HTC One Max

15. Januar 2014 1 Kommentar(e)
HTC One Max Androidmag.de 4 4 Sterne

HTC komplettiert die One-Serie

mit einem lange erwarteten Phablet

Mit dem HTC One veröffentlichte das angeschlagene Unternehmen aus Taiwan ein rundum gelungenes Smartphone. In Sachen Verarbeitung und Sound setzte es nicht nur unter Android-Geräten neue Maßstäbe. Innovationen wie die lichtstarke Ultrapixel-Kamera oder der soziale News-Stream BlinkFeed brachten frischen Wind in die Branche. Später folgte mit dem HTC One mini eine technisch abgespeckte, günstigere Variante des aktuellen Flaggschiffes. Nun komplettiert HTC das Lineup mit einem größeren Modell, welches sich in direkte Konkurrenz zu großen Phablets wie dem Samsung Galaxy Note 3 oder dem Sony Xperia Z Ultra begibt.

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Smartphone-Schwergewicht

Auf den ersten Blick ist das One Max von der deutlich kleineren Mini-Variante nicht zu unterscheiden. Auch hier ist der Rahmen aus weißem Polycarbonat gefertigt und wirkt somit weniger hochwertig wie das mit abgefrästen Aluminium umrahmte HTC One. Deutliche Unterschiede ergeben sich erst, wenn wir das One Max etwas genauer unter die Lupe nehmen. Denn anstatt den 128 bzw. 143 Gramm, die das One Mini und das One auf die Waage bringen, kommt das One Max auf sage und schreibe 217 Gramm. Somit gehört es zu den schwersten Smartphones, die wir bisher getestet haben. In seiner Gewichtsklasse ist lediglich das Sony Xperia Z Ultra angesiedelt, das mit 212 Gramm aber etwas leichter ist. Das in Sachen Größe sehr ähnliche Galaxy Note 3 wiegt mit 168 Gramm deutlich weniger als die beiden Kontrahenten.
Doch nicht nur in Sachen Gewicht ist das One Max gewöhnungsbedürftig, auch die Größe dürfte nicht jedermanns Sache sein. Selbst mit großen Händen ist es schwierig, das Gerät wirklich griffig zu halten, eine Bedienung mit nur einer Hand ist unangenehm und aufgrund der Gefahr, dass das Smartphone herunterfallen könnte, nicht empfehlenswert. Damit sich das One Max aber zumindest mit nur einer Hand entsperren lässt, ist der bei den beiden anderen Modellen etwas ungünstig platzierte On-Off-Button vom oberen Gehäuse-Rand an die rechte Seite, direkt unterhalb der Lautstärke-Wippe, heruntergewandert. Für diese ebenso notwendige wie praktische Entscheidung gibt es von uns ein Plus.

Bewährte Stärken …

Die technische Ausstattung des HTC One Max ist mehr als ordentlich: Im Inneren schlummert der bereits vom One bekannte Qualcomm Snapdragon 600 Quad Core-Chip mit je 1,7 GHz, einer Adreno 320 GPU sowie 2 GB Arbeitsspeicher. Außerdem sind die hervorragenden Front-Lautsprecher an Bord, die noch immer konkurrenzlosen Stereo-Sound liefern.
Im Vergleich zum One ist das SLCD-Display allerdings von 4,7 auf satte 5,9 Zoll angewachsen, die Full HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel ist hingegen wiederum identisch, was für ein etwas weniger scharfes Bild sorgt. Generell ist das Display aber eines der Highlights des One Max und sorgt für satte Farben bei beachtlicher Helligkeit und Farbtreue. Erwähnenswert ist zudem die Ausdauer des Smartphones, die dank eines 3.200 mAh Akkus und gut abgestimmter Hard- und Software als überdurchschnittlich eingestuft werden kann.

Hinter der abnehmbaren Rückabdeckung verbergen sich SIM- und microSD-Slot.

Hinter der abnehmbaren Rückabdeckung verbergen sich SIM- und microSD-Slot.

Der soziale Nachrichten-Stream BlinkFeed ist auch beim HTC One Max inkludiert.

Der soziale Nachrichten-Stream BlinkFeed ist auch beim HTC One Max inkludiert.

… mit Abstrichen

Obwohl das One Max mit dem One in Sachen Optik und Technik zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweist, gibt es einige zusätzliche Kritikpunkte. Neben der unhandlichen Bauweise und des hohen Gewichts zählen dazu vor allem die weniger hochwertige Verarbeitung und die nicht ganz fest sitzende Rückabdeckung. Abstriche wurden zudem bei der Kamera auf der Rückseite gemacht, die zwar in unserem Test ähnlich gute Fotos wie jene des HTC One anfertigte, allerdings über keinen optischen Bildstabilisator verfügt.
Auch eine an sich interessante Neuerung bietet Grund zur Kritik: Der Fingerabdruck-Scanner auf der Rückseite ist einerseits ungünstig platziert und lässt sich andererseits nur zum Entsperren des Geräts oder zum Starten von Apps vom Lockscreen aus verwendet werden. In unserem Test arbeitete dieser aber tadellos. Bis zu drei Finger lassen sich so mit verschiedenen Funktionen belegen, die wie erwähnt vom Sperrbildschirm aus initialisiert werden können.

Zu den wenigen vorinstallierten Apps zählt etwa die Notizen-App „Kritzeln“.

Zu den wenigen vorinstallierten Apps zählt etwa die Notizen-App „Kritzeln“.

Fazit

Das One Max hat sich viele positive Aspekte vom One-Flaggschiff geliehen und überzeugt etwa beim Sound, Display oder der Geschwindigkeit. Gleichzeitig wurden einige Dinge verschlimmbessert, darunter etwa die Haptik, die Verarbeitung oder die Kamera, die beim One Max ohne optischem Bildstabilisator auskommen muss. In Sachen Software gleicht der Mix aus Smartphone und Tablet dem One wie ein Ei dem anderen, was durchaus positiv gewertet werden kann. Der Fingerabdruck-Scanner ist (aktuell) leider ein eher überflüssiges Gimmick, das lediglich zum Entsperren des Smartphones taugt.

  • Tolles Display, satter Sound
  • Gute Akkulaufzeit, praktische Software
  • Hohes Gewicht und unhandlich
  • Fingerabdruck-Scanner eher überflüssig

 

Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 249,95
 
Android
4.2
5,9"
1920x1080
Gewicht
217 g
4 MP
2,1 MP
Kamera
16 GB
32 GB
Speicher
1 GB
RAM
4x
1,7 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK HSPA+ OK NFC OK WLAN (abgn) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 164,5x82,5x10,29 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 5 Sterne
Speed: 3 Sterne
Akku: 5 Sterne
Verarbeitung: 4 Sterne
Ausstattung: 4 Sterne
Design: 4 Sterne
Haptik: 4 Sterne
Kamera: 4 Sterne
Leistung:
26110
 
Grafik:
829
 
Browser:
2549
 
Akku:
559
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 910
Gesamtwertung: 32/40
 

Gerätevergleich Rang 33

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