Guide: So brauchst du nie wieder Passwörter eintippen

Redaktion 3. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Die Eingabe von Passwörtern nervt. Da liegt es Nahe ein einfaches zu wählen. Leider sind diese unsicher und können schnell geknackt werden. Was aber wenn man ein sicheres Kennwort wählen kann und dieses nicht einmal eingeben muss? Wir zeigen wie das klappt.

Sie wollen Ihre PDF-Rechnung beim Strom­anbieter einsehen? Passwort, bitte. ­Einen Kommentar unter dem Online-Artikel ­hinterlassen? Passwort. Den Flug im Buchungsportal buchen? ­Passwort, Kreditkartennummer und nochmals ­Passwort. Der Online-Alltag ist eine hübsche Herausforderung für die grauen Zellen, will man nicht alle Sicherheitsbedenken über Bord werfen und seine Zugänge mit „1234“ oder der beliebten und leicht merkbaren Zeichenfolge „Passwort“ sichern. Auf dem ­Smartphone verschlimmert sich das Ärgernis durch die unbequeme, meist sehr kleine Bildschirmtastatur, auf der es noch mühsamer ist, lange, komplizierte ­Zeichenketten einzugeben.

Zum Glück gibt es aber für alles eine App. In diesem Fall stehen es sogar mehrere ausgezeichnete Anwendungen zur Verfügung, die dabei helfen, den Bogen zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit zu spannen: Sogenannte Passwort-Manager bewahren ihre Benutzernamen und Kennwörter sicher verschlüsselt auf und geben Ihnen bei Bedarf darauf Zugriff. Sie helfen Ihnen sogar dabei, die Zeichenfolgen in Login-Formulare von Internetseiten oder Anmeldemasken von anderen Apps einzutragen. Die meisten Passwort-Tresore gleichen den wertvollen Inhalt auch automatisch über die „Cloud“ zwischen mehreren Geräten wie PC, Laptop oder Tablet ab – dank Verschlüsselung ist das auch datenschutztechnisch kein großes Problem.

Android_sicher

LastPass Password Mgr Premium

Lastpass ist der beliebteste Passwort-Manager. Er macht Ihre Passwörter überall verfügbar – ob auf Handy, PC oder Mac.  Der Abgleich über mehrere Geräte kostet allerdings 12 Dollar pro Jahr.

Lastpass macht das Speichern und ­Abrufen von Login-Daten besonders bequem. ­Jeder neue Eintrag und jede Änderung wird auto­matisch auf jedes Gerät übertragen, auf dem Lastpass läuft: Das klappt auch auf Smartphones mit Android, auf iPhones und Windows Phones. Auf dem PC greift man auf seine Sammlung über eine ­Erweiterung im Internet-Browser (Internet Explorer, ­Firefox, Chrome, Safari..) zu.

Passwörter eintragen

Wenn Sie mit Lastpass starten und eine Reihe von Benutzernamen und Kennwörtern auf einmal eingeben wollen, machen Sie das am besten in der PC-Version. Hier fällt das Tippen leichter. Nachdem Sie Lastpass heruntergeladen und installiert haben, müssen Sie sich zuerst registrieren und ein „Master-Passwort“ anlegen – dies ist das einzige Passwort, das Sie in Zukunft brauchen werden.

Über den Menüpunkt „Mein LastPass ­Tresor“ > „Webseite hinzufügen“ können Sie nun Ihre Benutzernamen und Passwörter nach und nach eintragen. Beginnen Sie zum Beispiel mit Ihrem E-Mail-Zugang, Ihrem Konto bei Amazon oder etwas ähnlichem. Als nächstes laden Sie die Lastpass-App auf Ihr Smartphone, melden sich mit dem selben Benutzernamen und Master-Passwort an und bejahen die Rückfragen der App. Nun sehen Sie die im ersten Schritt gespeicherten Benutzernamen und Passwörter auch auf dem Smartphone.

Auf Android-Smartphones funktioniert LastPass am besten. Wenn Sie im Internet-­Browser oder in einer App an eine Stelle ­gelangen, an der eine Passwort-Eingabe gefordert ist, durchsucht LastPass Ihre Einträge und meldet sich, wenn einer davon passt.

Sie brauchen nur noch auf den vorgeschlagenen Eintrag zu tippen und LastPass füllt das Anmelde-Formular für Sie aus.

Auf dem iPhone ist die Einrichtung ähnlich, für die Integration in den Safari-Internet­browser sind aber einige zusätzliche Schritte nötig, über die Sie Lastpass informiert. Die Nutzerdaten werden dann über den „Teilen“-Button des Browsers abgefragt und eingetragen. Das Ausfüllen von Passwörtern in Apps funktioniert leider nur bei wenigen ausgewählten.

Fingerabdruck=Passwort

Besitzer von Geräten mit Fingerabdrucksensor (ob iPhone oder Android) haben die ­bequeme Möglichkeit, Ihren „Tresor“ über den im System registrierten Fingerabdruck zu entsperren. Das geht natürlich viel schneller, als ein langes Master-Passwort einzutippen.

Neben den hier beschriebenen Grundfunktionen hat LastPass noch vieles mehr auf Lager, was den Umgang mit Passwörtern sicherer und bequemer macht: Es speichert neue Benutzerkonten mit einem Tipp, generiert automatisch sichere Passwörter, teilt einzelne Einträge auf Wunsch mit anderen Nutzern und vieles mehr.

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