Spiele fĂĽr lange Winterabende – Topliste

7. Februar 2016 1 Kommentar(e)

Die Tage werden zwar schon wieder länger, dennoch hat uns der Winter noch fest im Griff. Das ist die Jahreszeit, in der wir gerne mal ganz gemĂĽtlich auf dem Sofa sitzen und ein Buch lesen – oder das Smartphone zur Hand nehmen und uns leichte Spielekost gönnen: ein Gelegenheitsspiel, ein Spiel fĂĽr zwischendurch oder etwas zum Rätseln. Nachfolgend eine Auswahl.

spielewinter

prune

In Prune werden wir zum digitalen Gärtner. Wir pflanzen Bäume und lassen sie wachsen. Nicht indem wir sie gießen, sondern indem wir nutzlose Äste entfernen. Denn das zu Boden fallende Geäst ist Nährboden für weiteres Wachstum. Schließlich müssen wir darauf achten, dass jene Äste wachsen können, die demnächst das Licht erreichen werden, denn nur dann können die Äste austreiben und Blüten bilden. Haben wir genügend Blüten gesammelt, ist der Level überstanden und es geht auf zum nächsten.

 

 

FREEZE! 2 – Brothers

Der erste Teil „Freeze! – Die Flucht“ war ein umwerfender Erfolg, nun kommt der zweite Teil des rollenden Sehorgans. Diesmal mit zwei Augen.  Die atmosphärische Umgebung, die detailreiche Grafik, die bewährte Spielmechanik, das alles ist beim Alten geblieben: Erneut müssen wir dem Auge helfen, zur rettenden Spirale zu gelangen und erneut machen wir dies durch Drehen der Zelle, in der beide gefangen sind. Klar, dass da auch Hindernisse eingebaut sind, die es zu umschiffen gilt. Und diesmal  geben sich sogar noch zahlreiche weitere Features ein Stelldichein. So kommt nun vornehmlich das Element Wasser ins Spiel. Da hilft oft nur der Freeze-Button. Dann drehen wir die Zelle soweit, dass das Auge oben oder jedenfalls weit weg vom Wasser ist. Denn das Wasser gehorcht nach wie vor den Gesetzen der Schwerkraft. Und schon haben wir gewonnen.

 

 

Trick Shot

Hier müssen wir mit einem „Trick Shot“ einen Ball in eine Box befördern. Und zwar, indem wir ihn wie mit einer Schleuder aufziehen und dann loslassen. Mit der Länge des Zugs bestimmen wir das Tempo, mit dem Winkel die Richtung. Das Ziel ist eine Box, deren Öffnung durch zwei geöffnete Klappen dargestellt wird. Wir dürfen den Ball übrigens nur von der vorgegebenen Abschussrampe abschießen. Klingt einfach, doch der Ball muss auch Hindernisse überwinden …

 

 

94%

94 Prozent – das ist nicht wenig, aber genauso viel sollen Sie wissen: Sie mĂĽssen fast alle der Antworten liefern, die unsereins ĂĽblicherweise auf recht alltägliche Fragen gibt. Z.B. auf die Frage: „Was ist das erste, was ich morgens mache“. Oder: „Beliebter Urlaubsort bei Deutschen“, „Deutsche Promis“, „Pizza-Belag“, „Das bringt UnglĂĽck“, „Das verliert man oft“, „Das isst man mit Brot“ oder „Das habe ich immer bei mir“. Wenn Sie mal gar nicht weiter wissen, wählen Sie den Buchstaben-Joker. Dadurch wird der erste Buchstabe vorgegeben, die weiteren mĂĽssen Sie aus einer begrenzten Auswahl an Buchstaben bestimmen. Sie können aber zusätzlich Buchstaben anzeigen, was SpielmĂĽnzen kostet, die Sie hoffentlich haben.

 

 

Dark Echo

Wie finden wir in einem vollkommen finsteren Verlies den Ausgang? Richtig, mit Schallwellen. Zu Beginn eines Levels sehen wir nicht mehr als den weiĂźen Abdruck unserer Schuhe auf einer vollkommen schwarzen Fläche. Ein Tipp auf die Schuhe simuliert ein Klatschen und die Schallwellen werden visualisiert. So können wir schon mal die Grenzen des Raumes in der  unmittelbaren Umgebung erahnen. Und dann wagen wir uns weiter vor…

 

 

Okay?

In diesem Geduldsspiel geht es darum, einen Ball ins Spiel zu bringen, der alle Plattformen auf der Spielfläche berührt. Dazu verleihen Sie dem Ball durch Aufziehen Schwung, ähnlich einer Schleuder. Wichtig ist, die Richtung zum ersten Objekt richtig zu bestimmen. Doch auch der Abprallwinkel von dort ist entscheidend, denn danach soll der Ball ja das nächste Objekt treffen. Das ist bei zwei rechteckigen Plattformen noch überschaubar einfach. Doch wenn diese dreieckig und nicht zwei sondern mehrere sind, dann wird es schon ein wenig kniffeliger.

 

 

80 Days

Im 19. Jahrhundert galt die Wette des Mr. Fogg, die Welt in 80 Tagen umrunden zu wollen, recht kurios. Wie auch immer, wir als Spieler haben nun die Aufgabe, Mr. Fogg nebst Diener von Station zu Station zu geleiten. Das Spiel passt in keine Schublade. Es wird unter dem Oberbegriff „Simulation“ geführt, gleichzeitig sind Elemente von Adventures und Rollenspielen vertreten. Grafisch kann das Spiel durchaus punkten, wer jedoch epische Spielelandschaften und toll gerenderte Charaktere erwartet, der wird enttäuscht. Vielmehr ist die gesamte Grafik recht minimalistisch ausgefallen und das Spiel ist sehr textlastig. Die Crux dabei ist, dass der Spieler recht gute Englischkenntnisse mitbringen muss.

