ASUS Padfone S: Der neue Tablet-Smartphone-Hybrid im Test

22. Februar 2015 1 Kommentar(e)
ASUS Padfone S: Der neue Tablet-Smartphone-Hybrid im Test Androidmag.de 4 4 Sterne

Asus bleibt seinem Konzept treu: Starkes Smartphone, ein Tablet als Bildschirmvergrößerung. Bislang kämpften die Versionen des Hybrids aber mit Schwächen – ist der neue Versuch besser gelungen? Unser Test gibt Antwort.

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Mit dem Padfone hat sich ASUS ein interessantes Konzept überlegt,

welches sich kaum weiterentwickelt hat. Schade!

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Ein Top-Smartphone mit interessantem Konzept, vor allem Display und Hardware gefallen.

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Die Umsetzung hapert: Beide Komponenten sind zu dick, insgesamt ist das Teil auch zu schwer.

Mehr als zehn verschiedene Modelle des Padfones hat Asus bereits am Markt, mit dem Padfone S startet der taiwanische Hersteller einen neuen Versuch. So interessant das Konzept auch sein mag, bislang konnte keine Variante vollends überzeugen. Um die in der Einleitung gestellte Frage vorwegzunehmen: Auch das Padfone S ist nicht der Weisheit letzter Schluss, im Gegenteil: Der Hybrid erinnert an längst vergangene Zeiten, vor allem hinsichtlich der Haptik und der Verarbeitung werden weder Smartphone noch das Tablet-Dock modernen Standards gerecht.

Optisch nicht unbedingt spektakulär überzeugt das Padfone durch schlichte Eleganz. Einziger negativer Kritikpunkt: Das Smartphone ist ein wenig dicklich, in der Hand liegt es dennoch angenehm.

Optisch nicht unbedingt spektakulär überzeugt das Padfone durch schlichte Eleganz. Einziger negativer Kritikpunkt: Das Smartphone ist ein wenig dicklich, in der Hand liegt es dennoch angenehm.

Starkes Inneres

Aber der Reihe nach, wir beginnen mit dem Smartphone. Dessen Hardware kann sich sehen lassen, Asus spendiert dem Fünfzöller durch die Bank potente Technik. Unter der Haube werkelt ein Snapdragon 801, die vier Kerne der CPU sind mit je 2,3 GHz getaktet. Leistungsintensive Spiele, Wischgesten, Apps: Alles läuft angenehm rund und ohne Probleme, der Prozessor lässt hier seine Muskeln spielen. 2 GB RAM sind zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, in Zusammenspiel mit der Adreno 330-Grafikeinheit, 16 GB internem Speicher und Android 4.4.2 lässt die Performance aber kaum Wünsche offen. Nicht anders verhält es sich beim Display: Fünf Zoll misst das IPS LCD-Panel in der Diagonale, damit liegt Asus voll im Trend, ebenso wie mit der Full HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel, Pixeldichte von 441 PPI). Farbwerte, Kontrast, Helligkeit, Blickwinkelstabilität – allesamt hervorragend umgesetzt, Asus liefert hinsichtlich des Displays perfekte Arbeit ab. Das verhält sich beim Bildschirm des Tablet-Docks nicht anders, auch hier sind sämtliche Werte im absoluten Spitzenfeld anzusiedeln.

Auch hier wunderbar zu erkennen: Das Padfone hat Volumen. Die zwei Pins neben der USB-Buchse dienen der Bildschirmübertragung.

Auch hier wunderbar zu erkennen: Das Padfone hat Volumen. Die zwei Pins neben der USB-Buchse dienen der Bildschirmübertragung.

Ein Pummelchen…

Hinsichtlich der Hardware hätte sich das Padfone S also eine Topbewertung verdient – die optische Umsetzung steht dem aber vehement im Weg. Während das Smartphone selbst noch schlichtweg als unspektakulär, aber durchaus hübsch durchgehen könnte, sorgt vor allem die Umsetzung des Docks, von Asus „Padfone Station“ getauft, für massig Punkteabzüge.

…aber sauber verarbeitet

Die Gründe dafür erkennt auch das ungeübteste Auge auf den ersten Blick: Nicht nur, dass das Dock in Kombination mit dem Smartphone an einzelnen Stellen satte zwei Zentimeter in der Dicke misst, auch der Rahmen der Padfone Station ist ungewöhnlich massiv ausgefallen. Das sorgt für einen interessanten Aspekt: Mit 8,85 Zoll ist die Displaydiagonale ausreichend bemessen, aufgrund des Rahmens nimmt das Dock aber fast die Ausmaße eines Zehnzöllers an. Eine eigenartige Lösung, sieht die Station so doch aus wie ein Tablet in den Anfangsjahren der Technologie. Dazu kommt das hohe Gewicht, mit satten 670 Gramm wiegt die gesamte Konstruktion schlichtweg zu viel. Da macht auch die durchaus ordentliche Verarbeitung nichts mehr wett, der Polycarbonat-Body ist aber immerhin sauber gefertigt, störende Kanten und ausladende Spalten gibt es nicht. Das ist vor allem beim rückseitig auf dem Tablet-Dock positionierten Einschub für das Smartphone wichtig: Beide Komponenten passen wunderbar zusammen, die beiden Pins an der Unterseite des Smartphones sorgen für eine rasche Übertragung der Bildschirminhalte und gleichzeitig für Halt.

Das Padfone sitzt ausgezeichnet in der Station, insgesamt gefällt die Kombination aber nicht: Das Tablet ist zu schwer und zu dick - was sich klar negativ auf das Handling auswirkt.

Das Padfone sitzt ausgezeichnet in der Station, insgesamt gefällt die Kombination aber nicht: Das Tablet ist zu schwer und zu dick – was sich klar negativ auf das Handling auswirkt.

Weitere Spezifikationen

Um also zu resümmieren: Die Station ist ein Flop, das Smartphone selbst aber top – das Padfone S spielt problemlos in der Spitzenliga mit. Wir sind noch die restlichen Spezifikationen schuldig: Eine 13 MP-Kamera auf der Rückseite schießt annehmbare Fotos, kämpft mitunter aber mit Problemen bei der Detaildarstellung. Vorne am Smartphone sitzt eine 2 MP-Linse, das Dock ist mit einer 1 MP-Knipse ausgestattet – dürftig. GPS, schnellstes WLAN, Bluetoothh 4.0, LTE, NFC – alles an Bord, hier lässt sich der Hersteller nicht lumpen.

Fazit

Es ist nicht ganz einfach, das Padfone S zu bewerten: Würde das Smartphone an sich eine Spitzennote bekommen, sorgt das Tablet-Dock für einige Punkteabzüge. Wer ein High End-Smartphone sucht, macht mit dem Padfone S nichts falsch, die Kombination mit dem Dock ist aber nur bedingt gelungen.

daumen_hoch
Hervorragendes Display
Top ausgestattet

 

daumen_runter

Beide Geräte klobig, altbackenes Design
Akku nur mittelmaß

 

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Android
4.4
5,0"
1920x1080
Gewicht
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64 GB
Speicher
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Abmessungen: : 143,4x72,5x10 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 5 Sterne
Speed: 4 Sterne
Akku: 3 Sterne
Verarbeitung: 4 Sterne
Ausstattung: 5 Sterne
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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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