FinTech Startups verändern den Banken- und Finanzsektor

12. Oktober 2020 Kommentare deaktiviert für FinTech Startups verändern den Banken- und Finanzsektor Kommentar(e)

 

Von 2013 bis 2015 stiegen die Investitionen in FinTech-Ventures um das Dreifache auf 12,1 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal 2014 wurden allein 214 Deals mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Laut MarketResearch.com hat sich 2015 die Zahl der im Jahr 2014 getätigten Investitionen fast verdoppelt. Und es geht nicht nur um Geld. Führende Technologieunternehmen wollen herausfinden, wie sie ihre technologischen Fähigkeiten einsetzen können, um Finanzen und Banken zu überdenken. 

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Google Ventures war einer der ersten Geldgeber von FinTech. Laut CB Insights Bericht haben sie seit 2015 in 25 FinTech-Unternehmen investiert. Intel ist dem Bericht zufolge der zweit aktivste Unternehmensinvestor, der hauptsächlich in Unternehmen der Zahlungstechnologie investiert hat. Ebay steht an dritter Stelle mit Investitionen in E-Zahlungstechnologien. Peter Thiel, Gründer von PayPal, unterstützt zusammen mit Richard Branson und Andreessen Horowitz TransferWise, ein britisches Peer-to-Peer-Kreditunternehmen. Citibank, MasterCard und American Express haben ebenfalls bedeutende Investitionen in FinTech-Unternehmen mit Sitz im Silicon Valley getätigt.

Zahlreiche offene Fragen

Warum das ganze Treiben um FinTech? Wie schaffen all diese neuen Produkte und Dienstleistungen einen Mehrwert für den Endverbraucher? Werden wir sehen, wie ein neuer Marktführer in der Finanzwelt – so wie Amazon im Einzelhandel – entsteht? Wenn ja, wie reagieren die Titanen der Bankenwelt wie Citi, BankAm, Amex usw.? Was sind die Vorteile der Forex Handel Simulation und wie werden sie von Investoren genutzt?

Startups unter Umgehung großer Banken – auf dem Weg zu zufriedenen Kunden!

Zunächst einmal ist es sehr interessant, sich zu fragen, wie Startups sich entwickeln, um die Banken auch nur im entferntesten zu ersetzen. Es ist wie die Führung eines Landes ohne seine politischen Führer!

Das mag zwar nicht so bald geschehen, aber diese Start-ups haben definitiv die Aufmerksamkeit der traditionellen Banken auf sich gezogen. Sie haben die Grundfunktionen einer Bank entkoppelt, wie Zahlungen, Geldüberweisungen, Kreditvergabe, Vermögensverwaltung und nutzen Technologien, um den Kunden einfachere und kostengünstigere Lösungen anzubieten. So werden diese Funktionen von Startups gestört, die Finanzinstitute in ihrem eigenen Spiel herausfordern:

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Zahlungsabwicklung: Laut einem Bericht von Accenture and Partnership Fund for New York City erhielten zahlungsbezogene Unternehmen 2014 die höchste Anzahl von Investment Deals in den USA. Alle diese Unternehmen nutzen die Technologie, um eine billigere und bequemere Alternative zu den traditionellen Zahlungsmitteln anzubieten. 

Square revolutioniert mit seinen Softwarelösungen die Zahlungslösungen für Unternehmen und Verbraucher. Square Register zum Beispiel hat das Leben von Geschäftsinhabern mit einer App erleichtert, die auf iPhone und Android Smartphones und Tablets verwendet werden kann, um Zahlungen über Debit- oder Kreditkarten abzuwickeln: Der Square Reader wird an das Telefon oder Tablet angeschlossen, das den Magnetstreifen liest. Es kostet weniger zur Verwendung von Kreditkarten und der Verkäufer erhält am nächsten Tag Geld auf sein Konto!

Geldtransfers: Während Square sich mehr auf Geschäftszahlungen konzentriert, setzen sich auch Start-ups für den persönlichen Geldtransfer durch. TransferWise, ein 4-jähriges Unternehmen, bietet eine kostengünstige Möglichkeit, Geld von einer Person zur anderen zu transferieren. Während das Ergebnis der Verwendung dieses Systems das gleiche ist, ermöglicht der Kern dieses Systems – es nennt sich Peer-to-Peer-Transfer – dass die Kosten für den Transfer niedriger sind als bei jedem anderen traditionellen Transfermittel. Die Anwender profitieren sowohl in Bezug auf Kosten als auch auf den Komfort. Es ist nicht verwunderlich, dass bereits mehr als 3 Milliarden Pfund durch den Service transferiert wurden.

Peer-to-Peer- und Crowd-Finanzierung: Der LendingClub, der seit seiner Gründung im Jahr 2007 Privatkredite im Wert von mehr als 6 Milliarden Dollar vermittelt hat, ging 2014 mit einer Bewertung von 5,4 Milliarden Dollar an die Börse. Es hat das Rampenlicht auf die schnell wachsende Peer-to-Peer-Kreditbranche gelenkt und hat aus zwei einfachen Gründen an Popularität gewonnen – es ist billiger und bequemer als traditionelle Banken. Und das nicht nur für Kunden, die Kredite suchen, sondern auch für Kreditgeber. Laut CNBC liegen die historischen Renditen für Investoren auf dieser Plattform bei 5-8,7 %. Das ist viel höher als das, was man auf 10-jährige Staatsanleihen in den USA erhält – hier liegt die Verzinsung bei weniger als 3 %.

Die Crowd-Finanzierung ist zu einem innovativen Mittel geworden, um Mittel für Unternehmensprojekte aufzubringen. Was bei der Crowd-Finanzierung interessant ist, ist, dass es keine Schulden im System als solches gibt, da das Geld von einem Investor zu einem Unternehmen fließt. Dies hat es ermöglicht, auch kleine Unternehmen zu gründen und die Unternehmer haben nicht die Last, einen Kredit zurückzuzahlen oder Zinsen auf Kredite zu zahlen, die sonst im traditionellen Bankwesen benötigt würden. Bei der Crowd-Finanzierung ist die Rendite an den Investor eine Sachleistung. Meistens geben Unternehmen Eigenkapitalanteile an Investoren als Gegenleistung für ihre Investition. Hier suchen die Unternehmen eine Vorauszahlung auf die erwarteten Umsatzerlöse. Natürlich gibt es neue Probleme, die gelöst werden müssen, beispielsweise wenn sich ein Geschäft verzögert oder ausfällt.

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