Deutsche horten rund 86 Millionen Alt-Handys

Die rasende Produktentwicklung im Smartphonebereich sorgt dafür, dass aktive Handynutzer im Laufe der Zeit ein geradezu riesiges Lager an alten Telefonen und Organizern aufbauen. Selbst bei kreativer Weiterverwendung (Ehefrau, Eltern, etc.) ist irgendwann Schicht im Schacht – einen zehn Jahre alten Palm IIIc möchte heute niemand mehr verwenden, selbst wenn er noch perfekt funktioniert.

Einst ein topmodernes Handy, ist das T-Mobile G1 aufgrund der rasanten Weiterentwicklung nun kaum mehr nutzbar…

Laut dem Branchenverband Bitkom liegen mittlerweile rund 86 Millionen unbenutzter Althandys in deutschen Wohnungen und Häusern. Im Jahre 2011 gab es derer 83 Millionen, 2010 nur 73 – was das explosive Wachstum im Jahre 2011 ausgelöst hat, ist nicht klar.

Klar ist jedenfalls, dass diese Geräte wertvolle Rohstoffe (insbes. Kupfer und die diversen seltenen Erden) und Edelmetalle (Gold, Silber, Platin) enthalten. Obwohl die Menge pro Handy minimalst ist, sorgt die steigende Investmentnachfrage dafür, dass sich das Recycling auszahlt.

Von Seiten der Bitkom ergeht deshalb ein verzweifelter Appell, die Geräte zurückzugeben. In Deutschland sind dazu sowohl Recyclinghöfe als auch die Shops der diversen Mobiltelefonanbieter geeignet – wer Zeit hat, kann durch eine Ebay-Auktion vielleicht noch den einen oder anderen Euro verdienen und einen Sammler glücklich machen.

Habt ihr alte Handys im Haus? Wenn ja, was macht ihr damit?

Quelle: Netzwelt.de