Phänomen der erfolglosen Streamer

23. April 2020 Kommentare deaktiviert für Phänomen der erfolglosen Streamer Kommentar(e)

Twitch ist in aller Munde und das nicht nur bei Gamern. Kannten bisher alle vor allem youtube als Videokanal für Influencer und Entertainment, hat sich Twitch spätestens nach der Übernahme durch Amazon zum heimlichen Marktführer im Gamingbereich entwickelt. Nun gehen die Videoprofis auch in allgemeine Bereiche wie Sportberichterstattung und Lifestyle voran. Hier hat Twitch beispielsweise einige Lizenzen für NBA erstanden.

Das Streaming-Portal Twitch hat sich in den letzten Jahren zu einer riesigen Plattform für Streamer weltweit entwickelt, wobei man hier sowohl Hobby-Streamer, professionelle Broadcaster, sowie auch Profi-Gamer beim Zocken beobachten kann. Das erklärte Ziel der meisten Streamer ist dabei klar formuliert: So viele Viewer wie möglich zu haben, da dies zu mehr Interaktion, Profit und auch Bekanntheit führt.

Doch mit der steigenden Anzahl an Möglichkeiten in diesem Geschäft kommen natürlich auch immer mehr Leute auf die Idee, selbst mit dem Streamen zu beginnen, wobei den großen Erfolg vergleichsweise nur einige wenige Streamer erreichen.

Bild: Shutterstock (Studio888)

Bild: Shutterstock (Studio888)

Mit dieser Entwicklung wurde auch ein neues Phänomen geschaffen, welches mittlerweile oftmals auf Twitch beobachtet werden kann: Der sogenannte Zero Viewers Club.

Was ist der Zero Viewer Club?

Der Zero Viewers Club beschreibt eine bestimmte Gruppe von Leuten, welche regelmäßig, teilweise schon seit mehreren Jahren, aktiv auf Twitch streamt, jedoch zumeist nur einige wenige oder oftmals auch gar keine Zuseher hat. Doch obwohl die meisten Leute nach einiger Zeit enttäuscht aufgeben würden, gibt es einige Personen, die trotzdem beachtlich viel Zeit in das Streamen auf Twitch und zahlreichen anderen Plattformen investieren, ohne dafür Geld, Bekanntheit oder Interaktion zu gewinnen. Doch ähnlich wie bei onlinecasino bleiben die Streamer dabei und haben ihren Spaß. Ob das die Hoffnung ist, doch noch einen Durchbruch oder Gewinn zu erreichen, oder es einfach so nur Spaß macht, Fakt ist, dass es diese Streamer gibt.

Wie sich dieses Phänomen entwickelt hat? Vermutlich dadurch, dass es einen Traum für zahlreiche Teenager und junge Erwachsene darstellt, mit dem Spielen von Games Geld zu verdienen und berühmt zu werden. In der Realität lässt sich dieses Vorhaben jedoch nur in wenigen Fällen verwirklichen, da der Großteil der Zuseher sich zumeist auf die populärsten Streamer konzentriert, welche tatsächlich unglaublich viel Geld damit verdienen, Games zu spielen und deren Publikum damit zu unterhalten.

Das wirkt für viele andere junge Menschen natürlich sehr ansprechend, wobei die Wahrheit jene ist, dass nur einige wenige populäre Gesichter den Markt auf Twitch und anderen Plattformen beherrschen – zumeist Leute, die schon sehr früh mit dem Streaming begonnen hatten und dies auch in Form eines professionellen Berufs betrachtet haben.

Was treibt diese Streamer eigentlich an?

Warum viele Streamer des Zero Viewers Club trotzdem mit dem Streaming weitermachen, ist eine berechtigte Frage: Oftmals ist es eine Mischung aus Hoffnung, Verzweiflung und Langeweile, die Leute dazu treibt, auch nach zahlreichen Jahren ohne nennenswerte Zuschauerzahlen trotzdem weiterzumachen.

Ob diese Hoffnung in Zukunft Früchte tragen kann? Ja, theoretisch schon. Für die meisten davon wird es aber immer ein Traum bleiben – denn um auf Twitch und anderen Streaming-Plattformen wirklich erfolgreich zu werden, braucht man Glück, Talent und Persistenz – zumindest der letzte Aspekt ist für die zahlreichen Mitglieder des Zero Viewer Clubs definitiv zutreffend.

Zumindest können sich die Streamer spielerisch in ihrer Welt bewegen, Erfahrungen sammeln und vor allem dazu auch die Technik von Twitch nutzen, um sich auszuprobieren.

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