 

 

Ticket to Ride

Das Brettspiel „Zug um Zug“ (deutscher Titel) erhielt unzählige Auszeichnungen und genießt Kultstatus. Auch in der digitalen Umsetzung geht es darum, mit Waggons in der eigenen Farbe diverse Strecken auf einem vorgegebenen Streckennetz zu besetzen. Welche Strecken konkret in Beschlag genommen werden müssen, wird von Streckenkarten festgelegt, die zufällig gezogen werden. Waggonkarten müssen schließlich gesammelt werden, um die eigenen Waggons auf dem Streckennetz platzieren zu dürfen. Durch geschicktes Platzieren hindert man den Gegner am Ausbau seiner Waggonketten. Versprüht den gleichen Charme wie das Brettspiel und gibt aus technischer Sicht keinen Grund zur Kritik.

 

 

LIMBO

In diesem Spiel müssen wir ­einen kleinen Jungen durch den pechschwarzen Wald steuern und bei der Suche nach seiner Schwester sowie im Kampf gegen diverse Gegner unterstützen. Allerdings schwingt der Protagonist ­dabei nicht seine Fäuste, vielmehr setzt er auf seine geistige Stärke. LIMBO bekommt nicht nur den Spagat zwischen 2D-Jump&Run und Knobelspiel perfekt hin, auch die ­Grafik ist vom Feinsten. Während das ­richtige ­Timing für das Abspringen ständig ­gefordert ist, müssen Sie auch nach Fallen Ausschau halten und bei den Rätseln Ihre grauen Gehirnzellen anstrengen.

 

 

Doors&Rooms 3

Wir sind in einem unbekannten Raum eingesperrt und müssen nun sehen, wie wir da wieder heraus kommen. Tja, der Schrank ist durch ein Kombinationsschloss gesichert, die Fernbedienung hat keine Batterien, die Schubladen, die sich öffnen lassen, sind leer und, und, und. Wer bereits mal ein paar Adventures gezockt hat, kennt dieses Szenario. Greifen wir uns einen dieser Klassiker, befreien diesen von der Handlung und lassen lediglich die Rätsel als Bodensatz übrig, haben wir das Spielprinzip von Doors&Rooms. Tolles und spannendes Spiel, das die Quintessenz der Adventures in einem levelbasierten Knobelspiel vereint.

 

 

Auf geht’s, Thomas!

Wir übernehmen das Steuer einer Lokomotive, die durch Antippen des Fahrknopfes vorwärtsfährt. Auf dem Nebengleis fährt eine andere Lok, die versucht, uns zu überholen. Gott sei Dank lassen sich von Zeit zu Zeit Sonderfähigkeiten aktivieren, die uns einige Meter weiterbringen. Jede Lokomotive hat ihre eigene Sonderfähigkeit. Jede Lok hat zudem ein eigenes Renngebiet, das sich grafisch von den anderen Terrains abhebt. Die 3D-Grafik ist generell kindgerecht. Für Erwachsene ist Thomas wenig interessant, Kinder werden an der einfachen Spielhandlung aber ihre Freude haben.

 

 

Agent Alice

In diesem Wimmelbildspiel übernehmen Sie die Rolle der ­Agentin Alice Wallace, die die entführte Schauspielerin Wanda möglichst schnell ­wiederfinden muss. Dabei müssen Sie in altbekannter Hidden-Object-Spiel-Manier diverse Locations untersuchen. Allerdings müssen die gesuchten Gegenstände, bei denen es sich meist um Indizien handelt, erst einmal gefunden werden: je schneller, desto mehr Punkte bzw. Sterne gibt es. Wer zu wenige Sterne ­einsammelt, der muss eben die bereits gespielten Wimmelbild-Szenen mit teils neuen Elementen noch einmal durchspielen. Oder aber er geht auf Einkaufstour mit echtem Geld.

 

 

Glowing Darkness

Tintenfische sind die einzige Lichtquelle in den Untiefen der Meere. Moment, diese Kopffüßler ­senden doch einen Tintenstrahl und keinen Lichtstrahl aus. Korrekt, doch wir wandeln die Tinte zum Zwecke der besseren Spielbarkeit in Licht um. Unsere Aufgabe ist es, diesen Lichtstrahl mithilfe einzigartiger Lebewesen auf das Endziel jedes Levels zu lenken. Klar, dass dieses Ziel nicht direkt auf diesem Lichtstrahl liegt. Vielmehr müssen wir ihn mithilfe besonderer Flunderfische, kunstvoll verzierten Spiegel, Splitter und Teleporter umlenken, um den Hindernissen auszuweichen. Korallenriffe und Algenteppiche versperren schon mal den Weg des Lichts. Dann ziehen wir einfach via Drag and Drop einen Spiegel in den Lichtstrahl und lenken ihn damit um 90 Grad um. Sogenannte Splitter wiederum erlauben, den Lichtstrahl in zwei Streifen aufzuteilen. Ein buntes Adventure, das unter Wasser angesiedelt ist, was aber spieletechnisch vollkommen irrelevant ist. Optisch ist das Setting allerdings sehr wohl von Bedeutung: eine bunte Unterwasserwelt erwartet und motiviert uns.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HG2

Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

Xing Profil