GesĂŒnder essen und leben – Topliste

Peter Mußler 6. MĂ€rz 2016 0 Kommentar(e)

Weihnachten und Silvester liegen hinter uns, ĂŒppiger ErnĂ€hrung und einer faulen Phase folgt der alte Alltagstrott – kaum Chance auf Verbesserung von Figur und Fitness. Die folgenden Apps könnten jedoch dabei ­helfen, guten VorsĂ€tzen endlich ­erfolgreich nachzukommen.

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ErnÀhrung Pro

Sie haben sicher schon einmal vom Begriff der ĂŒberkalorischen ErnĂ€hrung gehört? Nein? Sie kennen diese aber garantiert. Wenn Sie mehr Energie (in Form von Essen) zu sich nehmen, als Sie verbrauchen, dann ernĂ€hren Sie sich ĂŒberkalorisch – und nehmen zu. Mit „ErnĂ€hrung Pro“ behalten Sie den genauen Überblick ĂŒber die Energiezufuhr und deren Zusammensetzung.

Kalorien 1: QuantitÀt

Am Anfang der Benutzung sollte das Öffnen des Gesundheitsrechner stehen. Hier ­können Daten wie Alter, Geschlecht, GrĂ¶ĂŸe und ­Gewicht eingetragen und zusĂ€tzlich angegeben ­werden, wie aktiv Sie sind. Daraus errechnet die App, sowohl die ideale Kalorienmenge, den viel ­zitierten Body Mass Index und auch die ideale Zusammensetzung (Anteil von Eiweiß, Kohlen­hydrat und Fett) der Lebensmittel.

Um ĂŒberflĂŒssige Pfunde zu verlieren und sich dadurch besser in der eigenen Haut zu fĂŒhlen, fĂŒhrt man am besten Buch ĂŒber das, was man zu sich nimmt.

Kalorien 2: QualitÀt

Über das HerzstĂŒck der App lĂ€sst sich ein ­ErnĂ€hrungstagebuch fĂŒhren. Aus der ­Datenbank fĂŒgt man Mahlzeiten (mit Zeit und Datum versehen) einzelne Bestandteile zu, z.B. „Spaghetti Carbonara“, „300g“. So erhĂ€lt man einen Überblick ĂŒber Kalorien und NĂ€hrstoffe. Neue Speisen lassen sich hinzufĂŒgen und auch FlĂŒssigkeiten werden erfasst. Zum ErnĂ€hrungs-Monitoring gesellt sich noch ein Gewichtsverlauf und verschiedene Datenbanken fĂŒr Inhalts- und Zusatzstoffe, die sich hinter E-Codes verbergen.

Eine sinnvolle Hilfestellung fĂŒr eine ausgewogene, ergo gesunde ErnĂ€hrung.

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KalorienzĂ€hler – MyFitnessPal

Auch diese App soll helfen, den zĂŒgellosen Konsum von Kalorien einzudĂ€mmen, setzt dabei aber den Fokus weniger auf die GĂŒte der Lebens­mittel. Sie will einen eher dazu bringen, Schlemm-Orgien immer nur in Verbindung mit Sport-Orgien zu feiern – als Wiedergutmachung sozusagen. Motto: „Wenn schon ĂŒber die StrĂ€nge schlagen, dann bitte auch mit BĂ€nderdehnung.“

Eingabe per Bar-Code

Das werbefinanzierte Programm sorgt dafĂŒr, dass das Erfassen der Essensdaten so ­wenig aufwendig wie möglich ist: Man kann aus ĂŒber 3 Millionen Nahrungsmitteln auswĂ€hlen, und das funktioniert nicht nur ĂŒber die Tastatur, sondern bei Convenience-Produkten ĂŒber den integrierten Strichcode-Scanner. Einfach die Keks-Packung vors GerĂ€t halten oder die Pizzapackung und schon werden – mit ErgĂ€nzung der Menge – alle relevanten Daten erfasst und können ins Tagebuch wandern.

Zielgewicht erreichen

Bei „schlechten“ Lebensmitteln schlĂ€gt die App Alarm, die konsumierten Kalorien, werden vom vordefinierten Tages-Soll abgezogen.

