Forscher entwickeln Sensor, der Interkationen mit dem Handy durch Gesten erleichtern soll

Der Begriff “Gestensteuerung” ist ja nicht mehr neu. Allerdings beschränkt sich das bisher auf recht spektakuläre Körperverrenkungen mit zweifelhaftem Ergebnis. Vor dem Smart-TV mag das vielleicht noch angehen, aber in der Öffentlichkeit könnte dies unerfreulich viel Aufmerksamkeit auf den Nutzer ziehen. Auch beim Autofahren sind die derzeitigen Möglichkeiten wenig hilfreich. Doch Abhilfe naht.

Bild: Fraunhofer IDG

Das Ohr als Ausgangspunkt

“Ear FS” nennt sich die Entwicklung des Fraunhofer Instituts, die unser Nutzungsverhalten revolutionieren könnte. Der Sensor registriert, ein Mal ins Ohr gestöpselt, die kleinsten Muskelbewegungen im Gesicht. So auch Lächeln, Zwinkern oder Blinzeln. Mit diesen Gesten könnten fortan Smartphones gesteuert werden.

Die Sensoren, die bereits im Handy verbaut sind, registrieren alle übrigen Bewegungen, sodass es während dem Laufen keine Fehlinterpretationen gibt. Diese sogenannten Mikrointeraktionen können dabei helfen, Smartphones künftig effektiver zu steuern. Die Zeiten, in denen wir vor lauter Konzentration auf das Display gegen Laternenpfähle oder Schaufensterscheiben laufen, können somit ein Ende haben.

Die Möglichkeiten gehen darüber noch weit hinaus. So könnte der Sensor etwa erfassen, wenn der übermüdete Autofahrer dabei ist, in einen Sekundenschlaf zu fallen und das Handy könnte ein Signal ausgeben. Auch wenn der Nutzer offenkundig konzentriert ist, könnte das Smartphone die Stummschaltung aktivieren.

Ob und wann dieses Gerät für die breite Masse verfügbar ist, steht noch nicht fest.

Quelle: bt.com