Security Apps – Topliste

lukas 14. Juni 2015 0 Kommentar(e)

Im Grunde ist das Thema Sicherheit bei mobilen GerĂ€ten nicht viel anders zu bewerten als bei denen, die nicht so ohne Weiteres in eine Tasche passen. Wer umsichtig surft, keine Login-Daten hinterlĂ€sst und nicht jedem x-beliebigen Installationsangebot seinen blinden Segen gibt, dem droht selten Datenmissbrauch und NutzungseinschrĂ€nkung. Android als meistgenutztes Betriebssystem auf Smartphone und Tablet ist zwar quelloffen und ­somit zunĂ€chst einmal anfĂ€llig fĂŒr maßgeschneiderte Schadsoftware. Der Appstore aber – das Tor schlechthin fĂŒr Malware im Mobilbereich –,­ der die meisten Nutzer versorgt, ruht in Googles Hand und nimmt schĂ€dliche Programme gar nicht erst auf. GefĂ€hrlich wird es also vor allem dann, wenn man sich Apps aus anderen Quellen installiert und dazu noch gerootete GerĂ€te verwendet.

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Eine andere Gefahr, die dem Telefon viel eher droht als dem PC zuhause, ist ein ­physischer und nicht minder krimineller Angriff: Diebstahl. Gerade hochwertige und neue Hardware weckt Begehrlichkeiten und der Ärger ist groß, wenn die teure Anschaffung plötzlich in ­Diensten eines Fremden steht. Auch hier bieten die neuesten Security-Apps Hilfe in Form von GerĂ€teortung oder zumindest Schadensbegrenzung durch automatische Sperrung oder Ferndatenlöschung.

Ein weiteres Thema ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen. VerfĂŒgen diese ĂŒber ein Smartphone oder benutzen das Familientablet mit, sollten die Eltern auch hier den Internetzugang kontrollieren und regulieren.
Die hier vorgestellten Apps haben wir in  Kooperation mit AV-Comparatives getestet und danken an dieser Stelle dafĂŒr.

 

 

 

 

 

Avast! Mobile Security & Antivirus

Der Virusscanner, der eigentlich alles kann. Die Echtzeitscanfunktionen heißen ganz bildlich „Shield“. Abgeschirmt wird das MobilgerĂ€t dabei in alle Richtungen: Ob Gefahr droht von Apps, gespeicherten Dateien (z.B. auf einer SD-Karte), eingehenden Nachrichten oder von angesurften Webseiten. Der ­Privacy Advisor weist auf SicherheitslĂŒcken bei den Einstellungen hin. Im Verlustfall durch Langfinger greift eine eigene Anti Theft-­Anwendung, die man so installieren kann, dass sie auch durch ein Hard-Reset nicht wegzubekommen ist. Selbst bei gewieften Dieben bleibt sie also aktiv. Um auf das GerĂ€t im Bedarfsfall aus der Ferne zugreifen zu können, braucht es eine Notfall-Telefonnummer, die man bei der Anmeldung hinterlegt, und von der aus SMS-Befehle abgesetzt werden können. Die Steuerung per Webseite ist aber auch möglich. Per Remote kann man so ein Datenbackup anlegen, das Display sperren (mit Nachricht fĂŒr einen Finder), alles löschen oder eine Weiterleitung einrichten. Falls es nicht auffindbar ist, hilft die ­Sirenenfunktion, aber auch eine Lokalisierung ist möglich. Wird die SIM-Karte getauscht, erfolgen automatisch Sperrung und Benachrichtigung. Black-/Whitelist sortieren Spam aus – und nur Spam.

