Dieser Dildo mit eingebauter Kamera kann viel zu leicht gehackt werden

Michael Derbort 6. April 2017 Kommentare deaktiviert für Dieser Dildo mit eingebauter Kamera kann viel zu leicht gehackt werden Kommentar(e)

Die Menschheit hat bereits viele Träume in Erfüllung gehen lassen: Der Traum vom Fliegen mündete in einem inzwischen weit verbreiteten Verkehrsmittel, das Weltall wurde inzwischen zumindest in rudimentären Ansätzen erobert, Amerika wurde entdeckt und schlussendlich ist auch der Traum jeder Frau (???), das Innere ihrer Vagina zu erkunden, in Erfüllung gegangen. Doch das birgt Gefahren.

Bild: SVAKOM

Bild: SVAKOM

Leicht geknackt

Der oben abgebildete, etwas futuristisch dreinblickende Dildo hört auf den klangvollen Namen „Siime Eye“, stammt aus dem Hause SVAKOM und kann für schlappe 219 Euro erworben werden. Das Highlight dieses Produkts ist, dass in der Spitze eine Kamera eingebaut ist, die es ermöglicht, den derzeitigen Aufenthaltsort des Geräts auf Bild oder Video festzuhalten. Da in den vorgesehenen Destinationen die Lichtverhältnisse eher spärlich sind, gibt es auch die passende Ausleuchtung dazu. So weit, so gut.

Wer mag, kann also die Welt an dem Inneren des eigenen Körpers teilhaben lassen. Die zugehörige App ermöglicht es gar, die entstandenen Aufnahmen mit Freunden zu teilen. Sicherlich haben Millionen von Frauen auf diesen Augenblick gewartet. Vielleicht auch ein paar Männer, aber auch erklärtermaßen ohne Homophobie ist der Gedanke daran im Moment derart gruselig, dass wir ihn an dieser Stelle nicht weiter verfolgen möchten.

Das Problem bei diesem leicht endoskopisch angehauchten Freudenspender ist, dass sich der Hersteller zu sehr auf die technische Umsetzung der „Interior Shots“ der besonderen Art konzentriert und sich weniger den Sicherheitsaspekten gewidmet hat. Das voreingestellte Passwort „88888888“ ist viel zu leicht zu knacken, der Zugriff auf die resultierenden Daten ist viel zu leicht und auch wenn es nicht gewünscht ist, dass diese besonderen Aufnahmen an die Öffentlichkeit gelangen, könnte genau das sehr leicht passieren.

Der Hersteller selbst scheint sich gar nicht allzu viel Sorgen um die Privatsphäre der (vermutlich mehrheitlichen) Nutzerinnen zu machen. Auch auf konkrete Warnhinweise seitens einiger Sicherheitsexperten erfolgte bislang keine erkennbare Reaktion. Wer immer auch Wert auf derartige Einblicke legt, trotzdem verhindern möchte, dass unbefugte Dritte, in deren Privatsphäre eindringen (im wahrsten Sinne des Wortes), sollten entsprechend hohe Sicherheitsvorkehrungen treffen oder auf andere Produkte ausweichen, bevor sie sich selbst unfreiwillig in einschlägigen Portalen wiederfinden.

Quelle: Motherboard

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