Das ist iOS 9.3

iOS, das Betriebssystem von iPhones und iPads erhielt im März ein kleines Update-Paket auf Version 9.3, das mit vielen nützlichen Verbesserungen aufwartet.

iPhone- und iPad-Nutzer haben es gut: Sofern ihr Gerät nicht völlig veraltet ist, bekommen Sie die jeweils neueste Version des Betriebssystems pünktlich und gleichzeitig zur Verfügung gestellt. Bei der Präsentation von iOS 9.3 machte sich Apple denn auch genüsslich darüber lustig, dass die neueste Version des großen Konkurrenten Android bisher nur zwei Prozent der in Umlauf befindlichen Android-Geräte erreicht hat, während das gleichzeitig im Herbst herausgebrachte iOS 9 schon auf 80% der iPhones läuft.

Wohin des Weges, iOS?

In welche Richtung entwickelt sich iOS also mit der neuesten Version? Andeutungsweise enthält das Betriebssystem nun Unterstützung für mehrere getrennte Benutzer – wenn auch vorerst nur für Anwendungen im Bildungsbereich, die die Zusammenarbeit im Klassenzimmer erleichtern soll. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheit (Health Apps und der Nachtschicht-Modus.)

Killer-Bug behoben

Für Update-Muffel gibt es neben den im Folgenden beschriebenen neuen Funktionen einen weiteren Grund, ihr Gerät zu aktualisieren: Das Update behebt den kuriosen Fehler, der das Gerät permanent ausschaltet, wenn das Datum auf einen Wert im Jahr 1970 gestellt wird (was auch automatisch über manipulierte WLANs geschehen kann).

Anderes Licht für müde Augen: Im Nightshift-Modus zeigt das iPhone-Display wärmere Farben und hilft so, Schlafstörungen zu vermeiden.

Nachtschicht-Modus killt grelles Licht in der Nacht

Wer in schlaflosen Nächten schon einmal das Handy gezückt hat, weiß: Selbst wenn die Helligkeit auf den Minimalwert eingestellt ist, blendet das iPhone-Display müde Augen zu stark. Mit iOS 9.3 führt Apple daher einen Nightshift (also „Nachtschicht“)-Modus ein. Dieser ändert die Farbabstimmung des Displays auf wärmere Töne mit weniger Blau-Anteil und mehr Rot, denn es ist nachgewiesen, dass zu viel blaues Licht am späten Abend oder in der Nacht die „innere Uhr“ stört und Schlafstörungen verursachen kann. Der Nachtmodus lässt sich über das Einstellungsmenü entweder manuell einschalten oder automatisch zu einer fixen Uhrzeit oder bei Sonnenaufgang und -untergang aktivieren. Das Gerät richtet sich dabei auch nach dem Aufenthaltsort.

Notizen verschlüsseln: Fingerabdruck-Check gegen neugierige Blicke

Mit iOS 9.3 bekommt die vorinstallierte Notizen-App auf dem iPhone und iPad eine wichtige Sicherheitsfunktion. Notizen lassen sich nun auf Wunsch verschlüsseln und mit einem Passwort sichern. Wer ein Gerät mit Fingerabdrucksensor hat, kann die Notiz auch damit entsperren, ohne ein Passwort eintippen zu müssen.

Um eine Notiz auf diese Weise zu sichern, tippt man im Eingabefenster auf den „Teilen“-Button und wählt „Notiz geschützt“. Beim ersten Mal wählt man das Passwort, das von da an für alle Notizen gilt. Außerdem legt man gegebenenfalls fest, ob der Inhalt auch per Fingerabdruck zugänglich werden soll.

Aber Vorsicht: Die erste Zeile einer Notiz – also die Titelzeile – bleibt auch bei aktiviertem Passwortschutz in der Liste sichtbar. Hier sollten also keine sensiblen Informationen eingegeben werden.

Multi-Nutzer

Mit der App „Classroom“, die für Schulen gemacht ist, legt Apple in iOS 9.3 den Grundstein für eine Benutzerkontenfunktion auf dem iPad und iPhone. Besonders auf dem iPad wünschen sich Nutzer schon lange die Möglichkeit, zwei oder mehr Benutzer anzulegen und deren Lesezeichen, Fotos usw. zu trennen. Zumindest für Schüler, die sich iPads teilen wird das nun teils möglich.

Carplay

Apples iPhone-Anbindung für Infotainment-Systeme in Autos namens CarPlay bekommt mit iOS 9.3 zwei interessante Funktionen: Die Musik-App liefert beim Autofahren speziell abgestimmte Musikvorschläge und die Karten-App zeigt mit der Funktion “In der Nähe” Tankstellen, Parkplätze und Cafés in der Umgebung an.

Apps verstecken

Nicht benötigte System-Apps (wie etwa die auf allen Geräten vorinstallierte “Aktien”-App) lassen sich nun verstecken, um mehr Übersicht auf den Homescreens zu schaffen. Das funktioniert über eine neue App namens “Apple Configurator”, in die der Name der betreffenden App im Bereich “Restrictions” eingegeben wird.