Honor 7 im Test: Das kann das Flaggschiff

Peter Mußler 11. September 2015 1 Kommentar(e)
Honor 7 im Test: Das kann das Flaggschiff Androidmag.de 5 5 Sterne

Mit dem Honor 7 hat die Huawei-Tochter Honor nun endllich ihr erstes vollwertiges Flaggschiff bekommen – Ehrensache für einen Anbieter, der im Reigen der Großen mitmischen will. Aber kann er dort auch  bestehen?

Honor_7_main

Honor, die Marke mit der Ehre im Namen, hat bereits mit dem Honor 6 auf sich aufmerksam machen können: dort verbinden sich starke Hardware und gute Ausstattung mit einem vernünftigen Preis. Das Design und die Haptik – für viele Kunden mindestens genauso wichtig wie die inneren Werte – ließen allerdings noch zu wünschen übrig, weshalb es durchaus Sinn macht, mit einem weiteren Modell noch eine Klasse höher ins Verkaufsrennen zu gehen. Typenname: Honor 7.

Zunächst fällt das Alu-Gehäuse ins Auge. Beim Wechsel von anschauen zu anfassen stellt sich sofort ein Gefühl großer Solidität ein. Das liegt an der guten Verarbeitung, natürlich an der Materialwahl, aber auch an der „guten Füllung“: dieses Smartphone wirkt nicht wie schick verpackte Luft, sondern wie ein randvoller Technik-Container – kein Klappern, kein hohles Geräusch beim Klopftest mit den Fingergelenken. Assoziationen mit dem klassischen Alu-Phone, dem HTC One werden erzeugt, die Ähnlichkeit zu den Konzernbrüdern Huawei Ascend Mate 7 oder Mate S ist nicht zu leugnen. Trotz 5,2 Zoll Display-Diagonale liegt das Gerät gut in der Hand, auch dank des schmalen seitlichen Randes. Ein wenig unangenehm fällt die Stärke auf: 8,5 mm kommen einem bei der Flut an Mager-Handys schon fast dicklich vor. Trotzdem steht die Kamera noch hervor. Kopf- und Fußteil des Gehäuses sind wegen der Antennen aus geriffeltem Kunststoff.

Honor_7_1

Kleiner Knopf, große Wirkung. Mit dem Smart Key links außen lassen sich oft genutzte Apps je nach Druck direkt starten.

Fingerprint-Express & Smart Key

Ebenfalls unübersehbar ist der Sensor für die Entsperrung per Fingerabdruck unter der Kamera. Das Modul spielt perfekt mit der Software zusammen, die Identifikation gelingt ohne Verzögerung. Ebenso flüssig und komfortabel gestaltet sich die ganze Bedienung des Honor 7: Die auf Android 5 basierende hauseigene Oberfläche EMUI 3.1 wartet mit ansprechendem Design und praktischen Lösungen auf. Das Display lässt sich durch doppeltes Fingertippen aktivieren, über Buchstaben auf dem schwarzen Schirm gelangt man direkt zu wichtigen Apps und die Navigationsleiste ist adaptierbar. Große Besonderheit ist eine neue Taste auf der linken Rahmenseite: Dieser sogenannte „Smart Key“ ist variabel belegbar und kennt drei Befehle: einmal kurz, zweimal kurz oder einmal lang drücken. Wir haben diesen „Favoriten-Schalter“ im Test für Screenshots, den Kalender und die Taschenlampe benutzt – sehr schön!

Die Foto-App erlaubt eine Filter-Vorschau. Diese erinnert an eine animierte Insektenperspektive, da man das Objekt gleich neun Mal sieht.

Die Foto-App erlaubt eine Filter-Vorschau. Diese erinnert an eine animierte Insektenperspektive, da man das Objekt gleich neun Mal sieht.

Kamera-Kaleidoskop

Weiter geht‘s mit Software-Gimmicks bei der Kamera-App. Es gibt interessante Bildmodi wie „Gute Lebensmittel“, aber auch sinnvollere Programme wie „Lichtmalerei“, die automatisch Kompositionen z.B. aus bewegten Autolichtern oder Sternen in den Nacht zaubern. Über eine Kaleidoskop-Vorschau kann man 8 Fotofilter in Echtzeit zeitgleich neben dem unbehandelten Bild betrachten und den besten auswählen. Das hat etwas von einer Insektenperspektive. Die Kamera selbst ist mit 20 MP nicht nur pixelstark, sondern rauscht auch nicht besonders, ist also mehr als nur brauchbar. Vergleichsweise stark ist auch die Zweitkamera mit 8 MP.

Gut zu sehen: die in zweifacher Hinsicht herausragende Kamera. Aber auch: der ­Karten-Slot und das Infrarot-Modul.

Gut zu sehen: die in zweifacher Hinsicht herausragende Kamera. Aber auch: der ­Karten-Slot und das Infrarot-Modul.

Nicht Gamer’s Liebling

Widmen wir uns nun endgültig dem, was unter der Oberfläche von Gehäuse und Software schlummert. Da wäre zunächst das Full-HD-Display: Nichts besonderes, aber auch nicht schlecht. Für‘s Rechnen zuständig ist ein Kirin 935 mit vier Kernen zu 2,2 und vier Kernen zu 1,5 GHz. Der bringt es nominell auf über 40.000 Antutu-Punkte und damit in unseren 4-Punkte-Bereich. Leider hat selbst ein nicht besonders forderndes Spiel den Prozessor ins Stolpern gebracht. Im Alltag ist davon aber nichts zu merken. Mit den 3 GB RAM scheint das Herz allen üblichen Anstregungen gewachsen zu sein. In Asien gibt es auch eine 64-GB-Speichervariante, bei uns sind nur 16 GB erhältlich. Die lassen sich aber extern auf 128 erweitern. Was es sonst noch gibt? Dual-SIM, NFC, ein Infrarot-Modul und einen reichlich bemessenen Akku.

Fazit

Mit dem Honor 7 kann man eigentlich nichts falsch machen. Es kommt von einem großen Hersteller, ist solide, technisch auf der Höhe und sieht gut aus. Bedienkomfort und Kamera sind ebenfalls top – einzig der Preis ist es nicht, der ist sehr niedrig. Also: Aller Ehren wert.

daumen_hoch
Gute Technik, tolle Software & Bedienoberfläche
Sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis

 

daumen_runter

Ruckeln bei Spielen
Ein etwas dickeres Gehäuse

 

Honor 7 Smartphone (13,2 cm (5,2 Zoll) Touchscreen, 16GB interner Speicher, Android OS) grau

Price: EUR 195,76

4.7 von 5 Sternen (2849 customer reviews)

82 used & new available from EUR 195,76

Aktueller Preis auf Amazon:
EUR 195,76
 
Android
5.0
5,2"
1920x1080
Gewicht
157 g
20 MP
8 MP
Kamera
16 GB
128 GB
Speicher
3 GB
RAM
8x
2,2/1,5 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK HSPA+ OK NFC OK WLAN (a,b,g,n,ac) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 143,2x71,9x8,5 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 5 Sterne
Speed: 4 Sterne
Akku: 5 Sterne
Verarbeitung: 5 Sterne
Ausstattung: 5 Sterne
Design: 4 Sterne
Haptik: 4 Sterne
Kamera: 4 Sterne
Leistung:
43829
 
Grafik:
589
 
Browser:
2750
 
Akku:
596
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 910
Gesamtwertung: 36/40
 

Gerätevergleich Rang 1

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
Pete_Mag_bw_160

Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen