Tipp: Foto-Guide – Teil 4: Fotograf

Peter Mußler 25. September 2016 Kommentare deaktiviert für Tipp: Foto-Guide – Teil 4: Fotograf Kommentar(e)

Die Digitalfotografie ist weit wie nie zuvor. Zeitgleich war es noch nie so angesagt wie heute, alles bildlich zu dokumentieren. Reicht deshalb ein Smartphone für den ­alltäglichen Fotobeweis? Und auf was sollte man bei der ­Anschaffung eines neuen Handys bezüglich der Kamera achten?

Bildquelle: Shutterstock [Maridav]

Bildquelle: Shutterstock [Maridav]

Fotograf

Es wird gerne vergessen, aber auch in Zeiten von automatischer Bildverbesserung und mannigfaltiger Nachbearbeitung liegt immer noch die größte Verantwortung für das fotografische Ergebnis bei dem, der die Kamera hält und auslöst: Ihnen.

1. Ausschnitt richtig wählen

Die Bildkomposition ist das A & O der Fotografie.

Handelt es sich um ein Porträt oder um eine Panoramaaufnahme? Die Anforderungen sind unterschiedlich, für alle Typen gilt aber: nicht langweilen! Hier helfen Apps, aber auch normaler Menschenverstand.Wichtig: Das Objekt nicht voll zentrieren, sondern auf den “goldenen Schnitt” achten. Auch das Anschneiden von Personen oder Bauwerken kann ein Bild interessant machen. Experimentieren Sie und lernen Sie davon!

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2. Tiefe erzeugen

Interessant sind Bilder mit verschiedenen Ebenen: Wenn Sie einen Menschen im Gespräch fotografieren, rückt er ins Zentrum, wenn z.B. eine Tasse im Vordergrund auf dem Tisch steht oder im Hintergrund – am besten unscharf – eine Fassadenzeile zu sehen ist. Eine solche Rahmung durch nähere und weiter entfernte Sekundärobjekte macht das Bild lebendig. Mit Handy-Kameras lässt sich nur schwer Tiefenunschärfe erzeugen, weshalb Nachbearbeitung zur Betonung Sinn machen kann.

3. Gegenlicht vermeiden

Der Klassiker in der Urlaubsfotografie: Man steht auf einem Aussichtsplateau und will den Ausblick auf die Stadt oder das Meer dokumentieren. Problem ist aber, dass im Rücken der Person, die vor den Sehenswürdigkeiten posieren darf, die Sonne lacht. Gegen dieses Grinsen kommt das Lächeln von Partner, Freund, Kind oder Mama sicher nicht an, denn die Kamera orientiert sich am hellsten Fleck. Das Gesicht der Person wird dadurch sehr dunkel. Besser: Mit dem Licht knipsen.

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4. Blitzlicht umgehen

Es gibt Situationen, in denen Blitzlicht Sinn macht. Dann muss es aber ein kräftiger Blitz sein und keiner, der wie beim Smartphone nur eine Alibi-Existenz fristet. Das Modul ist zu schwach für eine richtige Ausleuchtung und zerstört in der Regel eher die Stimmung eines Schummerbildes als dass es wirklich nützt (außer als Taschenlampe). Ein gutes Foto-Handy macht heute auch mit wenig Licht rauscharme und schöne Bilder.

5. Auf Digitalzoom verzichten

Sie kennen das Szenario: Ein Konzert, jemand macht ein Foto oder Video und zoomt mit den Fingern ins Bild. Das bewirkt aber nur eine scheinbare Vergrößerung, da es keinen optischen Zoom gibt. Die Software schneidet aus den gesammelten Bilddaten lediglich einen Teil heraus. Nutzen: Null. Besser ist es, ungezoomt zu filmen und wenn möglich näher ans Objekt zu gehen. Oder aber, wie in den Gadgets beschrieben, eine Tele-Linse vorklemmen. Dann gehen keine Pixel verloren.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.