Tipp: Foto-Guide – Teil3: Gadgets

Peter Mußler 25. September 2016 Kommentare deaktiviert für Tipp: Foto-Guide – Teil3: Gadgets Kommentar(e)

Die Digitalfotografie ist weit wie nie zuvor. Zeitgleich war es noch nie so angesagt wie heute, alles bildlich zu dokumentieren. Reicht deshalb ein Smartphone für den ­alltäglichen Fotobeweis? Und auf was sollte man bei der ­Anschaffung eines neuen Handys bezüglich der Kamera achten?

Bildquelle: Shutterstock [Maridav]

Bildquelle: Shutterstock [Maridav]

Gadgets

Die Smartphone-Kamera ist natürlich der wichtigste, jedoch nicht der einzige Teil der mobilen Fotoausrüstung. Durch den Selfie-Hype werden Halterungen immer wichtiger, aber auch technische Erweiterungen sind beliebt.

Aufstecklinsen – Einfach mal den Blickwinkel ändern

Zugegeben, den Blickwinkel ändern Aufstecklinsen nicht, vielmehr den Bildwinkel. Aber auch das kann die Sicht auf die Welt erheblich verändern. Üblicherweise verfügen Smartphone-Objektive über einen weiten, aber statischen Winkel, der viel von der Umgebung einfängt. Wer weiter entfernt liegende Objekte isoliert einfangen (und bei Porträts überdimensionierte Nasen vermeiden) möchte, braucht ein Teleobjektiv (nein, der Digitalzoom bringt nichts!), für extreme Nahaufnahmen ein Makroobjektiv und für richtig schöne Fischaugenfotos (das ist der Effekt mit der Krümmung) einen Weitwinkelaufsatz. Für überschaubares Geld gibt es solche optischen Erweiterungen, die man einfach vor die Kamera klemmt und ansonsten in der Jackentasche verschwinden.

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Aufsteckblitz – aufgehellt und angestrahlt

Sie kennen es sicher: Sie besuchen ein Konzert und ein anderer Besucher filmt oder schießt Fotos und die ganze Zeit leuchtet der Blitz auf. Dabei bringt er gar nichts auf eine Distanz, die mehr als einen Meter beträgt. Doch selbst darunter wirkt er nur punktuell. Anders dagegen die Aufsteckblitze mit mehreren LEDs und eigener Stromversorgung. Zwar machen sie noch immer kein Flutlicht, leuchten aber flächiger aus. Damit gelingen Interview-Aufnahmen selbst in der Nacht oder das Selfie in der schummrigen Bar.

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Infrarot – Augen wie ein Luchs

Streng genommen handelt es sich bei diesem Gadget um keine Modifikation oder Erweiter-
ung der Smartphone-Kamera. Sie wird schlicht ersetzt durch eine eigene. Denn das Infrarotmodul funktioniert nicht optisch, sondern, wie der Name bereits verrät, über Wärmestrahlung. Das Gerät wird in den USB-Port des Handys gesteckt, eine eigene App wandelt die Sensorinformationen dann in ein Bild um. Schön kann dieses Wärmebild zwar auch sein, in der Regel aber eher informativ für Jäger, Architekten oder Nachtwanderer.

Selfie-Sticks – Den Narzissmus befriedigen

Selfies, also Selbstporträts, sind aus unserer Social Media-Welt nicht mehr wegzudenken. Jeder möchte zeigen, wo er gerade ist oder im letzten Urlaub war. Nicht immer ist zur Beweisführung ein netter Passant zur Stelle. Darum ist das wichtigste Utensil beim Städte-Trip der Selfie-Stick, mit dem man alles das aufs Bild bekommt, was nur mit dem kurzen Arm geschossen abgeschnitten werden würde. Ausgelöst wird mittels Bluetooth-Modul im Griff der Halterung. Teuer ist so ein Ding nicht und erinnert mit ein wenig Fantasie sogar an einen Golfschläger.

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Fernbedienung – fürs Familienfoto

Wenn die gesamte Sippe zum Familienfest zusammenkommt oder der gefangene Fisch ein kapitaler Hecht ist, ist oft auch der Selfie-Stick zu kurz für die Masse an Objekt. Dann muss ein Stativ oder eine andere Halterung her, um das Smartphone mit ausreichend Abstand aufzustellen. Problem aber dann: Wer drückt den Knopf? Am besten machen Sie das als Handy-Besitzer; doch nicht mit einem Gummiarm, sondern mit einer Bluetooth-Fernbedienung, die bis zu einer Entfernung von bis zu zehn Metern funktioniert.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.