GrundsĂ€tzlich kann man sich ­entscheiden, ob man Gewicht verlieren, es halten oder aber zulegen möchte. Dabei spielt ­Bewegung eine entscheidende Rolle. Aus mehr als 350 sportlichen AktivitĂ€ten kann der Nutzer auswĂ€hlen. Der errechnete Energiekonsum der jeweiligen Anstrengung fließt natĂŒrlich in die Kalorienkalkulation ein, Sport ergibt also Spielraum fĂŒr EssenssĂŒnden. Auch Teil ­dieser App ist die Erfolgsmessung anhand des Körper­gewichts (dazu braucht man natĂŒrlich eine Waage – so weit ist die Hardware noch nicht). Eine AufschlĂŒsselung des Essen nach NĂ€hrwerten ist auch hier gegeben.

Eine wunderbar zu bedienende App, die Sport und ErnÀhrung ins VerhÀltnis setzt.

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Hydro Coach – Wasser trinken

Trinken ist die natĂŒrlichste ­Sache der Welt, oder? Prinzipiell ja, denn eigentlich verspĂŒrt der Körper Durst, wenn er FlĂŒssigkeit braucht, der Mensch labt sich an Wasser oder ­Àhnlichem. Problem ist nur, dass mit zunehmendem ­Alter das DurstgefĂŒhl abnimmt und zu schnell befriedigt wird, wenngleich der FlĂŒssigkeitshaushalt noch nicht wieder ­ausbalanciert ist. Folge sind Symptome, die man gar nicht sofort mit einem Trinkdefizit in Verbindung bringt, wie z.B. Kopfschmerzen, KonzentrationsschwĂ€che, MĂŒdigkeit und vieles andere mehr.

Diese App ĂŒberwacht und reguliert die Trinkleistung, in dem sie den Nutzer daran erinnert, sich „zu trĂ€nken“ und die Tages­leistung protokolliert und zu einem FlĂŒssigkeitstagebuch zusammenfasst. Man gibt zunĂ€chst seine Körperdaten und Wachzeiten an, dann errechnet die App den Tagesbedarf. Danach legt man die Trinkportionen fest und wird ­periodisch an die „Wasserung“ erinnert.

Je nach Umfeld oder Alter eine sinnvolle, ­einfache und klare App.

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Codecheck: Inhaltsstoffe-Check

Sie möchten wissen, wie viel Zucker Ihr Joghurt hat oder ob das Silikon im Duschgel bedenklich ist? Dann sollten Sie diese App installieren. Um herauszufinden, welche Inhaltsstoffe in einem Produkt stecken, muss lediglich der Scanner in der App gestartet und der Strichcode des Produktes vor die Linse gehalten werden. Dieser wird durch eine rund 22 Millionen Produkte starke Datenbank gejagt, als Endergebnis scheint dann die Zusammensetzung des Produkts auf. Die Inhaltsstoffe werden auf einer Detailseite aufgeschlĂŒsselt und mittels eines Ampelsystems bewertet.

Bei gefÀhrlichen Ingredienzien schlÀgt die App ­Alternativen vor. Das Antippen einer Bewertung öffnet ein weiteres Fenster mit zusÀtzlichen ­Informationen.

Die riesige Datenbank kennt fast jedes ­Produkt. Wem also nicht egal ist, was er isst oder ­benutzt, wird diese App schÀtzen.

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Bio123: Bio-Lebensmittel finden

Wir stellen Ihnen nicht immer nur Apps vor, die gut sind, sondern auch solche, die eine gute Idee verfolgen, bei der AusfĂŒhrung allerdings noch ein wenig nachbessern könnten. Eine solche Anwendung ist Bio123. Mit dieser soll es potenziellen KĂ€ufern von Bio-Produkten, in erster Linie von Lebensmitteln, leicht gemacht werden, die entsprechenden Anbieter zu finden. Am besten geht das, wenn die GPS-Peilung aktiviert ist und dadurch die Entfernung zum nĂ€chsten Hof­laden oder Bio-Markt angezeigt werden kann. Problem wie immer bei solchen Diensten: Ist die Datenbank aktuell, findet sich also jeder ­Anbieter? Das bedarf intensiver Pflege. Wir ­haben manche vergeblich gesucht. Das Finden erschwert, dass die Stichwortsuche erst in ­einer Subkategorie funktioniert.

Prinzipiell ein guter Ansatz, der aber MĂ€ngel in der konkreten App-Umsetzung aufweist. Die Webseite funktioniert besser.

