Was beeinflusst die Ölnachfrage?

Redaktion 22. Juni 2021 Kommentare deaktiviert für Was beeinflusst die Ölnachfrage? Kommentar(e)

Energie ist eine der Grundlagen der modernen Zivilisation. Quellen industrieller Energie sind: Öl, Gas, Kohle, Uran-235, Flusswasserkraft, Sonne und Wind. Öl und Gas dienen neben Energie zum Betrieb des Verkehrs (Luftfahrt, Automobile, Wasserschiffe und Eisenbahnen) und sind Rohstoffe für die chemische Industrie, die landwirtschaftliche Düngemittel herstellt.

Die Industrialisierung aller Länder ist mit einem Anstieg des Energieverbrauchs im Allgemeinen und des Erdöls im Besonderen verbunden. Das Erdöl hat viele Staaten in der Wüste sehr reich gemacht. Es ist ein recht teurer Rohstoff mit einem breiten Anwendungsspektrum, weshalb die Suche nach Öl in verschiedenen Teilen der Welt nicht aufhört. Es wird als großer Erfolg angesehen, einen Ort zu finden, an dem die Ölquelle groß genug ist. Dieser Ort kann als Goldmine angesehen werden. Geschäftsleute sind bereit, riesige Geldsummen für Erdölgewinnung zu zahlen. Schließlich zahlen sich solche Investitionen aus und bringen enorme Gewinne. Weniger als 0,01 % des Ölhandels werden durch physische Warenlieferungen abgeschlossen. Der Rest ist nicht der Kauf und Verkauf von Öl, sondern potenzielle Gewinne aus Marktbewegungen.

Es ist außerdem zu beachten, dass sich die Börsenpreise für Öl in den letzten 15 Jahren gemäß den Gesetzen des Marktes für Finanzderivate und nicht des Marktes für traditionelle Rohstoffe verändert haben, sodass es fast unmöglich ist, seine Dynamik vorherzusagen. Die multidirektionale Entwicklung des Ölpreises und des US-Dollarkurses gegenüber anderen Weltwährungen stärkte die Position des Öls als Schutzinstrument gegen eine Dollarabwertung. Deswegen betrachten heutzutage immer mehr Leute das  Öl als Investition und benutzen Oil profit, um Geld zu verdienen.

Analysieren wir die Faktoren, die den Ölpreis in den letzten anderthalb Jahren am stärksten beeinflusst haben. Einige von ihnen entstanden Anfang des Jahrhunderts, haben aber jetzt ihre volle Stärke erreicht.

Zu den Faktoren, die die Ölnachfrage beeinflussen, gehören:

  • Entwicklung der Weltwirtschaft oder der führenden Volkswirtschaften der Welt – in den letzten 10 Jahren war der Wachstumsmotor der Ölnachfrage das Wachstum der chinesischen Wirtschaft.
  • Die Wirkung der Einführung von Energiesparprogrammen und ressourcenschonenden Technologien.
  • Die Entwicklung unkonventioneller Energiequellen und der verstärkte Wettbewerb zwischen den Kraftstoffen sind Faktoren, die zur Ölsubstitution beitragen. Starke Auswirkungen hatten die veränderte Liefergeographie von Flüssiggas und eine mehrfache Senkung der Kosten für die Solarzellenproduktion aufgrund des Rückgangs der Siliziumpreise.

Was Faktoren angeht, die die Ölversorgung beeinflussen, so könnte man folgende unterschieden:

  • Produktionsvolumen – eine mehrfache Steigerung der Förderung von schwer zu fördernden Ölreserven, vor allem in den USA und Kanada. Dies war das Ergebnis der beispiellos hohen Ölpreise in den Jahren 2006-2013. Die Marktstruktur hat sich geändert, viele Felder mit schwer zu fördernden Kohlenwasserstoffreserven sind profitabel geworden.
  • Die Zurückhaltung der OPEC-Staaten, die Förderung zu begrenzen, um zumindest keine Marktanteile zu verlieren, sondern diese durch das Verdrängen von Feldern mit überdurchschnittlichem Förderkostenniveau vom Ölmarkt zu erhöhen. Besonders erfolgreich ist dabei Saudi-Arabien – das einzige Land der Welt, das aufgrund der Einzigartigkeit seiner Felder in der Lage ist, sehr schnell die Fördermengen deutlich zu steigern und zu reduzieren, ohne die Felder zu beschädigen.
  • Beginn des Kampfes des Iran um Marktanteile, vor allem mit Saudi-Arabien.
  • Verschärfung des Kampfes um den europäischen Markt zwischen Russland und Saudi-Arabien.

Angesichts der extremen Unsicherheit über das Preisumfeld des Kohlenwasserstoffmarktes ist die finanzielle und politische Stabilität vieler Länder ernsthaft gefährdet. Sehr viele Faktoren sind miteinander verbunden und können die Wirkung gegenseitig verstärken. Diese negative Überschneidung der Faktoren ist in den letzten zwei Jahren aufgetreten, sodass die Situation auf dem Ölmarkt mit einem Sturm verglichen werden kann.

Daher muss man lernen, in dieser neuen energetischen Realität nicht nur zu leben und zu arbeiten, sondern auch danach zu streben, ihr Schöpfer zu sein. Wir gehen davon aus, dass wir mittelfristig die Umwandlung der zukunftsweisendsten Öl- und Gasunternehmen in Energie- und Petrochemieunternehmen erleben werden.

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