 

 

 

 

Kaspersky Internet Security

Safe Browsing, also das sichere Surfen, funktioniert laut Anbieter bevorzugt mit Chrome. Vor Phishing per SMS wird ebenfalls gewarnt, aber nicht nur Viren, sondern auch unangenehme Anrufer und Texter haben per Black-/Whitelist keine Chance. Leider wurden im Test auch SMS gefiltert, die nicht auf der Blacklist standen. Zusatzfunktion hier: Konversationen mit bestimmten Kontakten können versteckt werden. SMS sieht man zwar noch, aber sie haben keinen Absender. Clou: Wird das GerĂ€t ­geklaut, kann es sogar Bilder (vom Dieb) machen und diese, natĂŒrlich neben dem Standort, ĂŒbermitteln. Google Maps hilft beim einfachen AufspĂŒren. ­Löschen, Aktivieren der Sirene und das Anzeigen einer personalisierten Nachricht ĂŒber den Sperrbildschirm sind hier genauso möglich. Ebenfalls mit an Bord: der SIM-Sensor. Wird eine neue Karte eingelegt, sperrt sich das GerĂ€t und informiert ­sofort die Notfallnummer.

 

 

 

 

Sophos

Der Echtzeitschutz kann hier so eingestellt werden, dass bei Roaming nur offline gescannt und Aktualisierungen nicht vorgenommen werden. Auch hier gibt es allgemeine Hinweise zu Konfigurationen, Apps können sogar mit Code geschĂŒtzt werden. DafĂŒr fehlt eine individuelle Blacklist, es sortiert nur ein globaler Filter. Hervorzuheben ist ein Browserfilter nach bestimmten ­Kategorien. So schĂŒtzt die App vor Webseiten, die z.B. fĂŒr Kinder nicht geeignet sind. Bei einem Familientablet kann das ein Segen sein. Bei Diebstahl kann man das GerĂ€t sperren, Alarm auslösen, alles löschen (wahlweise sogar mit Überschreiben) und natĂŒrlich den Standort ausmachen. Das geht alles aber nur per SMS-Befehl, ein Webinterface steht nicht zur VerfĂŒgung. Interessant: neigt sich der Akku dem Ende zu, setzt diese App eigenstĂ€ndig ein Ortungssignal ab. Wird die SIM-Karte gewechselt, ist das GerĂ€t auch hier blockiert.

 

 

 

 

G Data Internet Security

Auch hier funktioniert die Diebstahlsicherung im ersten Schritt ĂŒber die Telefonnummer eines Freundes in Verbindung mit einer PIN. Bei Verlust kommen nur SMS-­Befehle zum Einsatz, eine Ortung ist nicht per Web möglich. Vom GerĂ€t kommen gar nur Koordinaten, die ĂŒbersetzt werden mĂŒssen – schade. Bei der Ferndaten­löschung bleibt die SD-Karte ­unberĂŒhrt, aber auch hier greift ein Schutz bei SIM-Tausch. Der ­Sicherheitsscan erfolgt einmal tĂ€glich, alternativ nur beim Laden oder bei vollem Akku. Der Browser­-Schutz greift bei Android und Chrome, Apps können mit Passwort gesperrt werden. Ein sogenannter Kid‘s Browser öffnet nur spezielle ­Seiten (nicht einstellbar), eine Black-/Whitelist wehrt Spam zuver­lĂ€ssig ab. Über einen eigenen Messenger kann mit ver­steckten Kontakten kommuniziert werden.

 

 

 

 

CM Security Antivirus Applock

Safe Browsing wird beim Hersteller CheetahMobile als
extra App angeboten, im Test hat das allerdings nicht funktioniert: Phishing-Webseiten wurden nicht erkannt. Die Anwendung verfĂŒgt ĂŒber einen Filter fĂŒr Anrufe, aber nicht fĂŒr SMS – auf dem Weg kommt aber die meiste Werbung. Ein Hinweisgeber macht auf unsichere System­einstellungen aufmerksam, fĂŒr eine Bereinigung von EintrĂ€gen und  Dateien wird eine weitere App empfohlen, der Clean Master. Einzelne Apps sind sperrbar. FĂŒr den Verlust­fall braucht es ein Google-Konto, ĂŒber Maps kann dann das abhanden  gekommene GerĂ€t geortet werden. Neben Sirenen- und Sperr- steht auch eine Löschfunktion aus der Ferne zur VerfĂŒgung. Eine Notfallnummer verwendet dieses System jedoch nicht. Wird die SIM-Karte entfernt, ist auch hier das Telefon nicht mehr verwendbar.