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Daily Yoga: Yoga fĂŒr die Hosentasche

Nackenschmerzen von der Arbeit vor dem Bildschirm? Ein steifer Hals, da auf der Fernseh-Couch ­eingenickt? Überhaupt zu wenig Bewegung und dadurch verkĂŒrzte BĂ€nder und in der Folge Verspannungs­kopfschmerz? Dagegen hilft Yoga – auch MĂ€nnern, die das als nicht besonders angemessen empfinden. In dieser App stehen einem nach unkomplizierter Anmeldung und Definition der Trainingsziele (u.a. „Flexibler werden“ oder „Körperstraffung“) einige Übungen kostenlos zur VerfĂŒgung, die einem mit Video und Sprachanleitung vor dem Hintergrund angenehmer Musik erklĂ€rt werden. Ganze Trainingsprogramme kann man sich auch vornehmen, spezielle Sessions sind in Verbindung mit einem gĂŒnstigen Abo verfĂŒgbar.

Beweglichkeit verbessert das Wohlbefinden, Yoga die Beweglichkeit. Diese App hilft beim Erlernen, ist simpel und gĂŒnstig.

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Calm – Meditate, Sleep, Relax

Stress und Anspannung gehen weniger von dem aus, was wirklich um uns herum passiert, sondern davon, wie wir dazu stehen. Kurz: Wir machen uns den Stress selbst. Meditation kann hierbei ein wirksames Mittel gegen ein GefĂŒhl des gehetzten Unwohlseins, des „Unter-Strom-Stehens“ sein. Dabei konzentriert man sich auf sich selbst, ­vergisst die Welt um einen. Wer damit wenig Erfahrung hat, braucht eine Anleitung, und die darf auch in Form einer Stimme aus dem Smartphone kommen. Sie ist in dieser App zwar auf Englisch, aber dennoch angenehm und verstĂ€ndlich. Es gibt verschiedene Übungsstufen, die man sich ĂŒber ein Abo freischalten muss, auch die so wichtigen GerĂ€uschkulissen sind nicht alle frei erhĂ€ltlich. FĂŒr den Einstieg reicht es aber allemal.

Diese App sorgt auch unterwegs fĂŒr einige ­Minuten Ruhe, entspannt oder hilft dank Timer auch beim Einschlafen.

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Quiz dich fit

Wer zwischen EInkaufen beim Bio-­Bauern, gesundem Kochen und der nĂ€chsten ­Yoga-Einheit im Vorbeigehen noch etwas ĂŒber Nahrungsmittel und Körper­ablĂ€ufe erfahren möchte, kann das mit dieser App spielerisch tun. Sie finanziert sich in der kostenlosen Version zwar ĂŒber Werbung, die hĂ€lt sich aber in Grenzen. Um das erste Level zu ĂŒberstehen, muss man 30 Fragen zur ErnĂ€hrung beantworten. Macht man ­dabei Fehler, schließt ein Infofeld WissenslĂŒcken und man muss in einem kleinen „Fangspiel“ die „guten“ von den „schlechten“ Speisen unterscheiden. Macht Spaß!

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Fitness-Rezept des Tages

Der Name ist hier natĂŒrlich Programm: Jeden Tag trudelt ĂŒber die App ein Rezept beim App-Nutzer ein, so dass er seine Fantasie fĂŒr eine gesunde und wohlschmeckende Mahlzeit nicht bemĂŒhen muss. Und das ist ernst gemeint, denn in der Regel kocht man ja zu oft dasselbe. Es handelt sich nicht um explizite DiĂ€t-­Gerichte, jedoch werden Speisen empfohlen, die ausgewogen sind. NatĂŒrlich gibt es auch ein Archiv an Speisen fĂŒr die verschiedenen Tageszeiten. Und was einem gefĂ€llt, kann man mit einem Favoritenstern versehen und so immer wieder abrufen.

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Beste Smoothie-Rezepte

Noch eine selbstverstĂ€ndliche App – es geht um ­Smoothies, die Mineralien- und Vitaminbomben aus Eis, Obst und rohem GemĂŒse, die momentan buchstĂ€blich in aller Munde sind. Auch hier werden die Klassiker aus Spinat, Apfel und Leinöl bald langweilig, es gilt Abwechslung in das ­Smoothie-MenĂŒ zu bringen. Die App listet Rezepte nach sechs Kategorien geordnet auf, darunter auch welche fĂŒr eine spezielle Wirkung (z.B. zum Abenehmen oder gegen BlĂ€hungen). Leider sind Zutaten und Zubereitung nur auf Englisch verfasst.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.