob Sie das auch wirklich möchten.

Weitere Befehle

OK Google…

  • „Erinnern an…“ (Speichert Standort- oder Uhrzeit-Erinnerungen ein)
  • „Alarm fĂĽr Uhrzeit“ (Wenig ĂĽberraschend: Stellt einen Wecker in der vorinstallieren App)
  • „Mache ein Foto“ (Aktiviert die Kamera, funktioniert auch mit „Nimm ein Video auf“)
  • „Poste auf (Netzwerk) (Text)“ (Postet den diktierten Text auf dem social Network Ihres Vertrauens)
  • „Wie heiĂźt der Song?“ (Google Now lauscht und verrät den Namen des gerade laufenden Songs)
  • „Wie hat (Team) gespielt?“ (Verrät das aktuelle Ergebnis Ihrer Lieblingsmannschaft)
  • „Zeig meine FlĂĽge“ (Zeigt Ihre gebuchten FlĂĽge. Benötigt Zugriff auf Ihr Gmail-Konto)
  • „Was heiĂźt (Wort) auf (Sprache)“ (Aktiviert den Google Ăśbersetzer, das Wort wird in die gewĂĽnscht Sprache ĂĽbertragen)

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews fĂĽr die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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