App-Marketing: Ein Interview mit der Agentur INTEGR8

Alle unsere Leser, die sich schon mal mit dem Thema App-Entwicklung beschäftigt und vielleicht auch die eine oder andere App schon selbst programmiert haben, kennen sicher die unendlichen Weiten des Playstores.

 

Bei mehr als 1,3 Millionen Apps wird es zunehmend schwieriger seine eigene App – ist sie auch noch so innovativ und hochwertig – für die breite Masse überhaupt sichtbar zu machen. Ähnlich wie bei Websites sind Begriffe und Instrumente wie ASO, PR, Performance Marketing und Community Management das A&O einer jeden erfolgreichen Kampagne. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen haben wir einige spannende Einsichten und Tipps der Berliner Agentur INTEGR8 für alle die, die Performance der eigenen App steigern wollen, zusammengefasst.

Was macht die Agentur INTEGR8?

Wir – ein zurzeit 9-Köpfiges Team mit Sitz am Kurfürstendamm, Berlin – haben uns auf die Vermarktung von mobilen Apps konzentriert und unterstützen Startups, mittelständische und große Unternehmen dabei, ihre Projekte zum Erfolg zu führen.

Hierbei betreuen wir die unterschiedlichsten Apps und konnten in den vergangenen Jahren viel Erfahrung sammeln und hilfreiche Prozessmuster entwickeln, die für ein strukturiertes, ökonomisches Vorgehen sowie eine maximale Ausnutzung der organischen Traffic-Potentiale sorgen. App Marketing ist für uns besonders deshalb spannend, weil es verglichen mit dem „klassischen“ Online Marketing ein noch sehr junges und dynamisches Geschäftsfeld ist. Nicht selten leisten wir Pioniers-Arbeit und bringen die Mitarbeiter bei Google, Facebook und Co. an die Grenzen ihres eigenen Fachwissens – das kann teilweise sehr abenteuerlich sein und gibt unserem Team viel Motivation.

Wie kann INTEGR8 App Entwicklern helfen, dass die eigene App möglichst oft installiert wird?

Das kann von Fall zu Fall ganz unterschiedlich aussehen. Je nach Kunde und Anforderung decken wir einzelne Bereiche (wie die Appstore-Optimierung, das mobile Performance Marketing etc.) ab oder arbeiten wie eine externe Marketing-Abteilung ganzheitlich an dem App-Projekt. Dies fängt dann in der Regel bei der Integration diverser Tracking-Standards, SDKs (Code-Schnipsel für Facebook, Google etc.)  und einem CRM (Customer Relationship Management) Tool an, geht dann über die Appstore-Optimierung (ASO) um den organischen Traffic maximal auszunutzen. Im nächsten Schritt werden Kampagnen ausgerollt, Pressemitteilung betrieben und und und – die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen stark vom jeweiligen Projekt und dessen individuellen Wettbewerbsbedingungen ab.

Was kann man selbst machen, damit die eigene App möglichst oft installiert wird?

In unserem Blog geben wir zahlreiche Tipps zur Selbsthilfe. Hier behandeln wir die unterschiedlichsten App-Marketing-Felder und teilen unsere Erkenntnisse mit unseren Lesern. Besonders spannend ist sicherlich die Appstore-Optimierung (ASO).

Gibt es eine garantierte Anzahl an Installs?

Ja und nein – organische, nachhaltige Traffic-Quellen (ASO, PR..) lassen sich in ihrem Wirkungspotential erst im laufenden Geschäft erfassen. Anders sieht es bei Performance Marketing Kampagnen aus. Hier kann man auf den Nutzer genau abrechnen und einen entsprechenden „CPI“ definieren. Je nach Herkunftsland und Qualität des Traffics schwanken die Preise pro Nutzer. In Deutschland kostet ein „Install“ zwischen 35 Cent und 3 Euro pro Nutzer. Hier sollte man vor allem zwischen sogenannten incentivierten Nutzern und nicht-incentivierten Nutzern unterscheiden. Eine Incentivierung besteht zum Beispiel dann, wenn z.B. einem Nutzer eines App-Spiels ein Zusatz-Leben oder eine ähnliche Art des Anreizes angeboten wird, wenn er die Ziel-App installiert. Dies trägt natürlich nicht unbedingt zur „Qualität” des Nutzers bei. Da diese „geköderten Nutzer” die App oftmals schnell wieder deinstallieren, können sich sogar negative Effekte im Hinblick auf das Appstore-Ranking einstellen – solche Faktoren müssen bei einem günstigen Traffic-Einkauf berücksichtigt werden.

Gibt es Punkte, die auch schon bei der App Entwicklung beachtet werden sollen?

Die gibt es – und zwar so einige. Gerade beim Tracking und CRM wird erfahrungsgemäß häufig gespart oder aufgeschoben. Dies halten wir grundsätzlich für falsch. Erst, wenn ich die Nutzer-Ströme in meiner App exakt nachvollziehen und ihre Herkunftsquellen einzeln bewerten kann, bin ich in der Lage schwache Quellen auszuschießen und gute Quellen zu optimieren. Darüber hinaus sollte – via CRM Tool – von vorn herein eine Segmentierung der Nutzer stattfinden. Auch die Integrationen von Google Analytics, Facebook und Co. Können für einen Erfolg der App maßgeblich sein.

Kann jede App erfolgreich vermarktet werden?

Grundsätzlich ja – es gilt jedoch stets die richtige Komposition an Mechanismen zusammenzustellen. Es kommt also (wie so oft) auf den richtigen Marketing-Mix an. Nach einer gründlichen Analyse lassen sich hier verlässliche Aussagen treffen.