 

 

 

 

ESET Mobile Security & Antivirus

Vor dem ersten Scan lĂ€sst sich hier festlegen, wie scharf die Schutzpatrouille vorgehen darf. Genaue LogbĂŒcher protokollieren ZwischenfĂ€lle und verschieben potenzielle GefahrentrĂ€ger erst einmal in einen QuarantĂ€nebereich. Über den allgemeinen Sicherheitsstatus durch die allgemeinen Einstellungen informiert wie bei den anderen Apps ein Privacy Advisor, der hier „Security Audit“ heißt. Praktisch bei turnusmĂ€ĂŸiger Virensuche: Um den Akku zu schonen, kann eingestellt werden, dass nur wĂ€hrend des Ladens nach schadhaften Elementen gesucht wird. Updates sind automatisch frĂŒhestens alle sechs Stunden abrufbar. Zur Sicherheit beim Surfen: Die Phishingdetection funktioniert zumindest mit Chrome einwandfrei.

Wird das MobilgerĂ€t einmal zu Diebesgut, hilft auch hier, neben den ĂŒblichen Funktionen von Sperren bis Lokalisieren, ein Kameraselbstauslöser, der Hinweise auf Verbleib oder Dieb geben kann. Befehle gehen an Telefon oder Tablet in der aktuellen Version auch per Web und nicht mehr nur per SMS. Besonders an dieser App ist die Möglichkeit, das blockierte GerĂ€t leicht wieder zu entsperren – natĂŒrlich nur fĂŒr die rechtmĂ€ĂŸigen Nutzer. Es kann schon einmal passieren, dass das gestohlen geglaubte Smartphone im Auto wieder auftaucht. Dann will man es bald wieder gebrauchen können.

 

 

 

 

F-Secure

Die Anti-Diebstahl-Maßnahmen (obwohl streng genommen das Klauen nicht verhindert wird) umfassen das bekannte Programm von Suchsirene, Löschung, automatischer SIM-Sperre und manueller Blockade, die Registrierung braucht E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer. Schutz ĂŒber die Cloud ist abstellbar, sicheres Surfen ist mit Chrome gegeben. Black-/Whitelisten sorgen fĂŒr die Durchstellung nur gewĂŒnschter Anrufe und SMS. Highlight fĂŒr Eltern ist die ZugangsbeschrĂ€nkung in drei Stufen: Child, Teen und Adult.

 

 

 

 

BitDefender

Zwar gratis, aber sicher nicht umsonst. Wer nur einen spartanischen Malware-Scanner mit einfachen Diebstahlfeatures sucht, kann zugreifen. Die einzige App im Test, die Schadsoftware nur online aufspĂŒren kann. Das ist schon ein kleines Manko. Spam-Filter und Blacklist gibt es nicht. Ist das GerĂ€t weg, muss man sich immerhin nur einen SMS-­­Befehl merken, alle weiteren werden einem dann zugeschickt. Bevor die Batterie leer ist, ĂŒbermittelt die App den Standort. Leider wartet man vergeblich auf eine SMS, wenn die SIM-Karte ­getauscht wird.

 

 

 

 

Android GerÀtemanager

Der hauseigene GerĂ€temanager ist auf manchen GerĂ€ten bereits vorinstalliert, andere mĂŒssen ihn aus dem Playstore herunterladen. Er lĂ€uft eigentlich außer Konkurrenz, da er nicht bei Malware-Befall hilft, sondern nur, wenn das GerĂ€t sich dem physischen Zugriff entzieht. Mittels Web und Google-Konto (das GerĂ€t muss natĂŒrlich mit einem solchen verknĂŒpft sein) kann man einen Klingelton aktivieren, das GerĂ€t sperren und lokalisieren oder die Daten löschen. Ein Finder kann sogar eine gespeicherte Nummer direkt zurĂŒckrufen.

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