Microsoft begräbt Nokias Android-Pläne und kündigt 18.000 Mitarbeiter

Die Tatsache, dass Nokia – seit April endgültig im Besitz von Microsoft – Android-Geräte herstellt, war wohl immer schon seltsam. Nun macht Microsoft Schluss damit und kündigt gleich tausende Nokia-Mitarbeiter.



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Die Einfahrt zu Microsofts Headquarters in Redmond werden nun weniger Mitarbeiter täglich zu sehen kriegen.

Große Firmenfusionen bedeuten selten Gutes für die Stammbelegschaft des Übernahmekandidaten. Den “Synergieeffekten” fallen oft tausende Jobs zum Opfer. So nun auch im Falle der Mobilsparte von Nokia, deren Übernahme Microsoft im April endgültig unter Dach und Fach gebracht wurde: Der Softwaregigant aus Redmond kündigte gestern an, insgesamt 18.000 Stellen kürzen zu wollen – beinahe 14 Prozent seiner gesamten Belegschaft von insgesamt 127.000. Die größte Welle von Kündigungen in der Geschichte des Konzerns soll die Organisation schlanker machen – zum Vergleich: Apple beschäftigt “nur” etwa 85.000 Mitarbeiter.

Die meisten der Kündigungen finden bei Nokia statt: 12.500 von etwa 32.000 Mitarbeiter des finnischen Herstellers müssen gehen. In einer Nachricht an alle Mitarbeiter stellte Stephen Elop – früher Nokia CEO und jetzt der Vizepräsident von Devices & Services bei Microsoft außerdem klar, dass man sich in Zukunft bei den Geräten ganz auf die Windows Phone Plattform konzentrieren wolle. Die Nokia X – Produktlinie, mit der der finnische Konzern vor einiger Zeit aus der Windows Phone Familie ausgeschert war, solle künftig ebenfalls mit den Microsoft-Betriebssystem laufen. Bisher lief auf den Geräten die Nokia X Plattform – ein Fork des Android Projects. Auch Android Apps liefen auf den Geräten problemlos.

Quelle: Nytimes.com, Android Police